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Schlagwort »Hamburg«
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Rezension „AUS HAMBURG – Lokale Positionen urbaner Landschaftsgestaltung“ von Sarah C. Schreiner (Hrsg.)

Urbane Landschaften sind seit den letzten Jahren immer stärker in den Fokus der (fachlichen) Aufmerksamkeit gerückt. Der Begriff Landschaft hat im selben Zeitraum an Bedeutung aber gleichzeitig auch eine inhaltlich Aufweitung erfahren. Bei Siverts in der „Zwischenstadt“ und vor allem bei Sieferle mit seinem Begriff der „Totalen Landschaft“ hat der Begriff Landschaft fast alle räumlichen Elemente, auch die urbanen, in sich aufgenommen. Folgerichtig beschränkt sich die Autorin auch nicht auf einen Typ Landschaftsgestaltung (Parks, Gärten…) sondern lässt ein weites Spektrum zu. In „Aus Hamburg“ wird versucht, diesem Umstand nicht über die Diskussion des physikalischen oder symbolischen Phänomens Landschaft, sondern über die Produzenten und Gestalter näher zu kommen. Was treibt Gärtner, Landschafts-architekten, Künstler, Denkmalpfleger, Wissenschaftler und Sounddesigner an, unsere Landschaft zu verändern?

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Abb.: Gudberg Verlag mit freundl. Genehmigung von Birgitt Frey

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Suburbanes im Hamburger Herbst

Kolloquiumsreihe:

»Annäherungen an Suburbia – Projekte für den suburbanen Raum«

Suburbane Kulturlandschaften? Magistralen als Projektleitbahnen? Wie kann man den suburbanen Raum zukunftsfähig gestalten? Bedarf es neuer Netzwerke und Projektformate? Dies sind die Kernfragen der dritten Kolloquiumsreihe »Annäherungen an Suburbia. Projekte für den suburbanen Raum«.

Urbane Mobilität →

Die Stadt und das Auto

Der Tausendfüßler in Düsseldorf. Foto: Jaro Gielens via flickr.

Der Nachkriegsstädtebau wurde von drei Leitbildern gesteuert: Die gegliederte und aufgelockerte Stadt gliederte die Stadt in Funktionen (Arbeiten, Wohnen, Freizeit, Verkehr) und lockerte das Gerüst durch Grünzüge auf. Das der Stadtlandschaft war geprägt durch die organisch schwingenden Verkehrs- und Grünbänder, welches die Natur in die Stadt zurück holen und die Städte von der Strenge der Blöcke und Achsen heilen sollte. Das von Bernhard Reichow geprägte Schlagwort der autogerechten Stadt ist der aufkommenden Technik des Automobils geschuldet gewesen. Dem Autoverkehr wurde während des Wiederaufbaus ein hoher Stellenwert beigemessen, trotz starker Eingriffe in die historische Substanz durch Verkehrsschneisen.

Die Ausstellung „Die Stadt und das Auto“ im Museum der Arbeit in Hamburg greift dieses Thema auf und zeigt anhand von Objekten, Fotografien und Versuchsmodellen, wie Hamburg in seiner Verkehrsplanung auf das Auto reagiert hat – von der ersten Fußgängerampel Europas am Stephansplatz und der „autogerechten Stadt“ bis zu Mobilitätskonzepten und dem öffentlichen Nahverkehr im 21. Jahrhundert.

Grüne Stadt →

Mein Freund der Baum. Wird gefällt!

Wird in Hamburg häufiger gefällt als gepflanzt: Der Baum.

Ein äußerst lesenswerter Artikel über den Baum in der Stadt findet sich in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Am Beispiel von Hamburg werden ein paar Geschichten über Stadtbäume erzählt. Einmal mehr kommt die Hansestadt dabei nicht besonders gut weg. Die Gängeviertel-Diskussion, ein Zaun um Obdachlose unter einer Brücke fernzuhalten, viel zu zaghaftes Vorgehen beim Bau moderner Radverkehrsinfrastruktur, hässliche moderne Architektur. Man kann den Eindruck gewinnen, dass in Hamburg etwas schief läuft.

So offenbar auch beim Stadtgrün. Wenn man über die Vorbereitungen für die Internationale Gartenschau in Wilhelmsburg liest, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Wohlgemerkt für eine Gartenschau wurden rund 2.470 Bäume und vier Kilometer Hecken entfernt. Man fragt sich, wo die vielen Singvögel, Insekten und Krabbeltiere bleiben, die hier vermutlich ein zu Hause hatten. Im Artikel der ZEIT liest sich das dann so:

„Der Baum und sein Leben als Accessoire der Kommunalpolitik: Bringt es Prestige, ihn zu pflanzen, wird er gepflanzt. Bringt es Prestige, ihn umzuhauen, wird er umgehauen. Es wird mehr umgehauen als gepflanzt.“

Als Berliner muss man da mal die eigene Stadt loben. Hier ist

Urbane Mobilität →

Hamburg steigt um!

In Hamburg läuft derzeit eine äußerst gelungene Kampagne für nachhaltigere Mobilität. Unter anderem wurde ein feines Video produziert, in dem Hamburger über ihre verschiedenen Alternativen zum privaten Auto berichten. Gleichzeitig läuft die Aktion „Umsteigen ohne Trennungsschmerz„. Diese richtet sich explizit an Autofahrer, denen der Umstieg aus dem rollenden Blech so leicht wie möglich gemacht werden soll. Jahreskarteninhaber des HVV können Tageskarten an Freunde und Bekannte verschenken, der ADFC veranstaltet Fahrrad-Trainings und Sicherheitschecks und wer noch nicht Kunde vom lokalen Fahrradverleihsystem StadtRAD Hamburg ist, der sollte es jetzt werden: Die 5 EUR Startgebühr entfallen, dafür gibt es 20 EUR Fahrtguthaben. Innerhalb von weniger als einer Woche hat das rund 3.200 neue Nutzer gebracht, beeindruckend! Die Aktion läuft noch bis zum 9. Oktober. Wirklich positiv zu bewerten ist die Tatsache, dass explizit Autofahrer zum Umstieg angesprochen werden. In diesem Fall gelingt das sogar ohne erhobenen Zeigefinger.

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