Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Jetzt geht’s los…!?

Eroberung der Start- und Landebahnen! (Foto: Galene Haun)
An Ideen zur Entwicklung des Tempelhofer Feldes mangelt es wahrhaftig nicht. Ob sie jemals alle zur Umsetzung kommen, wird die Zeit zeigen. Sicherlich ist viel Platz auf dem Gelände, aber viele Nutzungen haben ähnliche Standortansprüche und somit ist es vielleicht doch nicht so einfach, alles auf der riesigen Fläche unterzubringen. Die Bürgerbeteiligung und viele Projekte – so auch das Studienprojekt “Grand Opening Tempelhofer Feld” – liefern eine Menge Ideen, die bei einer späteren Entwicklung der Parklandschaft zum tragen kommen sollten. Auch die IGA Berlin 2017 soll einen wichtigen Beitrag leisten. Doch das ist alles noch Zukunftsmusik.
Erstmal wird das Feld am 8. Mai geöffnet und dann wird sich zeigen, wie viel geplante Entwicklung die Fläche braucht oder veträgt und wie viel sich vielleicht ganz von alleine entwickeln wird. Wer seine Ideen zur Eröffnungsfeier einbringen möchte, kann dies noch bis zum 19. Februar mit einem Konzept tun: Es werden Akteure gesucht, die zum Motto “Bewegungsfreiheit” den Besuchern ein aktives Bewegungsangebot liefern. Wenn die Bewegung dann in den Regelbetrieb übergeht, kann der Sommer kommen!
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Der menschliche Zaun als Antwort auf Gated Communities in Warschau

Im Rahmen des von den Urbanophilen Nikolai Roskamm und Stefan Höffken geleiteten städtebaulichen Workshops Warschau – Berlin an der TU Berlin und der Politechnika Warschau entstanden neben städtebaulichen Entwürfen auch kritische Auseinandersetzungen mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation in Warschau. Einer der Studierenden, Mateusz Maj, beschreibt im folgenden Artikel eine daraus resultierende Idee, um auf die zunehmenden Gated Communities in der Region Warschau zu antworten. Der Natolin Reactor als künstlerisch-kreative Aktion, soll einen kritischen Blick werfen und Anstoss zu einer Debatte um die zunehmende Privatisierung und Abgrenzung des öffentlichen Raumes in Warschau geben.
//Gastbeitrag von Mateusz Maj//
The life in Warsaw suburbs changed in the last years. Gated communities bloom. Dealing with the Przy Ba?ºantarni Street Natolin – a district of Warsaw – our group dealt with the topic of gating the private space. Analyzing the history and the current situation we developed the NATOLIN REACTOR – a part of which was the Living Fence Day.
Städtebau & Architektur →
Infrastrukturräume

Hochstraße in Hannover und ihre Randbereiche (Foto: Galene Haun)
Straßen und Verkehrsachsen struktrieren seit jeher unsere Städte. Mit dem Aufkommen des Automobils und der Ausrichtung der Stadt auf eine autogerechte Planung nahmen Infrastrukturräume eine immer größere Fläche im städtischen Raum ein. Mit dem Ausbau des Verkehrsnetzes folgten auch dazugehörige Infrastrukturbauten wie Hochstraßen, Verkehrskreisel, Tunnel, Fußgängerunter- und -überführungen sowie Tankstellen und Parkhäuser – dem Infrastruktururbanismus. Mit dem Auto stellte sich auch ein bestimmtes Lebensgefühl ein und eine ganz besondere Beziehung zu diesen Infrastrukturbauten, welches in der am Freitag beginnenden Ausstellung “Agip – Die Tankstelle des Wirtschaftswunders” im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt aufgegriffen wird. Dass Infrastrukturräume aber auch “öffentliche Räume und aktive Binnenräume” generieren und ein Potential für öffentliche Räume entwickeln können, zeigen Veranstaltungen wie der “Paris Plage” in Paris oder das im Juli im Rahmen von RUHR 2010 stattfindende Massenpicknick auf der A 40. Das alles greift das Symposium Infrastruktururbanismus auf und wirft einen vielfältigen Blick auf Infrastrukturränder und die damit einhergehenden Potentiale und Probleme. Die internationale Besetzung verspricht zumindest eine interessante Diskussion!
Kunst & Kultur →
Von Stromkästen und Plattenbauten

Der Streetart-Künstler evol gestaltet Stromkästen, Blumenkübel und Mülleimer und lässt sie zu Plattenbauten werden. Ferner hat er im Untergeschoss eines leerstehenden ruinösen Dresdner Schlachthauses alte Fundamentblöcke ebenfalls als Plattenbauten gestaltet, so dass dort eine düstere Miniaturgroßwohnsiedlung entstanden ist.
Umfassende Fotosammlungen finden sich in evols flickr-Account und auf seiner Homepage unter http://www.evoltaste.com.
Kunst & Kultur →
Tadashi Kawamata: Berliner Baumhäuser
Der japanische Künstler Tadashi Kawamata schafft mit seiner Installation „Berliner Baumhäuser“, die aus dem Haus in die Bäume des Parks ausgreifen, Nester zivilen Ungehorsams. Seine Konstrukte verkörpern das menschliche Bedürfnis nach Schutz und Individualität. Er hat bereits den urbanen Ort wie Madison Square Garden in New York mit seinen tree huts bespielt. Seine Baumhäuser stehen für das Gegenteil standardisierter Architekturen und so eignet er sich die modernistische Kongresshalle vom Haus der Kulturen der Welt an. Seine “sozialen Plastiken” waren sowohl auf der Documenta 8 und 9 als auch auf den Biennalen von Venedig und Shanghai zu sehen. Sein Projekt stellt Fragen danach, wie trotz Geschwindigkeiten ein Zuhause hergestellt werden kann.
Jeden Sonntag 15 Uhr Führungen durch die Ausstellung.
Ausstellung bis 10.1.2010 bzw. bis 31.1.2010 im Außenbereich
Weitere Informationen unter www.hkw.de.


