Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Schlagwort »öffentlicher Raum«
Städtebau & Architektur →

Skateboarding VS. Architecture

Ein interessante, rund 15-minütige Kurzdoku über das Verhältnis von Skateboardern zu Architektur und dem öffentlichen Raum, in dem sie skaten. Skateboarding ist quasi per se eine urbane Sportart, so dass es nur konsequent ist, dass Skater eine dezidierte Meinung zum öffentlichen Raum haben. Sie thematisieren daher u.a. dass Stadtmöbel durch das Skateboarden kaputt gemacht werden, zugleich aber, wie unsinnig Skate-Stops sind und wie lächerlich dadurch die von Designern und Architekten gestalteten öffentliche Räume aussehen. Aber auch, wie sich mit verändertem Materialeinsatz für den Bodenbelag die Skate-Eigenschaften verändern. Und nicht zuletzt, dass öffentlich angelegte Skateparks zwar eine nette Geste und Anerkennung seitens der öffentlichen Hand sind, aber eigentlich auch Ausdruck dessen, dass dort das Wesen des Skateboarding nicht verstanden wurde: Die Stadt als Spielplatz nutzen.

As Skateboarders we worship and adore architecture, but not in a way that anyone in public would or as an architect would.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Ecuador – La Revolucion Ciudadana

Rathaus von Cuenca, eigene Aufnahme

Rathaus von Cuenca, eigene Aufnahme

Ein Logo auf einem gekauften Souvenir-T-Shirt am „Mitad del Mundo“ Denkmal am  Äquator – beziehungsweise in seiner Nähe, die ursprünglichen Messungen hatten sich um knapp 240 Meter geirrt – trägt die Aufschrift: „!Mucho Mejor! Si es hecho en Ecuador“. Auf den ersten Blick sieht es wie eine logische „Buy local first!“  Interpretation  aus – „Es ist viel besser wenn es in Ecuador hergestellt wurde“ – und scheint Hand in Hand mit den landesweiten Initiativen zu gehen, welche den Tourismus als Wohlstandsgewinn für alle herausstellen wollen. „Begrüße einen Touristen stets mit einem Lächeln!“ steht auf einem Plakat in Quitos Innenstadt. Doch in der Aussage liegt ein entscheidender Irrtum im kulturellen Selbstverständnis des Landes – das dahinter implizierte Selbst- und Nationalbewusstsein fehlt dem Land im Gegenteil vermeintlich komplett. Für die Mehrzahl der Einwohner scheint alles andere besser zu sein als die eigene Kultur. Und trotz eines reichen urbanen Erbes – unter anderem wurden mit Quito und Cuenca zwei Städte komplett von der UNESCO unter Welterbeschutz gestellt, Quito seinerzeit sogar als erste Gesamtstadt überhaupt – trifft das besonders auf die städtische Kultur zu. Umso bezeichnender ist, dass das ganze Land seit Rafael Correas erster Präsidentschaft 2007 zumindest augenscheinlich und von den hunderten Plakaten im öffentlichen Raum her von einer „Revolucion Cuidadana“ erfasst ist.

weiterlesen →

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Video zur Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21

Die Kosten steigen und steigen… und während auf der einen Seite Ausstiegsszenarien diskutiert werden fällt auf der anderen Seite die Bahn weiter Bäume. Es geht drunter und drüber mit Stuttgart 21.

In Frontal 21 wurde diese Woche das Thema nochmal aufgegriffen und an die längst vorliegenden Gutachten des Bundesrechnungshofs erinnert, die schon 2009 ein sicheres Überschreiten des seinerzeit von Bund, Bahn, Land und Stadt ausgehandelten Kostendeckels prognostiziert haben.

urbanoSALON →

19. Februar: UrbanoSalon # 3 – metroZones: Urban Prayers

Cover_Urban_Prayers

Abb. metroZones | Assoziation A

Der erste urbanoSalon im Jahr 2013 wird sich dem Thema „Urban Prayers“ widmen und dafür die gleichnamige Publikation sowie die Publikation „Faith is the Place“ von metroZones vorstellen. Als Ort wurde der Fo-Guang-Shan-Tempel gewählt, in dem Stephan Lanz die zentralen Inhalte vorstellen und anschließend mit Eszter Gantner und Tabea Scharrer diskutieren wird. Folgende Inhalte werden im Zentrum der Veranstaltung stehen:

