Städtebau & Architektur →
Selbstmarkting 2.0 – wie ArchitektInnen soziale Netzwerke nutzen
Soziale Online-Netzwerke werden ein immer wichtiger Teil der Kommunikation zwischen Freunden, Bekannten sowie Arbeitskollegen. Jugendliche nutzen Facebook und StudiVZ um sich zu verabreden, während man im Arbeitsleben mit Xing seine Kontakte pflegt. Doch welche Erwartungen hegen die Benutzer an diese neue Form der Kontaktpflege und -suche? Dem Aspekt der Selbstdarstellung in diesen Netzwerken bei ArchitektInnen ging Norma Demuro in ihrer Masterarbeit an der Universität Duisburg-Essen nach.

Nur über sein Werk an neue Aufträge zu kommen reicht nur in den wenigsten Fällen (Quelle: cinema-journal.blogspot.com)
In der Arbeit mit dem Titel „Selbstmarketing 2.0“ prüfte sie, ob und in welchem Maße die Selbstdarstellungstechniken einzeln oder kombiniert von Architekten auf sozialen Online-Netzwerken eingesetzt werden. Darüber hinaus wurde geprüft, welche Ziele Architekten mit der Teilnahme an einem sozialen Online-Netzwerk verfolgen und in welchem Maße diese Erwartungen erfüllt werden.
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wird bald im Internet unter www.marketing-2punktnull.com veröffentlicht werden. Über die ersten Ergebnisse berichtet Norma Demuro in diesem Interview.
In den Architektur-Fachmedien wurde das Thema Netzwerke in den letzten Jahren öfters behandelt, jedoch selten unter dem Aspekt der Selbstvermarktung. Was macht für Sie das Besondere dieses Themas aus?
Betrachtet man soziale Netzwerke aus der beruflichen Perspektive, verbindet man mit der Pflege und dem Ausbau seines Netzwerkes auch das berufliche Fortkommen. In der Kommunikation mit dem Geschäftspartner wird man sich daher positiv darstellen wollen.
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Mies aus dem Off

(Quelle: www.flickr.com)
Keiner sagt es wie ein Meister. Bei BBC gibt es Auszüge eines Interviews auf Englisch mit Mies van der Rohe zum Nachhören. Erstaunlich ist der harte deutsche Akzent von Mies, obwohl er zum Zeitpunkt des Interviews, 1959, schon über 20 Jahre in den Vereinigten Staaten gelebt hat und bereits amerikanischer Staatsbürger war.
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Stadtplanung, Architektur und Moral

Der CCTV-Tower von Koolhaas und Scheeren (Foto von ssedlmayr1)
Alber Speer Jr. antwortet in einem Interview mit der FR, dass er mit seinen Stadtplanungsprojekten, wie z.B. in Anting, nicht das Regime stützt. Vielleicht auch ein berechtigtes Argument, wenn man bedenkt, dass dies städtebauliche Projekte sind und keine repräsentativen Bauten.
Für solche Gebäude ist die Diskussion schon schon heftiger geführt worden (u.a. Bauten des Bösen, Bauen für Despoten). In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf das Interview mit dem Architekten C. Ingenhoven (mp3-Format) hingewisen, der sich mit der Frage nach Moral in der Architektur beschäftigt. So kritisiert Ingenhoven die “Planung von Prestigegebäuden in Unrechtsregimen” (dradio.de) und spricht sich dafür aus, dass über die Frage der moralischen Verantwortung in der Architektur- und Planerszene diskutiert wird.
Ein Bericht im Spiegel, mit dem Titel “Der Speer-Faktor” (allerdings ist diesmal der Vater gemeint) geht der Frage nach, wie “es Baukünstler mit der Moral halten”. Und G. Matzig feiert die Architektur von Koolhaas CCTV-Tower und stellt gleichzeitig die moralische Frage nach solchem Tun. Wie die Antwort auszufallen hat, muss wohl jeder für sich ausmachen.
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Interview mit dem AAA zum Sproutbauprojekt

Abb. 1: Tanzcafé – auf der Dachterrasse des Sproutbau (¬© by T. Buchholz)
Im Rahmen des Projektes „Sproutbau – ein Wohnexperiment“ bewohnten während des Sommers 2007 Menschen aus verschiedensten Teilen der Welt für einen Monat ein leerstehendes Hochhaus am Rande der Hansestadt Bremen. Sie konnten in dem zum Abriss bestimmten Wohnhaus ihren „Fantasien zur individuellen Umgestaltung innerer und äußerer Wohnbereiche freien Lauf zu lassen“ – wie es auf der Projektseite heißt. Die Teilnehmenden feierten somit den Abschied von dem Gebäude.

