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Schlagwort »Niederlande«
Urbane Mobilität →

Protest und Infrastruktur: Die Geschichte des Radfahrens in den Niederlanden

Grandioses Video, dass ganz wunderbar erklärt, wie in den Niederlanden schon früh begonnen wurde, gegen die autogerechte Stadtplanung und die Folgen der zunehmenden Motorisierung zu protestieren und zu handeln. Grund für die Proteste waren unter anderem mehr als 400 im Straßenverkehr getötete Kinder in den 1970er Jahren. Dieser Wert lag im Jahr 2010 bei 14! Insbesondere im Zuge der deutschen „Helmpflicht-Debatte“ veranschaulicht das Video ganz wunderbar, wie mit entsprechendem politischen Willen und guter Infrastruktur sichere Verkehrsbedingungen geschaffen werden können. Nach dem Anschauen dieses Videos wirken die Forderungen von Minster Ramsauer geradezu absurd.

Via: Münchenierung

Urbane Mobilität →

Zur Geschichte des Radweges in den Niederlanden

http://www.youtube.com/watch?v=NrqG0DqkSlw

(via: copenhagenize.com)

Ein wirklich gutes und sehr informatives Video über Radwege in den Niederlanden. Ausführlich wird erklärt, warum die Infrastruktur für Radfahrer dort die weltweit beste ist und vor allem wieso sie sich so entwickelt hat. Dafür wird tief in die Historie zurückgegangen und die verschiedenen Herausforderungen im Laufe der Zeit beleuchtet (z. B. natürlich auch die zunehmende Motorisierung). Das Video zeigt Beispiele für Radwege aus verschiedenen Jahrzehnten, die das jeweilige Planungsverständnis der Zeit widerspiegeln. Besonderes Augenmerk sollte man auf die aktuellen Wege lenken, denn in den Niederlanden sind seit einigen Jahren „Fahrradautobahnen“, speziell für Pendler auf Langstrecken ein heißes Thema, um den Radverkehr noch weiter zu fördern. Zumindest erwähnen sollte man aber auch, dass nach heutigem Forschungsstand Radverkehrsinfrastruktur auf der Straße als die sicherste gilt, weil die meisten Unfälle nämlich an Kreuzungspunkten geschehen. Was man in diesem Zusammenhang noch erwähnen könnte: Kürzlich hat es ein wegweisendes Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes gegeben, welches die bundesweit noch weit verbreitete Anordnung von Radwegebenutzungspflichten als den absoluten Ausnahmefall festlegt – aber dazu vielleicht ein ander mal ausführlicher. Zunächst einmal viel Spaß mit dieser schönen Videoproduktion…

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Statistik (NL) und Google Earth

Räumliche Planungen und Statistiken werden von niederländischen Institutionen in zunehmendem Umfang und immer abgestimmter frei für Google Earth zur Verfügung gestellt. Das nationale Statistikamt (cbs.nl) hat unter anderen einen kml-layer mit Stadtteilabgenzungen (`buurt’) und -Informationen veröffentlicht. Die vom Bauministerium (vrom.nl) mitfinanzierte `nieuwekaart’ visualisiert jährlich alle raumrelevanten Planungen in Flächen und Informations-placemarks für GIS und Google-Earth.
leidscherijn_lucht_u_nieuwekaart2007_u_cbs__4_2008_.jpg
Dadurch sind alle niederländischen Bauvorhaben – wie am Beispiel der Utrechter Stadterweiterung `Leidsche Rijn’(größtes Vinex-Gebiet) dargestellt – visualisierbar und mit diversen Projektdaten versehen. Ab 2009 werden alle Planungebenen durch das neue Raumordnungsgesetz und ein Programm zum digitalen Austausch und zur Veröffentlichung verpflichtet. (erstversion: publicspace.nu)

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Reden statt durchfahren – Onlineausstellung Holland in den 70ern

(Quelle: Ausstellungs-Homepage)

Die 70er Jahre in Holland waren die Zeit der größten Bautätigkeit des Landes und gleichzeitig der Versuch von Architekten und Stadtplanern, weg von den Prinzipien der Moderne zu gelangen. Durch eine schöne Strukturierung sind in der Online-Ausstellung „Conversation Pits & Cul-de-sacs“ des Netherland Architectural Institute, die Arbeitsschwerpunkte und Anliegen der Postmoderne in Holland gut nach zu vollziehen. In den beiden Titelbegriffen (Konversationsboxen und Sackgassen) werden bildlich die Versuche zusammengefasst, mehr Nachbarschaft, einen menschlichen Maßstab und Begegnungen in Gebäuden und der Stadt zu erlauben. Sie grenzen sich von den nur dem anonymen Durchfahren gewidmeten, groß maßstäblichen Straßenentwürfen der Moderne ab. Trotz einer guten Übersicht der Zeit, werden Texte von Beteiligten und weitere Beispiele vermisst, die wahrscheinlich in der echten Ausstellung 2004 in Rotterdam zu finden waren.

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