Beeinflusst von heute überholten Modernisierungstheorien hat die Stadtforschung urbane Modernität in der Regel mit Säkularität gleichgesetzt. Aber die Städte haben sich im Zuge der rapiden globalen Urbanisierungsprozesse in den letzten Dekaden keineswegs säkularisiert. Vielmehr ist die vieldiskutierte Wiederkehr des Religiösen, insbesondere im Rahmen von christlichen Erweckungsbewegungen, islamistischen Strömungen, synkretistischen Kulten oder dem Hindu-Nationalismus, ein primär urbanes Phänomen. Und so beschränkt sich ‚Urban religion‘ in gegenwärtigen Metropolen keineswegs auf städtische Nischen­ und Minderheiten sondern interagiert mit modernsten Formen von Urbanität. Auf der Basis der empirischen Forschungen des laufenden Projekts „Global Prayers – Redemption and Liberation in the City“ werden neuartige Verflechtungs­formen zwischen dem Städtischen und dem Religiösen anhand von Beispielen aus Lagos, Rio de Janeiro, Beirut, Istanbul und Berlin diskutiert.

Dienstag, der 19.02.2013, 18.30 Uhr |
Fo-Guang-Shan-Tempel, Ackerstr. 85-86, 13355 Berlin

Zudem besteht die Möglichkeit, ab 17 Uhr an einer kostenfreien, öffentlichen Führung im Tempel teilzunehmen und sich die Räumlichkeiten anzusehen. Von Seiten des Tempels wird eine kleine Bewirtung angeboten.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Stadtlabor zum Wandel des öffentlichen Raums

Seit mittlerweile fünf Semestern betreiben Eszter B. Gantner und Carolin Genz das Stadtlabor am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt Universität Berlin. Im Schwerpunkt sprechen sie mit den geladenen Gästen über den Öffentlichen Raum, dessen Nutzung und Transformation(en):

„Das  Verständnis des „öffentlichen Raumes“  zählt in der akademischen Diskussion als eines der wichtigsten konstituierenden Merkmale des Konzeptes der „Europäischen Stadt“ . Seit der Agora der klassischen Städte ist die Geschichte der europäischen Städte mit dem öffentlichen Raum verbunden. Agora,urbs und civis wurden Bestandteil des politischen Denkens aber auch der kulturellen Verständnis der Städten und demokratischen Gesellschaften – bis heute. Diese den politischen und sozialen Charakter des öffentlichen Raums betonenden Imaginationen spiegeln tradierte Theorien von Öffentlichkeit wieder und bilden eine europäische „Öffentlichkeitsnarration“, die weltweit auf konkrete städtische Prozesse übertragen und teils ohne Rücksicht auf kontextuelle Eigenarten und Bedürfnisse durchgesetzt werden. Doch in der heutigen Zeit ist urbaner öffentlicher Raum einem auffälligen Wandel unterworfen und hat sich mittlerweile zu einer heiß und von neuen  Akteuren umkämpften Ressource entwickelt.“

Kommenden Mittwoch startet das Stadtlabor ins Wintersemester 2012/2013 und wird in den 10 Veranstaltungen einige spannende Forschungsfelder und Projekte aus Wissenschaft und Praxis vorstellen. Eingeladen sind urbane Künstlerinnen und Künstler, ebenso, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedensten Bereichen. Erstmals bedient sich das Labor unterschiedlicher Formate, wie Talk, Filmabend und Praxisworkshop. Insofern lohnt es sich nun doppelt sich die Termine vorzuhalten.

Beginn: 14. November 18 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Stefanie Hennecke
Ort: Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin, Mohrenstraße 41 (nahe U-Hausvogteiplatz oder U Stadtmitte), Raum 107a.

Das vollständige Programm kann hier eingesehen werden.

nach oben ↑
Themen