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Schlagwort »Hochhäuser«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Kann man Banken lieben?

Dom-Römer-Quartier

Dom-Römer-Quartier

Zwischen Hochhausplan und Wiederaufbau – die Stadtentwicklungsplanungen von Frankfurt am Main sind nicht unumstritten. Derzeit wird das neue Quartier zwischen Dom und Römer samt des kaiserlichen Krönungsweges (scheinbar) rekonstruiert. Tatsächlich entstehen Neubauten mit historischer Verkleidung, wohl ohne den Charme der zurückgesehnten Altstadt. Das Europaviertel wird wegen seiner Gesichtslosigkeit kritisiert, die Nachkriegsmoderne soll verschwinden und im Ostend werden Kreative verdrängt. Wo soll das alles nur hinführen?

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Städtebau & Architektur →

In den Himmel bauen – Veranstaltung und Ausstellung zu Otto Kohtz

Otto Kohtz

Vielen dürfte der Architekt und Architekturkritiker Otto Kohtz nicht mehr bekannt sein, weshalb die Veranstaltung „In den Himmel bauen“, zu der der Berliner JOVIS Verlag und das Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin am kommenden Freitag laden, eine echte Neuentdeckung bieten dürfte.

Kohtz, der nach seinem Studium an der Technischen Hochschule Charlottenburg (heute TU Berlin) u.a. in Berlin mehrere stilprägende Gebäude gebaut hat, ist vor allem auf Grund seiner Haltung gegenüber dem Hochhausbau und seiner architektonischen Utopien interessant.

Im letzten Herbst erschien im Jovis Verlag das Buch „In den Himmel bauen – Hochhausprojekte von Otto Kohtz (1880–1956)“ in dem eine Fülle von Zeichnungen aus Kohtz Nachlass erstmals zusammengestellt und kommentiert werden. Im Kontext mit seinen realisierten Bauten gelingt so eine neue Sicht auf die städtebaulichen Konzepte und architektonischen Intentionen und macht eine Neubewertung seiner Bedeutung für die Baugeschichte des 20. Jahrhunderts möglich.

Die Veranstaltung am Freitag, den 26. Juni 2015 beginnt um 19.00 Uhr

Ort: Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 154, Raum A53, 10623 Berlin

Besonders möchte ich darauf hinweisen, dass Anlässlich der Veranstaltung einige Originalzeichnungen von Otto Kohtz ausgestellt werden. Brigitte Jacob, David Pessier und Wolfgang Schäche werden Kurzvorträge halten.

Um Anmeldung wird gebeten: bornholdt@jovis.de

Die Einladung findet ihr hier weitere Informationen hier

Kunst & Kultur →

Flammable – Hochhauskerzen

© Naihanli&Co

© Naihanli&Co

Die chinesische Designerin und Künstlerin Jingjing Naihan Li hat einige der bekanntesten Hochhäuser und Türme der Welt als Kerzen nachgestaltet. Die Kerzen sind detailliert und maßstabgetreu gestaltet und sind eine kritische Auseinandersetzung mit der Veränderung der Stadtsilhouette durch die emporschießenden Wolkenkratzer.

For someone who is not entirely comfortable with the intrusion of modern skyscrapers into their civic space, watching them burn down can be truly satisfying.
-Naihan Li

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Burj Dubai – Größenwahn, Ästhetik und ein Abgesang

Es ist „Größenwahn“, aber auch „modernste Technologie“ und ein „extrem elegantes Gebäude“ wie der Architekturkritiker G. Matzig im Interview mit den Deutschlandfunk sagt. Denn der gerade erst eröffnete Burj Dubai ist mit seinen mehr als 800 Metern und über 160 Stockwerken das höchste bis heute errichtete Bauwerk der Welt. Dass hierzu natürlich auch eine pompöse Eröffnungschau gehörte, sieht man im obigen Video und einer Fotoserie auf Zeit-Online.

Trotz aller Superlative verkörpert der Burj Dubai wohl nicht die Zukunft, denn die gehört den energieeffizienten und intelligenten Häusern.

Diese klügeren Hochhäuser sind die neue Generation und von daher ist das, was wir in Dubai sehen, eigentlich so ein Abgesang auf die Geschichte der höchsten Häuser. (G. Matzig)

Ein lesens– und hörenswertes Interview, in dem es auch um die städtebauliche Zukunft in Europa geht.


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Höhe, Macht und Maßstab

Der Wettlauf um das höchste Gebäude der Welt ist im vollen Gange und im Internet finden sich diverse Grafiken zu den höchsten menschlichen Bauwerken. Doch folgt man dem Regelwerk des „Council of Tall Buildings and Urban Habitat“ aus Chicago, wie die meisten Medien, ist nicht die totale Höhe eines Gebäudes bei dem Wettlauf entscheidend. Das Büro des Illinois Institut for Technologie ermittelt den Sieger im globalen Wettrennen anhand der Höhe der strukturellen Oberkante des Bauwerkes. Antennen und dergleichen zählen also nicht mit.

Und auch für den Städtevergleich in Sachen Höhe steht ein Bemessungsmaßstab parat. Die Firma Emporis weißt je nach Geschossanzahl einem Gebäude eine Punktezahl zu. Ab 12 Geschossen werden alle Gebäude einer Stadt zusammenaddiert und der Gewinner ist Hong Kong. Bei Wikipedia heißt es, diese Skala würde die „auffälligsten Skylines“ messen. Ob aus diesem Zahlenwert allerdings eine visuelle oder sonstige Auffälligkeit entstehen muss, ist allerdings fraglich.

Hierzu noch die Arbeiten von Nicholas Manion. Denn das Entwerfen, Bezahlen und Beurteilen von Höhe hängt auch irgendwie mit Geld und Macht zusammen.

Für Audiophile noch zwei aktuelle Links des Deutschlandradios (ein Interview mit Werner Sobek, Ingenieur und ein hörenswerter Bericht zur geschichtlichen und aktuellen Hochhausmanie)

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