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Schlagwort »Istanbul«
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YEKPARE – Die Geschichte Istanbuls als Fassadenprojektion

Istanbul, Konstantinopel, ein Ort mit eine langen, bewegten Geschichte. Diese 8.500 Jahre lange Geschichte wurde vom Projekt “Yekpare” erzählt, das im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 entstand. Das Besondere an diesem Projekt war jedoch, dass die Geschichte in einer Fassadenprojektion erzählt wurde. Und projiziert wurde auf einen ebenfalls sehr geschichtsträchtigen Ort: Den Bahnhof Haydarpasa, direkt am Bosporus gelegen, einst als Ausgangspunkt der Bagdad-Bahn in Wilhelminischem Stil gebaut.

“Yekpare” is a storyteller which narrates the 8500 year story of Istanbul. The story embraces symbols from Pagans to Roman Empire, from Byzantine Empire to Latin Empire, and finally from Ottoman Empire to Istanbul at the present day.

Haydarpa?a Train Station, with its brilliant architectural forms, is the building on which the story is projected. The connection between middle east to west has been provided by Istanbul and Haydarpa?a since 1906.

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Stadtentwicklung in Istanbul

Eine internationale und interdisziplinäre Gruppe von Forschern hat eine sehr lesenswerte Publikation zur Stadterneuerung in Istanbul veröffentlicht. Unter dem Titel “Living in voluntary and involuntary exclusion” beleuchten die Beiträge insbesondere die zunehmende Segregation in Europas größter Metropole.

Istanbul has always been a world city. The capital of two successive Empires, Byzantine and Ottoman, Istanbul was a glorious imperial city from the fourth century to the early twentieth century. As a locus of cultural diversity, one of the merits of its urban culture was in its imperial way of cultivating modes of co-existence between different ‘worlds’. Today, once more, it takes its place in the forefront of the global scene. Yet, as a global city, it has become an arena of excruciating inequalities and intransigent divisions. Now is the time to recover the city’s gift to develop new creative modes of co-existence, but this time in such a way that it can offer to all its inhabitants equitable access to its generous urban resources.

Unter den Beiträgen finden sich mehrere Interviews, die für den Dokumentationsfilm “Ekümenopolis” geführt wurden.

Download: » Istanbul: Living in voluntary and involuntary exclusion (PDF, 22 MB)

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»Ara Gülers Istanbul ist mein Istanbul« (Orhan Pamuk)

Ara Güler, Starfotograf, der eine Vielzahl an bedeutenden Personen fotografisch portraitiert hat, hat zugleich seine Heimatstadt Istanbul im Bild festgehalten. Seine Fotos aus den 1950er und -60er Jahren zeigen ein Istanbul, das so heute nicht mehr existiert. Seine schwarz-weiß Aufnahmen zeigen die Stadt vor dem explosionsartigen Bevölkerungszuwachs und dem Siegeszug der westlichen Einzelhandelsketten. Im Mittelpunkt seiner Fotos standen immer die Menschen – wenn er die Hagia Sophia fotografierte, war für ihn der vorbeilaufende Mensch das Interessanteste.
Ara Güler hat sein Fotoarchiv digitalisieren lassen und es ist auf seiner Webseite kostenlos einsehbar.
Der Spiegel hat 2007 eine Portrait von Ara Güler veröffentlicht: »Das scharfe Auge des alten Istanbul«
Ein Bildband mit Gülers Istanbul-Fotos wurde 2009 im Dumont-Verlag veröffentlicht. Das Vorwort schrieb Orhan Pamuk: Ara Güler | Istanbul | Orhan Pamuk

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Ekümenopolis – oder das Ende von Istanbul

Mit über 12,5 Millionen Einwohnern ist Istanbul die zweitbevölkerungsreichste Stadt der Welt. Von diesen 12,5 Millionen Bewohnern sind nahezu 2/3 in den letzten 30 Jahren nach Istanbul zugezogen. Die Stadt am Bosporus hat zunehmend mit den Folgen der Landflucht in der Türkei zu kämpfen. Der Verkehr ist am Rande des Infarkts (oder darüber hinaus). Die Zeit, die Pendler im Stau stehen ist enorm. Der ÖPNV, der hauptsächlich aus Bussen besteht, steht ebenfalls (mindestens) in der Rushhour nahezu still. Auch der sich aktuell im Bau befindliche Marmaray-Tunnel wird das Problem nur lindern, nicht beheben können. Auch ökologisch und ökonomisch wird die Situation in Istanbul immer problematischer. Der wirtschaftliche Aufschwung hat auch zugleich die sozialen und urbanen Disparitäten verschärft. In rasendem Tempo entstehen immer neue teuere Apartmentblocks, die die Segregation zunehmend vorantreibt. Dadurch wächst die Stadt immer weiter und die Verkehrswege werden länger. So gibt es nun die Forderung nach einer dritten Bosporus-Brücke – mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt und die bestehenden urbanen Strukturen.

