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Schlagwort »Grenzen«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Die verlorene Erinnerung: Der Rückbau der Grenzanlage in Frankfurt (Oder)

von Paula Hentschel

9.2.13: Südgebäude Grenzanlage – Blick Richtung Frankfurt (Oder) (Foto: P. Hentschel)

9.2.13: Südgebäude Grenzanlage – Blick Richtung Frankfurt (Oder) (Foto: P. Hentschel)

Seit September 2012 fressen sich die gelben Abrissbagger auf der Stadtbrücke zwischen Frankfurt (Oder) und der polnischen Stadt Slubice durch einen Berg aus Glas, Stahl und Beton. Dort wird derzeit die innerstädtische Grenzanlage abgerissen. Schon bald wird damit ein wichtiges bauliches Zeugnis der europäischen Geschichte verschwunden sein und somit nicht mehr an die Zeit erinnern, in der eine EU-Außengrenze zwischen Deutschland und Polen verlief. Warum wird dieser geschichtsträchtige Ort abgerissen? Wie konnte es überhaupt dazu kommen? Und was bedeutet der Abriss der europäischen Grenzanlage für die lokale Identität?

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Video, Film & Fotografie →

Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung: Grenzarchiv Westberlin 1978/79

„1978 war die Mauer für die meisten West-Berliner kein großes Thema. Die bis heute unfassbare Realität dieser innerstädtischen Grenze war Teil der Lebenswelt geworden, so selbstverständlich wie der Kurfürstendamm oder die Philharmonie.
Bei seiner mehr als 160 KM langen Grenzbegehung hat Hans W. Mende damals die Mauer und Grenzanlagen, vor allem aber die Entwicklung des Stadtraums in Grenznähe festgehalten – unaufgeregt, großformatig und mit dem für ihn typischen präzisen Blick für Zusammenhänge und Details.
Heute ist die Mauer Vergangenheit, Thema nur noch anlässlich von Gedenktagen – aus dem Stadbild ist sie genau so verschwunden wie aus dem Bewusstsein. In diesem vollständig veränderten Kontext wird die Revision von Hans W. Mendes einzigartigem Grenzarchiv zur denkbar spannendsten Geschichtsbetrachtung.“
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30.04.2010 um 19:00 Uhr
Ausstellung: 30. April bis 30. Mai 2010
Ort: 25BOOKS /// BRUNNENSTRASSE 152 /// 10115 BERLIN

Kunst & Kultur →

Ausstellung „Residenzpflicht – Invisible Borders“

In der Raumerweiterungshalle kann man sich dank der Ausstellung Residenzpflicht – Invisible Borders noch bis zum 5. Juli davon überzeugen, wie sich aus einem erweiterten Architekturbegriff ein gesellschaftskritischer Ansatz entwickeln lässt. Philipp Kuebarts als Diplomarbeit an der TU Berlin entstandene Schau dokumentiert, auf welche Weise rechtliche Grenzen, aber auch Charakteristika des öffentlichen – kontrollierten – Raumes den individuellen Bewegungsraum und damit den Alltag von im Berliner Umland untergebrachten Flüchtlingen strukturieren. In Photographien und Zitaten werden diese ‚unsichtbaren Grenzen” fassbar gemacht – abstakte Gebilde werden so mit konkreten Orten und Konsequenzen verbunden.

Die Ausstellung „Residenzpflicht – Invisible Borders“ dokumentiert anhand von Modellen, Plänen, Texten, Fotografien und einem kurzen Film die dabei produzierte Geografie mehrfacher Einsperrung und Ausgrenzung, die durch sie verursachte Raumwahrnehmung aber auch Strategien des Widerstands (www.invisibleborders.de)

Anhand von Modellen werden dabei auch architektonische Form und stadträumliche Lage der Heime im Umkreis von Berlin untersucht – wieder steht die Frage nach der politischen Impikation räumlicher Entscheidungen im Vordergrund.

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