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Schlagwort »Mapping«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Virtuelle Rekonstruktion Berlins?

Gerade eben habe ich noch vor lauter Freude über das neue 3D-Stadtmodell in Google Earth berichtet, nun machen sich die ersten Zweifel breit. Denn bei genauerer Betrachtung werden so manche moderneren Gebäude mit historisierenden Fassaden gemappt. So z.B. das Alexanderhaus (das Haus neben der Weltzeituhr) am Alexanderplatz (zur Orientierung das Haus des Lehrers im Hintergrund, welches korrekt dargestellt wurde).


Bild: Alexanderhaus in Google Earth

Stecken am Ende Stimmann und Konsorten dahinter? Kommt die vollkommene Rekonstruktion nun virtuell – im hochtechnischen Gewand von Google Earth? Haben die alten Hasen, die schon den Palast der Republik und das Ahornblatt haben abreissen lassen und für solche architektonischen „Highlights“ wie die Rekonstruktion des Kommandantenhauses mitverantwortlich sind, mit am 3D-Modell herumgebastelt? Ist die vielversprochene digitale Zukunft nur ein Rückschritt in die verklärte Vergagenheit?

Zum Glück nicht. Am Ende sind diese „Verschwörungstheorien“ doch nur darauf zurückzuführen, dass die meisten Gebäude mit „kopierten Standardfronten“ (www.spiegel.de) konstruiert wurden. Schade, dass dabei nicht mehr auf die unterschiedlichen Typologien geachtet wurde. Aber das sind wohl nur Anfangsfehler und insgesamt überwiegt immer noch der „WOW“-Effekt.

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Städte 3D in Google Earth

Mit der neuen Version vom Google Earth (Version 4), werden nun auch texturierte Gebäude in Städten angezeigt. Damit zog Google mit Virtual Earth von Micosoft gleich, die dies in ihrer ersten Version bereits ermöglichten. In wie weit dies bereits möglich ist, zeigt dieses Video (von gearthblog) am Beispiel Denver. Eine Stufe weiter geht nun die Stadt Hamburg, die – nach Angaben von spiegel-online – in einigen Tagen „hunderte Modelle von Gebäuden aus der Hamburger Innenstadt“ für Google Earth zur Verfügung stellen wird. In Kooperation mit Google wird Hamburg damit die erste Stadt in Google Earth, die so umfassend mit texturierten Gebäuden zu betrachten ist. Hier sind die ersten Bilder zu sehen: www.spiegel.de.

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Biomapping

Biomapping ist eine neue Art sich der Stadt und ihren Passanten zu nähern. Es basiert auf der Idee des Künstlers Christian Nold, der die Möglichkeiten austestet, Daten die man als Passant in der Stadt selbst produziert, sinnvoll zu nutzen. Ein Beispiel ist hierbei das Projekt „Greenwich Emotion Map“. Dabei wurde durch die Messung des Galvanic Skin Response (GSR) eine Karte geschaffen, welche die Emotionen der Teilnehmer während ihres Stadtspaziergangs aufzeichnete. Interessant wird die ganze Sache dadurch, dass nicht mehr abstrakte Faktoren die Stadt beschreiben, sondern die Emotionen und Gefühle der Passanten. Visualisiert und per Google Earth wieder in der Stadt verortet, ermöglicht dies einen neuen Blick auf die Stadt. Mal sehen wie es sich entwickelt, aber auf jeden Fall ein spannender Ansatz.

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