Abb. 2: Ein leerstehendes Haus – der Sproutbau (¬© by D. Schnier)
Welche Wohnutopien dabei umgesetzt wurden und wie sich das Projekt in die Umgebung integrierte, fragten wir Daniel Schnier und Oliver Hasemann, die als Mitglieder des Autonomen Architektur Ateliers (AAA) an der Projektleitung beteiligt waren.
Urbanophil: Stellt ihr euch kurz vor?
AAA: Das Autonome Architektur Atelier geht auf eine Initiative von Daniel Schnier zurück, der das Atelier Arbeitssuchender ArchitekturabsolventInnen initiierte. Ziel war es, sich ein eigenes Netzwerk zu schaffen, dass den etablierten Strukturen trotzen kann.
2006 war dann das Geburtsjahr des Autonomen Architektur Ateliers (AAA). Beteiligte waren Daniel Schnier (Dipl. Ing. Architektur FH), Oliver Hasemann (Dipl. Ing. Raumplanung) und Alexander Kutsch (Dipl. Ing. Raumplanung). Aktuell sind wir nur noch zu zweit, da Alexander das Büro verlassen hat. Es fing an mit den urbanen Spaziergängen, die insbesondere Olivers Werk waren. Und mit der Zeit haben wir unterschiedliche Projekte wie die urbanen Spaziergänge, move.it!! (Initiator Medienkünstler BNC) und eben auch Sproutbau (Initiatorin Christina Vogelsang) durchgeführt. Dabei versuchen wir, Stadterlebnisse zu vermitteln und urbane Experimentierfelder zu eröffnen.

Abb. 3: Das Team des AAA (v.l.n.r. A. Kutsch, O. Hasemann, D. Schnier) (© by Cathrin Eisenstein)
Wie kam es zu eurer Mitwirkung an dem Projekt Sproutbau?
Die Initiative ging von Christina Vogelsang aus, die uns bei einem unserer urbanen Spaziergänge durch die Bremer Überseestadt im Februar 2007 ansprach und fragte, ob wir nicht Lust hätten, bei dem Projekt mitzumachen. Von ihr kam die Idee, da sie schon einmal ein Hochhaus bespielt hatte. Dieses Projekt – Tenever Paradies – dauerte nur 2 Tage, Sproutbau hingegen über einen Monat. Und dafür suchte sie noch Mitstreiter. So gründete sich das TEAM N.
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Urban Podcast und Architekturfilme
Alle die beim Mini-Marathon mit Rem Koolhaas und Hans Ulrich Obrist in Kassel nicht dabei waren, können sich Mitschnitte der Veranstaltung im Internet anschauen. ZU sehen sind die Interviews mit Gottfried Böhm sowie dem Historiker und Schriftsteller Karl Schlögel (der die tollen Bücher Marjampole und Im Raume lesen wir die Zeit geschrieben hat).
Aber nicht nur diese Veranstaltung ist nun im Internet anzuschauen. So bietet das Internetforum Architekturclips ein ganze Reihe an Filmen zum Thema Architetur und Stadtentwicklung an. Nenneswert ist hierbei das Interview mit den Architekten von Graft, die die Bedeutung des Kirchenchors für ihr Büro erläutern, ein Interview mit dem Biennale Direktor Burdett oder auch die klare Ansage des Urbanaktivisten Martin Kaltwassers an den ehemaligen Berliner Senatsbaudirektor Hans Stimmann.
Ein regelmäßiges Podcast zum Thema Architektur findet sich auf der Seite apalaver.com. Aber auch auf dradio.de (wir berichteten bereits) finden sich immer wieder interessante Interviews oder Berichte, wie etwa das Interview mit Walter Prigge oder auch der interessante Bericht “Zur Konstruktion territorialer Identität” in Nahost.
Also ein ganze Bandbreite an interessanten Gesprächspartnern und Themen. Reinhören und reinschauen! Viel Spass…


