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Schlagwort »Nachkriegsmoderne«
Kunst & Kultur →

Spaziergang auf der Hochstraße

Rauf auf die Magistrale!

Für alle Kurzentschlossenen: Wie wäre es mit einem Sonntagsausflug nach Halle an der Saale? Im Rahmen der IBA findet dort ein spannendes Event statt: HOCH-ZEIT am 30.Mai 2010.
Die Magistrale, Verbindungsstraße zwischen Halle und Halle-Neustadt wird 40. Für den Autoverkehr gesperrt lädt sie zum Wandern, Radfahren und Spazierengehen ein. Auf der kühn geschwungenen Hochstraße, begleitet von himmelblauen Straßenlaternen, kann auf das historische Stadtzentrum geblickt und über die Verkehrsplanung vergangerner Jahrzehnt sinniert werden. Am Ende der Straße wartet Halle-Neustadt. Einst Vorzeigeprojekt der DDR, heute an vielen Stellen vom Bevölkerungsrückgang geprägt. Doch der hohe gestalterische Anspruch ist vielerorts erkennbar und zahlreiche Kunstwerke  im öffentlichen Raum können entdeckt werden.
Von Berlin dauert die Fahrt mit dem Wochenend-Ticket ca. 3 Stunden. Macht Euch auf den Weg und entdeckt Halle aus einer ungewöhnlichen Perspektive!

Mehr Informationen gibt es auf den Seiten der IBA-Projekte  in Halle und auf dem Flyer.

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Die Gropiusstadt


Die Gropiusstadt: bunt oder grau? (Foto: restmodern.de)

In der Veranstaltungsreihe „Schonungslos Retro“ wurde der Schwerpunkt auf die Architektur und Stadtplanung der 1970er Jahre gelegt. Auch Wohngebäude und -siedlungen aus dieser Zeit, wie beispielsweise das Märkische Viertel, und ihre Denkmalwürdigkeit wurden bei Filmabenden und Diskussionsveranstaltungen thematisiert.

Die degewo beginnt nun in der Gropiusstadt mit einer neue Initiative: Unter dem Motto »Gropiusstadt gestern – heute – morgen« führt die Wohnungsbaugesellschaft Kiezführungen durch, die den architektonischen Bau sowie die Geschichte und die geplanten Sanierungsarbeiten näher beleuchten.

Die zweistündige Führung richtet sich an alle, die Interesse an Architektur haben oder an Mieter, »die ihren Kiez besser kennen lernen wollen«, sagt Armin Woy, Stadtführer der degewo. (Neues Deutschland)

Führungen bis zum 7.Juli, mittwochs um 10 und freitags um 18 Uhr. Anmeldungen unter 264 85-21 88 oder per E-Mail unter: sued@degewo.de

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Nachnachvorpost in der DDR

Zum 80. Geburtstag des ehemaligen Chefarchitekten von Berlin, Hauptstadt der DDR, Roland Korn, zeigt der rbb auf seiner Internetseite ein Interview mit Korn (Haus des Reisens, Hotel Stadt Berlin, Staatsratsgebäude).

Er war ab 1973 Chefarchitekt Berlins und damit betraut mit der Bebauung von Marzahn, wozu er weltweit, auch in West-Berlin, im Märkischen Viertel, Anregungen sammelte. Zeitgleich veranlasste er erste Sanierungen der Altbausubstanz und war verantwortlich für das postmoderne Projekt Nikolaiviertel…

Interview mit Roland Korn

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Wenn sich ein Denkmal hinter einem Denkmal versteckt…

…hat es selbst Schuld und wird abgerissen.

Notizen zu einem ungewöhlichen Denkmalstreit…

Am westlichen Ende des Brühls in der Leipziger Innenstadt verschwindet ein Bauwerk der besonderen Art. Es handelt sich um ein Kaufhaus, das 1908 erbaut wurde und nach schweren Kriegsschäden durch einen Umbau in den 1960er Jahre mit einer vorgehängten geschwungenen Aluminumfassade versehen wurde.

Die Alumniumfassade wurde von Harry Müller entworfen und ist ein typisches Beispiel der Nachkriegsarchitektur. Sie konnte nach Protesten vor der Entsorgung bewahrt werden – weichen muss das Gebäude einem Einkaufzentrum, für das bereits drei schlanke Wohnhochhäuser abgerissen wurden. Die Fassadenelemente der „Büchse“, so der Spitzname für das Kaufhaus, werden zum überwiegenden Teil  in die neue Fassade der „Höfe am Brühl“ nach einem Entwurf von Grüntuch/Ernst integriert.

Beim Abnehmen der 1960er-Fassadenelemente wurde nun offensichtlich, dass die  hinter der Aluhülle versteckte Steinfassade im Stile großstädtischer Warenhausarchitektur der Jahrhundertwende im 2. Weltkrieg weit weniger in Mitleidenschaft gezogen wurde als vermutet… Dem Abriss wurde durch das Leipziger Regierungspräsidium im Vorfeld bereits die Genehmigung erteilt, obwohl noch Unklarheit über den Zustand der alten Fassade herrschte.

Während über den Wert dieser Fassadenschicht und die spannende Kombination der beiden Zeugnisse der Warenhausgeschichte diskutiert wird, fressen sich die Bagger von der Rückseite durch das Bauwerk. Mehr als Fragmente der entdeckten Fassade werden wohl nicht erhalten.

Zum Weiterlesen:
Ich war eine Büchse, Artikel im Tagesspiegel vom 02. Mai 2010 von Jürgen Tietz
Offener Brief zum Erhalt der historischen Fassade in der Leipziger Internetzeitung vom 07.04.2010

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Flughafenarchitektur

Mit Beginn des Jet-Zeitalters wurde der Grundstein für das globale Reisen, wie wir es heute kennen gelegt. Die ersten düsengetriebenen Passagierflugzeuge wurden in einer Zeit entwickelt, als gesellschaftlich ein (nachkriegs)modernistischer Gedanke vorherrschte. Spätestens die Einführung der mit Stahltriebwerken ausgestattete Boeing 707 (1958) verhalf den Düsenjets zum internationalen Durchbruch. Die neuen Großraumflugzeuge machten auch einen neuen Typ Flughafen notwenig – inklusive neuer Abfertigungsterminals. Und so entstanden in den 1960er und -70er Jahren außergewöhnliche Gebäude, von denen einige an dieser Stelle exemplarisch und steckbriefartig vorgestellt werden sollen.

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