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Schlagwort »Lichtverschmutzung«
Video, Film & Fotografie →

Das Video zum Wochenende | Der Lichtdieb

Der Verlust der Nacht ist schon seit einiger Zeit Gegenstand der Forschung. Die Allgegenwärtigkeit künstlichen Lichts in der Stadt wurde vom BMBF-Forschungsprojekt seinerzeit so beschrieben:

Da Licht positiv mit Werten wie Sicherheit, Wohlstand und Modernität besetzt ist, neigen wir dazu, unsere Umgebung intensiv zu beleuchten. Doch was unschätzbare Vorteile bringt, hat auch eine Schattenseite: Die Lichtverschmutzung.

Dieser schöne, kleine Kurzfilm zeigt, wie man auch in einer Stadt endlich mal wieder die Schönheit des nächtlichen Sternenhimmels genießen kann: Mal stibitzt die Glühbirnen der gesamten Stadt.

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Sternenstädte

© Thierry Cohen

© Thierry Cohen

Der aus Paris stammende Künstler Thierry Cohen arbeitet seit 2010 an seiner Fotoserie »Villes Éteintes«, in der er wunderbare Fotomontagen von verdunkelten Städten kreiert. Dabei macht er zunächst ein Foto von der Stadtszene und notiert sich dabei exakt die Uhrzeit, den Aufnahmewinkel sowie die Längen- und Breitengrade. Mithilfe dieser Informationen nimmt er dann Fotos vom Sternenhimmel über den Wüsten dieser Welt, die der Mojave, Sahara oder Gobi, die er dann in den Hintergrund der urbanen Szene montiert. So entsteht ein so wohl nie in der Realität zu erlebender Moment ganz ohne Lichtverschmutzung, selbst an den am stärksten beleuchteten Orten der Welt, wie in Tokyo oder New York.

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Gefährdete Lichter der Stadt

Historische Gaslaterne am Klausener Platz, Charlottenburg

Historische Gaslaterne, Typ "Modellleuchte", am Klausener Platz in Charlottenburg. Quelle: C. Kloss

Das warme Licht des Sonnenuntergangs gehört zur Urlaubspostkarte aus dem Süden, das Polarlicht ist ein Grund für Urlaub im Norden, im sommerabendlichen Straßencafé müssen Teelichter in papierumwickelten Gläsern flackern, zum Dinner gehört der ruhige, dämmrige Kerzenschein und zum Berliner Straßenraum die Gaslaterne. Licht ist entscheidend für die Atmosphäre eines Ortes. Das trifft auch auf die Städte zu, wo zur nächtlichen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum die Straßenbeleuchtung eine der wichtigsten Komponenten ist – die Art der Laternen und des Laternenlichts erzählt von der Beschaffenheit des Quartiers und wirkt auf dessen Attraktivität und Nutzerfreundlichkeit: helles Schlaglicht markiert eher die Ortsausgangsstraße, Flutlichter weisen auf das Stadion, Peitschenlaternen stehen meist an Verkehrsknoten und sanftes, warmorangenes Licht brennt meist dort, wo die Menschen bis tief in die Nacht im Café sitzen. Warmes Licht generiert vor allem die Gaslaterne, die insbesondere das Berliner Nachtbild prägt. Mal wieder heißt es, sich selbst ein Bild zu verschaffen bei nächtlichen Spaziergängen und zwar schnell, denn wenn es nach dem Senat geht, gehen in den historischen Gaslaternen bald die Lichter aus.

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Urbanes Sternegucken

Lichtverschmutzung wird zunehmend erster genommen und die Vermeidung als eine Teilaufgabe der Stadtplanung verstanden. Offensichtlichste Folge der permanenten Präsenz von Licht in der Stadt ist, dass man (fast) keine Sterne mehr sehen kann.
Aus diesem Grund hat der französische Künstler und Produktdesigner Oscar Ihermitte das Projekt »Urban Stargazing« initiiert.

The Urban Stargazing project focuses on bringing back the stars in the city sky by recreating existing constellations and adding new ones, narrating old and contemporary myths about London. Twelve groups of stars have been installed at different locations in the city, and can only be observed by the naked eye at night time.

Es gibt 12 verschiedene Sternbilder, die in London über Plätze oder in Parks gespannt werden und so Sterne in der Stadt wieder sichtbar machen. Neben einigen „Klassikern“, hat Ihermitte auch noch ein paar eigene Kreationen beigefügt. Da bleibt also nur die Frage, ob die Stadtbewohner überhaupt noch die Sternbilder ausreichend gut kennen und Inhermittes Erfindungen erkennen können. Schließlich sind nur die wenigsten regelmäßig sichtbar.

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