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Schlagwort »Groningen«
Urbane Mobilität →

Groningen – The World’s Cycling City

Vor gut zwei Jahren haben wir euch an dieser Stelle bereits die Grünphase für alle in Groningen vorgestellt. Jetzt haben die Leute von Streetfilms das niederländische Groningen etwas ausführlicher portraitiert als The World’s Cycling City. Bereits Anfang der 1970er wurde hier die Mobilitätspolitik der Stadt drastisch geändert und auf das Fahrrad gesetzt.

Die besagte Grünphase ist dabei nur eine von zahlreichen Maßnahmen, die ergriffen wurden. Es zeigt sich – und das wird in dem Film auch explizit gesagt – dass ein paar Radstreifen hier und eine paar Fahrradständer dort nicht zu einem Umdenken führen, sondern ein ganzes Bündel an Maßnahmen notwendig ist.

Sei es die radfreundliche Verkehrsführung in der Groninger City oder die Fahrradparkhäuser (Mehrzahl!) an der Hoofdstation (Hauptbahnhof) mit insgesamt über 10.000 Stellplätzen, es ist einfach beeindruckend, was hier alles möglich ist. Selbst der dortige IKEA-Markt hat mietbare Lastenfahrräder, die den Filmemachern zufolge vor allem von den 50.000 Studierenden genutzt werden.

Nicht alles, was gezeigt wird, ist extrem neu und innovativ, aber die Bandbreite und konsequente Durchführung beeindruckt ungemein und kann gerne in der ein oder anderen Stadt als Vorlage dienen. Schön wäre es!

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Einmal Grünphase für Alle!

via: IGF – Interessengemeinschaft Fahrrad

Mal wieder ein tolles Streetfilms-Video. Aus Groningen in den Niederlanden, der eigentlichen Welthauptstadt des Fahrradfahrens, denn der Modal Split des Radverkehrs liegt dort in der Innenstadt bei unglaublichen 57 % (nationaler Durchschnitt in Deutschland 10 %). Der Anteil an Studenten, die mit dem Rad zur Universität fahren liegt sogar bei 86,1 % (Berlin: 27,5 %).

In Groningen wurde nun etwas Neues ausprobiert: An einer Kreuzung bekommen alle Radfahrer gleichzeitig grün! Ein Konzept, dass es immer mal wieder für Fußgänger gibt, in Berlin seit neuestem z. B. am Rosenthaler Platz! Was man sich bei Fußgängern noch problemlos vorstellen kann, funktioniert offenbar auch bei Radfahrern hervorragend. Ein bisschen gegenseitige Rücksichtnahme und Augenkontakt und schon funktioniert es. Interessant wären längerfristige Untersuchungsergebnisse zu diesem Projekt.

Vermutlich würden auch die langfristigen Ergebnisse einen ebenso positiven Eindruck hinterlassen, wie dieses Video. Beeindruckend, wie ein so kurzes Filmchen vor Augen führen kann, wie viel lebenswerter eine Stadt mit ausschließlich menschlichen Geschwindigkeiten wäre. Einfach ein bisschen Tempo raus, ein soziales Verkehrsmittel (für die meisten Wege) benutzen und schon kann man das Thema Verkehrssicherheit von einer ganz anderen Seite betrachten. Man fragt sich ein wenig, warum diese Ampel eigentlich jemals auf Rot geschaltet werden muss, aber da war ja noch was… Spontaner Vorschlag für Berlin: Könnte man das vielleicht testweise auch für Radfahrer am Rosenthaler Platz einführen, parallel zu den Fußgängern? Das wäre so schön…

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