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Schlagwort »Interaktion«
Kunst & Kultur →

Die Ampel als Spielkonsole

Die Disziplin an einer roten Ampel zu warten ist in verschiedenen Ländern, ja, sogar in verschiedenen Städten desselben Landes äußerst unterschiedlich ausgeprägt. Während in New York die Farbe der Fußgängerampel bestenfalls informativen Charakter zu haben scheint, halten sich die Menschen in Warschau stoisch an die aktuell angezeigte Ampelfarbe.

Ob nun Rotgänger ein Problem sind oder nicht, eine witzige Idee, wie man die Disziplin erhöhen könnte, hatten die Design-Studenten Sandro Engel und Holger Michel aus Hildesheim: Anstelle des üblichen Tasters, mit dem man das Grünsignal anfordern kann, könnte doch dort eine Variante des Pong-Spiels auf einem Touchscreen laufen, bei dem man mit seinem Gegenüber während der Wartezeit ein kurzes Match spielen kann. Nicht nur, dass es einen Anreiz gäbe, stehen zu bleiben bis grün ist, es könnten auf diesem Wege auf spontane Interaktionen zwischen Fremden Personen entstehen. Schöne Idee!

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Die Jagd nach urbanen Glühwürmchen

Ob Nintendo Wii, Microsoft Kinect oder Playstation Move, Computerspiele nutzen mittlerweile zunehmend die Möglichkeit der Steuerung über die Erfassung der Körperbewegungen der Spieler. Doch das Spielen erfolgt dabei weiterhin mit wenigen, sich bekannten Menschen, meist in den eigenen vier Wänden.
Dass diese Technologie aber besonders gut für die Interaktion von Unbekannten im öffentlichen Raum eignet, zeigen Victor Diaz und Sergio Galán, die das Spiel »City Fireflies« entwickelt haben. Auf einer Brandwand in Madrid wird das Spiel, das wie eine Mischung aus Spaceinvaders und Pac Man aussieht, projiziert. Die Aufgabe der Spieler ist es die Glühwürmchen im 8-Bit-Stil vom „Bildschirm“ (sprich: der Hauswand) zu wischen.
Doch wie kann es gelingen, dass Passanten bei einem solchen Spiel kurz anhalten und mitmachen? Die Ausleihe von Controllern, wie bei der Wii kommt da nicht infrage, da dieser Aufwand bereits viele davon abhalten würde, mitzuspielen. Aber was hat heute eigentlich jeder dabei? Richtig: ein Handy. Also genügt es bei „City Fireflies“ das Display des Handys in Richtung der Glühwürmchen zu halten und schon kann jeder Passant mitspielen. Es ist keine App nötig, das System erkennt die leuchtenden Displays.
Spieler können jederzeit dem Spiel beitreten oder es verlassen, denn es läuft kontinuierlich weiter. Auch das minimiert die Hemmschwelle, mal kurz mitzumachen.

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