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Schlagwort »Kirche«
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Literaturüberblick: Kirche in der Stadt

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Über ein Jahr nach der Konferenz „Stadt_Kirche“ zeigt sich eine gewisse Dynamik im Umgang mit (kirchlicher) Religiosität in der Stadt. Neben weiteren Tagungen, die in diesem Themenfeld durchgeführt wurden, erscheinen auch aus verschiedenen Richtungen Publikationen, die sich damit beschäftigten, inwiefern Religion in der Stadt und vor allem inwiefern Kirche in der Stadt neu gedacht werden muss. Wir möchten vor diesem Hintergrund einige Bücher hierzu in einem Blitzlicht zusammenzufassen – natürlich nicht als abschließende Übersicht, aber vielleicht als Impuls, um weitere von unseren Lesern genannt zu bekommen. Dabei kann in diesem Blitzlicht ganz allgemein ein baulich-historischer Zugang von einem theologisch-sozialwissenschaftlichen getrennt werden. Während im ersten Strang die Wertigkeit von Betonkirchen (Voigt/Bernau: Beton und Glaube. Kirchen in der Nachkriegsmoderne in Berlin, Berlin 2014) und die aktuelle Umnutzungsdebatte (StadtbaukulturNRW [Hg.]: Kirchen geben Raum. Empfehlungen zur Neunutzung von Kirchengebäuden, Gelsenkirchen 2014) sowie ästhetische Erwägungen zu Moscheebauten (Kleine: Neue Moscheen. Entwürfe und Visionen, Berlin 2014) eine Rolle spielen, geht eine Publikation im zweiten Strang der Frage nach, wie Mission in der Stadt kirchlicherseits neu gedacht werden kann (Hermann/Schönemann: Evangelium.Stadt.Kirche, Regensburg 2014).

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Tagung: Digitaler Sakralbauatlas

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Abb. T. Meier

Wir haben uns Ende letzten Jahres ja schon im Rahmen der Tagung „Stadt_Kirche“ mit den verschiedenen Schnittstellen zwischen städtischen und kirchlichen Akteuren beschäftigt (Tagungsbericht). Insofern ist es erfreulich zu sehen, dass auch an anderer Stelle in eine ähnliche Richtung gedacht wird und wir gerne auf eine spannende Tagung hinweisen: Am 21. März findet an der Bauhaus-Universität Weimar die Tagung „Digitaler Sakralbauatlas. Standortbestimmung für Deutschland“ statt. Dort wird vor allem der Frage nachgegangen, wie unter veränderten demografischen Bedingungen mit dem Bestand an Sakralbauten umgegangen werden kann. Vor allem soll der Gedanken erkundet werden, ob ein digitaler Sakralbauatlas eine Entscheidungsgrundlage für eine Entwicklung der Gebäudesubstanz bieten könnte und wie dieser aussehen müsste.

Nähere Informationen können der Einladung entnommen werden, um Anmeldung wird gebeten.

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Adventskalender Tag 8: Die Kirche Santa Prassede

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Die Kirche Santa Prassede in Rom / Apsis, Quelle: wikimedia/Welleschik, CC-BY-SA 3.0,http://wikipedia/commons/d/d9/Apsis_mosaic_S_Prassede_Rome_W1.JPG

Ich schaue mir gern Kirchen an. Ich liebe die Ruhe, das Eintauchen in eine andere Welt. Und die schönste Kirche Roms ist die Santa Prassede.

Ich habe sie durch Zufall entdeckt – der Eingang liegt in einer Seitenstrasse und man erwartet nicht, so ein Kleinod hinter diesen Mauern zu finden.
Santa Prassede, benannt nach einer römische Jungfrau und Märtyrin aus dem 1./2. Jahrhundert, ist das bedeutendste Beispiel byzantinischer Kunst in Rom.
Im Jahr 822 wurde sie eigentlich in Auftrag gegeben, um zahlreiche Überreste von Märtyrern aufzunehmen. Sie wurde mehrmals umgebaut, aber der frühchristliche Charakter der Basilika ist dennoch erhalten geblieben.

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Rückschau zur Tagung „Stadt_Kirche“

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Abb. A. Galda

Wieso Kirche? Ist religiöses Handeln in den Städten nicht sowieso bald obsolet und sollte man den Fokus nicht lieber auf einen anderen Themenbereich legen, der zukunftsträchtiger ist? Gibt es nicht zentrale Themen, die derzeit in Stadtplanung und Architektur diskutiert werden?

Sicherlich, jeder muss sich seine eigene Meinung bilden und auch ich kann hier an dieser Stelle nur eine persönliche Reflektion anbieten, aber meiner Meinung nach hat die Tagung „Stadt_Kirche“ Anfang Oktober zumindest gezeigt, dass solche Fragen gestellt werden müssen.

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Die Geschichte der Kirche im Wandel

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Abb. G. Ballewski

Am vergangenen Donnerstag, dem Tag der Deutschen Einheit, eröffnete eine Ausstellung in der Himmelfahrtkirche an der Gustav-Meyer-Allee im Brunnenviertel Berlin. Es ist eine Dokumentation über die Kirchengemeinde und der Kirche im Wandel der Zeit und insbesondere des sich verändernden Berliner Stadtteils Wedding.  Am Montag, den 7. und 8. Oktober wird die Kirche Veranstaltungsort der Tagung „Stadt_Kirche“ von urbanophil sein.

Die Ausstellung ist in den Kirchenräumen integriert. So wird euch die Architektur des Nachkriegsarchitekten Otto Bartning während des Rundgangs erlebbar:

Im Brautgang wird der Kirchenbau des Baumeisters Otto Bartning gezeigt, der 1956 diese Kirche als Bau der Moderne errichtete. Weiter durch den Inneneingang betritt man den Kirchenraum mit seinem großen Fenster und 11 Tafeln an den Wänden, die jeweils die Kiezgeschichte von 1888 bis heute und die Gemeindegeschichte der Himmelfahrtkirche von 1893-2013 zeigen. Am Ende der Ausstellung  werden in der Winterkirche, dem Vorraum, die Biographie und das architektonische Schaffen von dem Architekten August Orth, der die ursprüngliche Himmelfahrtskirche entworfen hat, dargestellt.

Interessant ist insbesondere die Geschichte der Himmelfahrtkirche innerhalb der verschiedenen turbulenten Ereignisse der deutschen Geschichte. Dazu gehören Umzug und Neubau der Kirche, Veränderung der Gemeindestruktur und der Zusammenhalt der Gemeinde der Himmelfahrtkirche. Die Ausstellung stellt deswegen nicht nur die Bedeutung der Kirchenarchitektur dar, sondern präsentiert auch Gemeindegeschichte als einen wichtiger Faktor.

Am 7. und 8. Oktober bei der Tagung „Stadt_Kirche“ werden wir das Thema tiefgründiger diskutieren mit den Fragen: was ist das Verhältnis zwischen Stadt und Kirche – damals und heute? Und wie nutzen wir die Räumlichkeiten der Kirchen um, wenn sie in ihrer ursprünglichen Funktion nicht mehr genutzt werden? Wir laden euch herzlich ein mit uns zu diskutieren.

Autorin: Sofie Krogh Christensen, urbanophil

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