»In Istanbul, you have crossed the ecological limits, crossed the population limits, crossed the economic limits. If you ask me where this is all going to lead, I will quote from Dogan Kuban: chaos.«
Mücella Yapici, Istanbul Chamber of Architects

Der Film »Ekümenopolis: Ucu olmayan sehir« von Imre Balanli (Interview) beleuchtet in vielen Interviews genau diese Entwicklung in Istanbul. Er befindet sich derzeit in der Postproduction-Phase und soll Ende 2010 erscheinen.

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ARCH+ Heftpräsentation und Release Party

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Am Freitag den 4. Dezember erwartet uns in der Brunnenstraße 9 eine ‘doppelte Releaseparty’ für die beiden letzten Arch+ Ausgaben zu den Themen ‘Istanbul’ und ‘Bruno Taut’. Dabei kann zugleich ein Gebäude in Augenschein genommen werden, das in architektonischen Kreisen einige Aufmerksamkeit erlangt hat und der Berliner Neugier auf immer neue Locations neues Futter gibt: das neue Galerie- und Ateliergebäude von Arno Brandlhuber.

18:00 Uhr
Begrüßung, Nikolaus Kuhnert und Anh-Linh Ngo, ARCH+

18:15 – 19:00 Uhr
ARCH+ 194 BRUNO TAUT: ARCHITEKTURLEHRE
mit Manfred Speidel

Kurz vor seinem Tod Ende 1938 hat Bruno Taut im türkischen Exil sein theoretisches Vermächtnis, die Architekturlehre, fertiggestellt. Die Erstveröffentlichung in türkischer Übersetzung erschien posthum Anfang 1939. Nach genau 70 Jahren hat ARCH+ die Architekturlehre mit dem originalen Bildkonzept Tauts als ARCH+ Ausgabe herausgebracht. Manfred Speidel, Taut-Experte und Herausgeber der Schriften Bruno Tauts, wird den Abend mit einem kurzen Vortrag über die Entstehungsgeschichte der Architekturlehre und Architekturüberlegungen im japanischen und türkischen Exil einleiten. Im Anschluss daran sprechen wir mit Manfred Speidel über die Bedeutung der Architekturlehre aus heutiger Sicht.

19:15 – 20:00 Uhr
ARCH+ 195 ISTANBUL WIRD GRÜN
mit Hilmar von Lojewski

Neben dem hinlänglich bekannten Phänomen der Selbsthilfe in der Stadtentwicklung Istanbuls bringt die neue ARCH+ Ausgabe unterschiedliche Aspekte der Stadtpolitik Istanbuls zur Sprache. “Istanbul wird grün” beschreibt nicht nur die politische, sondern auch die ökonomische und gesellschaftliche Seite der derzeitigen Stadtentwicklung. Mit Hilmar von Lojewski, ehemaliger Abteilungsleiter der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, sprechen wir über die Thesen des Heftes vor dem Hintergrund seiner langjährigen persönlichen Erfahrung mit der Entwicklung Istanbuls sowie seiner derzeitigen Arbeit als Leiter des GTZ-Programms Nachhaltige Stadtentwicklung in Syrien.

Ab 20:00 Uhr
ARCH+ RELEASE PARTY

Anlässlich der Fertigstellung des Galeriegebäudes von Arno Brandlhuber in der Brunnenstraße 9 (siehe Feature in ARCH+ 195) können Sie im Anschluss an die Heftvorstellung das Haus bei einem Getränk individuell entdecken. Die Galerie KOW bleibt aus diesem Anlass bis 20 Uhr geöffnet. DJ Zigan Aldi wird den Abend mit seinen BalkanOrientalGrooves musikalisch abwechslungsreich gestalten.

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