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Schlagwort »Migration«
Kunst & Kultur →

Ortsgespräche im Kreuzberg Museum

Ortsgespräche. Kreuzberg Museum ab 29. Januar 2011

Ortsgespräche. Kreuzberg Museum ab 29. Januar 2011

Das Kreuzberg Museum am Kottbusser Tor eröffnet heute, am 28. Januar ab 18 Uhr seine neue Daueraustellung. Zusätzlich zur ständigen Ausstellung „Geschichte wird gemacht! Protestbewegung und Stadtsanierung in Kreuzberg SO36“ ist damit ab morgen die Ausstellung „ortsgespräche“ zu sehen, die die bisherige Repräsentation der Bezirksgeschichte erweitern und ergänzen wird.

In der Ausstellung „ortsgespräche“ kommen ganz unterschiedliche Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg zu Wort, auch jene, deren Stimmen oft überhört werden.  Sie erzählen persönliche Geschichten von kleinen und großen Orten, ihrer Gegenwart und Vergangenheit: von den Auseinandersetzungen um den Görlitzer Park, dort, wo früher ein Bahnhof war; von der Oberbaum-City, wo das Narva-Werk bis in die 1990er Jahre Glühlampen produzierte; von der ersten eigenen Wohnung in Berlin, vom Lieblingscafé, von besetzten Häusern, politischen Treffpunkten und Orten, die Menschen ohne Aufenthaltsstatus verwehrt sind.

Frauke Miera und Lorraine Bluche haben die Ausstellung gemeinsam mit einem Beirat aus Fachleuten und engagierten Bewohnern kuratiert. Sechs Orte in Kreuzberg und ihre Geschichte werden in der zweiten Etage des Museums vorgestellt, in der dritten Etage kann der Besucher auf einem begehbaren Stadtplan per Audio-Guide persönliche Kiezgeschichten anhören. Das Ausstellungsteam hat sich in Kreuzberg auf die Suche nach Menschen und Geschichten begeben, die dem Bezirk sein alltäglich besonderes Gesicht verleihen. Wen sie dabei getroffen haben und welche bislang unbekannten Aspekte des Kreuzberger Lebens sie dabei aufgedeckt haben, davon darf man sich ab heute Abend überraschen lassen.

Ab 18 Uhr ist geöffnet, um 20 Uhr führt das Xberg-Tag-Team durch die Ausstellung. Danach kann bei Skarabäus, OrientalSka aus Kreuzberg und ab 22.30 Uhr bei DJ Zigan Aldi, Balkan-Beats-Orient-Latin-Mix getanzt werden.

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 31. Dezember 2013. Weitere Informationen zur Ausstellung und zur Eröffnungsfeier sind auf den Seiten des Kreuzbergmuseums zu lesen.

 

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Das Dong Xuan Center in Berlin Lichtenberg | Neuer Artikel in dérive

