Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Schlagwort »Mapping«
Kunst & Kultur →

SA. 20.04.2013 14:00 Uhr: STADTFORSCHERTRAINING #02 mit Eva Reblin

Die Straße, die Dinge und die Zeichen – ein semiotischer Spaziergang entlang der Potsdamer Straße von und mit Eva Reblin

Dass jenes Straßenschild den Namen der Straße anzeigt, sehen und wissen wir. Wir wollen uns aber fragen, in welcher Weise es dies tut. Und ist dieses Haus eben nur ein Haus, in dem man wohnt oder arbeitet? Oder finden wir in ihm nicht eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Bedeutungs(ge)schichten? Wann werden die Straßendinge zu Zeichen? Können wir unterschiedliche Arten dieser Ding-Zeichen unterscheiden? Und wenn wir Kenntnis über das Vorhandensein und die Beschaffenheit von Zeichen erlangt haben, wie können wir diese auslesen? Kann eine bestimmte Nutzung oder Nicht-Nutzung ebenfalls ein Zeichen sein? Einige Grundbegriffe der Semiotik, der Wissenschaft von den Zeichen, sollen uns hier helfen, nach Antworten zu suchen.

wulle

Bei der Renovierung kommen alte Zeichen mit neuen Bedeutungsschichten zum Vorschein. Foto KMD

Video, Film & Fotografie →

Das Video zum Wochenstart | Wide Web World

Paul Wex hat Bilder vom Nokia 3D Maps-Dienst genommen und diese zu schicken 3D-Kamerafahrten über verschiedene Städte, Suburbs oder Landmarken auf der ganzen Welt zusammengesetzt. Viel Spaß und guten Wochenstart!

Digitale Stadt →

Stadt der Ströme Konferenz | Rückblick 1 | Datenströme, Adressaten und Wetterkarten

Ambitioniert und gut besetzt war die Stadt der Ströme Konferenz – mit einem elementar wichtigen Anspruch: Nämlich der Auseinandersetzung mit den “vielfältigen Schnittstellen zwischen digitaler und analoger (physischer) Stadt”, wie es im Vorwort heißt. Dabei sollten die “Wechselwirkungen zwischen neuen digitalen Services und Lebenswelten und Entwicklungen in der Architektur, Stadtplanung, Quartiersmanagement etc.” diskutiert werden. Das Programm versprach einiges und lies auf neue Erkenntnisse hoffen.

Der erste Teil Datenströme „Mapping the City“, an der ich teilnahm, war eine gelungene Einführung in die neuen Möglichkeiten der Stadtkartografie und den damit einhergehenden neuen Ansätzen der Stadtanalyse und Visualiserung.

Den Auftakt der Vorträge machte Till Nagel, der 3 Projekte vorstellte, die Studierende entwickelt hatten und die sich die vielfältigen  digitalen Datenströme und Datenspuren zu Nutze machen. Das Projekt Splendor zeigt den Mehrwert von georeferenzierten Metadaten – die Ausertung dieser zeigt, “aus welcher Perspektive Fotoaufnahmen vorzugsweise gemacht werden und welche Regionen und Sehenswürdigkeiten besonders stark frequentiert sind.” Weiteren Projekte waren Venice unfolding und Liquidata. Einen Schritt weiter in Bezug auf Visualisierung, aber der Auswertung und Analyse der vorhandenen Datenströme, geht das Projekt LiveSingapure, bei welchem beispielsweise die Informationen über Ein- und Auschecken in Bus und Bahn für genaue Auslastungs- und Bedarfsanalyse der im ÖPNV genutzt werden können.

Hier anknüpfend machte sich Michal Migurski daran, mit eben soviel Spirit und die Begeisterung weitere spannende Projekte vorzustellen. Dabei stellte er die These auf, dass die Datenvisualisierung selbst inzwischen nicht mehr die wirklich Herausforderung ist – “visualisation problems are solved”, da es es in diesem Bereich inzwischen genug Kompetenz und Tools gibt. Viel wichtiger sei nun der Umgang mit den Daten, deren Aufbereitung, ihre Interpretation und das richtige In-Kontext-Setzen. Beispiele für gelungene Visualisierungen zeigte er natürlich auch: beispielsweise die auf OpenstreetMap basierenden Maps, in denen man zwischen grafisch-reduzierten (toner) und eher spielerisch-atmosphärischen Karten (watercolor) wählen kann.

Digitale Stadt →

Verlosung | Stadt der Ströme

Der Veranstaltungsort der Konferenz, das Hans Otto Theater in Potsdam

Die Konferenz Stadt der Ströme findet nächste Woche (12.-14. Juli) in Potsdam statt und hält eine Menge an spannenden Vorträgen bereit, wie sich dem aktuellen Programm entnehmen lässt. In der Session “Wie sich die Wahrnehmung der Stadt durch die digitalen Technologien verändert”, werden bspw. Stamen Design spannenden Projekte aus den Bereichen “Visualizing urban data” und Till Nagel über “Geovisualiserung” vorstellen.

Wer diese und all die anderen spannenden Vorträge und Diskussionen nicht verpassen möchte, der kann nun eine Eintrittskarte gewinnen. Einfach eine bis heute 17 Uhr Mail an s.hoeffken(at)urbanophil.net mit dem Betreff “Ja, ich will” schreiben. Viel Erfolg!

Digitale Stadt →

Der digitale Kiez

Dass einzelne Kieze, bzw. Quartiere, ihren individuellen Charakter haben, ist bekannt und macht Städte so interessant und abwechslungsreich. Zudem können sie identitätsstiftend wirken und  Zusammengehörigkeitsgefühl fördern. Ein Projekt der School of Computer Science der Carnegie Mellon University versucht nun virtuelle Kieze aufgrund digitaler Vernetzung zu erfassen. Hierzu werden die Check-Ins des Geo-Sozialen Netzwerks Foursquare ausgewertet und miteinander in Bezug gesetzt, wenn sie eine räumliche oder soziale Nähe haben.

Our research hypothesis is that the character of an urban area is defined not just by the the types of places found there, but also by the people that make it part of their daily life. To explore this idea, we use data from approximately 18 million check-ins collected from the location-based social network foursquare, and apply clustering algorithms to discover the different areas of the city.

Es entstehen sogenannte Livehoods, die sich in den Grenzen, aber auch in der Einschätzung des Gebiets von den bisherigen unterscheiden. Karten gibt es aktuell für NY, San Franciso und Pittsburgh. Es bleibt spannend zu sehen, in wie weit die Idee – nämlich Understanding cities through social media - erfolgreich ist und neue wichtige Erkenntnisse über unsere Lebensumfeld bringt.
Danke an Eric für Hinweis

nach oben ↑
Themen