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Schlagwort »Nachkriegsmoderne«
Städtebau & Architektur →

Großes im Kleinen: Ein Saarheft von moderneREGIONAL

Großes entsteht immer im Kleinen – mit diesem Slogan wirbt das Saarland an den Autobahnen und im Netz für sich. moderneREGIONAL stellt in seinem aktuellen Sommerheft Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne im Saarland vor und entdeckt großartige Ergebnisse einer „Saarmoderne zwischen Frankreich und Deutschland“, die aktuell sowohl im Saarland selbst als auch darüber hinaus kaum bekannt ist und daher auch leider an einigen Stellen von Vernachlässigung betroffen und gar gefährdet ist. Bleu – Blanc – Brut heißt das Heft des onlineMAGAZINS, die Redaktion übernahmen Marco Kany und C. Julius Reinsberg.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Wider den Architekturpopulismus der Rechtsradikalen – Ein offener Brief der arch+

Der Architekturtheoretiker und arch+ Autor Stephan Trüby publizierte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 8. April 2018 einen Artikel zur Genese der Rekonstruktion der Altstadt von Frankfurt am Main. Trüby weist darin nach, dass es der rechtsradikale und geschichtsrevisionistische Publizist Claus Wolfschlag und der ebenfalls rechtsradikale Wolfgang Hübner waren, die im Jahr 2005 die nun bald fertig gestellte Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt auf den Weg gebracht haben.

Trüby zeigt deutlich auf, wie Rekonstruktionsarchitektur und allgemein ein modernefeindlicher Architekturpopulismus zum Schlüsselmedium der autoritären, völkischen, geschichtsrevisionistischen Rechten geworden sind – und die heftigen, bedrohlichen Reaktionen der rechten Szene auf den Artikel sind ein weiterer Beweis für diese alarmierende Entwicklung.

Die Zeitschrift arch+ ruft daher in einem offenen Brief zu Wachsamkeit auf und schlägt einen „Rekonstruktions-Watch“ vor. Der lesenswerte und wichtige offene Brief der arch+ kann auf change.org gelesen und unterstützt werden.

Städtebau & Architektur →

Rettet Hollywood den Rümmler?

Soll auch weichen: Die „Wolkendecke“ im U-Bahnhof Halemweg.

 

Vielleicht kommt die Rettung für Berlins Untergrund jetzt aus Hollywood: Seit über die Schließung der Fußgänger_innenunterführung zwischen Zentralem Omnibusbahnhof (ZOB) und Internationalem Congresscentrum (ICC) in Berlin-Charlottenburg diskutiert wird, richten sich die Augen auf die von Rainer Rümmler entworfenen poppigen Untergrundbauten im ehemaligen West-Berlin. Das Onlineportal moderneRegional hat dem Tunnel unlängst einen größeren Beitrag gewidmet, Ende März plädierte Peter Richter in der Süddeutschen Zeitung für den Erhalt. Und warum Hollywood? Die unterirdische Passerelle ist mit ihren quietschig-orangefarbenen Pfeilern und Wänden sowie den kreisrunden braunen Leuchten an der Decke Schauplatz zahlreicher internationaler Filmproduktionen gewesen. Damit beweist sich, was wir als „Initiative Kerberos“ (siehe Reiter oben rechts) schon längst sagen: Rümmlers Bauten sind Berlin. Rümmlers Bauten sind pop!

Die Argumente für die Erhaltung des Fußgänger_innentunnels taugen erst recht für Rümmlers zahlreiche Westberliner U-Bahnhöfe aus den 1960er und 70er Jahren. Der U-Bahnhof Yorckstraße – bis 2016 „mittsiebzigerorange wie eine Packung Nimm 2“ (Richter) – ist bereits verloren. Doch an anderen Stellen gibt es noch einiges zu retten von Rümmlers Bahnhöfen in „selbstbewusster Farbigkeit“. Der unterirdische Farbenreigen führe dazu, so Richter, dass das U-Bahnfahren „unter weiten Teilen Westberlins immer ein bisschen an das Yellow Submarine von den Beatles erinnert.“ Weiterhin völlig ungeschützt der BVG-Abrisswut ausgeliefert sind etwa die Pop-Bahnhöfe Konstanzer Straße, Richard-Wagner-Platz, Nauener Platz sowie der Eingangspavillon am Bahnhof Halemweg. Die Wiederherstellung des (inzwischen sogar denkmalgeschützten) Bahnhofs Schloßstraße kommt seit Monaten nicht voran.

Wenn Richter in der Süddeutschen Zeitung zur Rettung des ICC-Tunnels aufruft, rufen wir (weiterhin) und umso lauter hinterher: Lasst auch die U-Bahnhöfe leben! Berlin ist nicht nur cool in Hollywood.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Kann man Banken lieben?

Dom-Römer-Quartier

Dom-Römer-Quartier

Zwischen Hochhausplan und Wiederaufbau – die Stadtentwicklungsplanungen von Frankfurt am Main sind nicht unumstritten. Derzeit wird das neue Quartier zwischen Dom und Römer samt des kaiserlichen Krönungsweges (scheinbar) rekonstruiert. Tatsächlich entstehen Neubauten mit historischer Verkleidung, wohl ohne den Charme der zurückgesehnten Altstadt. Das Europaviertel wird wegen seiner Gesichtslosigkeit kritisiert, die Nachkriegsmoderne soll verschwinden und im Ostend werden Kreative verdrängt. Wo soll das alles nur hinführen?

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Kunst & Kultur →

Werdet Teil von märklinMODERNE!

Ein Ausstellungsprojekt von Moderne Regional, Deutsches Architekturmuseum und architekturgalerie am weißenhof

Ein Ausstellungsprojekt von Moderne Regional, Deutsches Architekturmuseum und Architekturgalerie am Weißenhof

Was wäre eine Modelleisenbahnlandschaft ohne die Häuschen, Männlein, Karusselle, Open-Air-Konzerte und Zoos? Wunderhübsch finden wir natürlich vor allem die nachkriegsmodernen Bausätze, wie die oben gezeigte Villa im Tessin. Denen widmet Moderne Regional nun das Ausstellungsprojekt „märklinMODERNE“. Die Ausstellung zeichnet nach, wie die „große“ Architektur den Weg in den Modellbau fand und umgekehrt.

Im Sommer 2018 ist die Ausstellung parallel an zwei Orten zu sehen: im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt und in der Architekturgalerie am Weißenhof Stuttgart. Im Anschluss wandert sie durch die Bundesrepublik.

Für den begleitenden Film des Dokumentarfilmers Otto Schweitzer fehlt noch die Finanzierung. Daher hat Moderne Regional ein Crowdfunding gestartet. urbanophil bittet Euch herzlich um Unterstützung des wunderbaren Projekts.

 

 

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