Foto: Flickr

In Lichtenberg, einem Bezirk im Osten von Berlin, ist in den letzten Jahren nahezu unbemerkt das Dong Xuan Center, der größte Asiamarkt der Stadt entstanden. Das Center ist weit mehr als ein Ort des Handels, vielmehr avancierte es in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Orte für vietnamesisches Leben und Kultur in Berlin. Es befindet sich nördlich der Herzbergstraße auf einem Teil des sogenannten „Handelsdreiecks“, eines riesigen und weitgehend brach gefallenen Industriegeländes, das vor 1989 u.a. das zentrale Großhandels- und Auslieferungslager der Hauptstadt der DDR beherbergt hatte. Wer die Herzbergstraße entlang geht, läuft Gefahr das Center zu übersehen. Einziges Indiz sind die an der Tram-Haltestelle in großer Zahl ein- und aussteigenden AsiatInnen. Der Zugang zum Gelände führt durch eine enge Einfahrt zwischen leer stehenden und mit Graffitis bedeckten Fabrikgebäuden. Optisch ist das Center von einer „Frühlingswiese“ (vietn. Dong Xuan) weit entfernt, aber das passt zur relativen Unsichtbarkeit der migrantischen Wirtschaftsräume in Berlin. In der Stadt leben mehr Personen mit Migrationshintergrund als in den Neuen Ländern zusammengenommen, dennoch hat sich bisher keine räumliche Repräsentanz herausgebildet, die von ihrer Ausstrahlung an weltweit bekannte Quartiere wie „Little Italy“ etc. erinnert. Die Kulturschaffenden der Stadt arbeiten zwar daran diese Aufmerksamkeitslücke zu schließen – so war das Dong Xuan Center u. a. ein Ziel der „große Geld oder Leben Tour“ 2009, veranstaltet von einem deutsch-türkischen Kulturprojekt aus Berlin Kreuzberg. Dennoch ist das Thema „räumliche Repräsentationen von ethnischen Gruppen“ in der stadtpolitischen Wahrnehmung bisher eher gering vertreten.

(Auszug aus dem Artikel)

Benjamin Kasten, Ricarda Pätzold und Nikolai Roskamm haben in der gerade erschienenen 43. Ausgabe der Zeitschrift dérive sich näher mit dem Dong Xuan Center auseinandergesetzt.

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Vortragsreihe: If I can make it

Städte sind Sehnsuchtsorte, die ein großes Glücksversprechen geben. Doch können Sie es auch halten? Das städtische Leben, die soziale Zusammensetzung und vieles mehr spiegelt die Zahl derer die Glück gefunden haben und derer, die es verloren bzw. nie gefunden haben wieder- so die These, der fünfteiligen Veranstaltungsreihe „If I can make it – Was die Städte versprechen“. Kulturanthropologen, Stadtforscher und Architekten gehen der Frage nach in wie weit Migration, Tourismus, Stadtplanung und Architektur miteinander verwoben sind. Das Glücksversprechen der Stadt strukturiert somit die Gesellschaft und ist daher auch ein Schlüssel um eben diese zu verstehen.

Die zweite Veranstaltung der Reihe ist dem einst totalitär geprägtem Bukarest gewidmet, in dem nun mehr und mehr private Akteure hinzu kommen. Die Frage nach dem guten Leben ist dabei omnipresent. Den Vortrag hält der Architekt Stefan Ghenciulescu (Chefredakteur der Zeitschrift „Arhitectura“). Im Anschluss an seinen Vortrag findet ein Gespräch mit dem Urbanisten Kai Vöckler (Experte für Urbanisierungsprozesse auf dem Balkan) und Markus Bader (raumlabor) statt.

Wo? Hebbel am Ufer, Hau1: Stresemannstr. 29 / 10963 Berlin

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Gesichter der Migration – Ausstellung

Die Ausstellung “Gesichter der Migration” hat das Anliegen, fernab von der öffentlichen Debatte über Integration, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, um deren Integration es geht. Wir haben Menschen der ersten und der dritten/vierten Generation von MigrantInnen fotografiert und interviewt. Diese Menschen haben uns ganz offen und liebenswürdig unsere Fragen beantwortet. Wie leben sie hier? Was denken und fühlen sie? Was wünschen sie sich für ihre Zukunft? Was machen sie in ihrer Freizeit – und viele weitere persönliche Fragen haben sie uns beantwortet, wofür wir ihnen sehr danken.
Es sind dabei sehr schöne Fotos und äußerst interessante Interviews entstanden, die sehr aufschlussreich sein können, wenn die Zuschauer und Leser offen sind für ein genaues, facettenreiches Bild der heutigen Migrantengeneration.

Ort: Kreuzberg-Museum, Adalbertstrasse 95a
Eröffnung: 28.4.2007 18:00 (mit Podiumsdiskussion und kulturellen Beiträgen)
Dauer der Ausstellung: bis 10.6.2007

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