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Schlagwort »öffentlicher Raum«
urbanoSALON →

19. Februar: UrbanoSalon # 3 – metroZones: Urban Prayers

Cover_Urban_Prayers

Abb. metroZones | Assoziation A

Der erste urbanoSalon im Jahr 2013 wird sich dem Thema „Urban Prayers“ widmen und dafür die gleichnamige Publikation sowie die Publikation „Faith is the Place“ von metroZones vorstellen. Als Ort wurde der Fo-Guang-Shan-Tempel gewählt, in dem Stephan Lanz die zentralen Inhalte vorstellen und anschließend mit Eszter Gantner und Tabea Scharrer diskutieren wird. Folgende Inhalte werden im Zentrum der Veranstaltung stehen:

Beeinflusst von heute überholten Modernisierungstheorien hat die Stadtforschung urbane Modernität in der Regel mit Säkularität gleichgesetzt. Aber die Städte haben sich im Zuge der rapiden globalen Urbanisierungsprozesse in den letzten Dekaden keineswegs säkularisiert. Vielmehr ist die vieldiskutierte Wiederkehr des Religiösen, insbesondere im Rahmen von christlichen Erweckungsbewegungen, islamistischen Strömungen, synkretistischen Kulten oder dem Hindu-Nationalismus, ein primär urbanes Phänomen. Und so beschränkt sich ‚Urban religion‘ in gegenwärtigen Metropolen keineswegs auf städtische Nischen­ und Minderheiten sondern interagiert mit modernsten Formen von Urbanität. Auf der Basis der empirischen Forschungen des laufenden Projekts „Global Prayers – Redemption and Liberation in the City“ werden neuartige Verflechtungs­formen zwischen dem Städtischen und dem Religiösen anhand von Beispielen aus Lagos, Rio de Janeiro, Beirut, Istanbul und Berlin diskutiert.

Dienstag, der 19.02.2013, 18.30 Uhr |
Fo-Guang-Shan-Tempel, Ackerstr. 85-86, 13355 Berlin

Zudem besteht die Möglichkeit, ab 17 Uhr an einer kostenfreien, öffentlichen Führung im Tempel teilzunehmen und sich die Räumlichkeiten anzusehen. Von Seiten des Tempels wird eine kleine Bewirtung angeboten.

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Stadtlabor zum Wandel des öffentlichen Raums

Seit mittlerweile fünf Semestern betreiben Eszter B. Gantner und Carolin Genz das Stadtlabor am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt Universität Berlin. Im Schwerpunkt sprechen sie mit den geladenen Gästen über den Öffentlichen Raum, dessen Nutzung und Transformation(en):

„Das  Verständnis des „öffentlichen Raumes“  zählt in der akademischen Diskussion als eines der wichtigsten konstituierenden Merkmale des Konzeptes der „Europäischen Stadt“ . Seit der Agora der klassischen Städte ist die Geschichte der europäischen Städte mit dem öffentlichen Raum verbunden. Agora,urbs und civis wurden Bestandteil des politischen Denkens aber auch der kulturellen Verständnis der Städten und demokratischen Gesellschaften – bis heute. Diese den politischen und sozialen Charakter des öffentlichen Raums betonenden Imaginationen spiegeln tradierte Theorien von Öffentlichkeit wieder und bilden eine europäische „Öffentlichkeitsnarration“, die weltweit auf konkrete städtische Prozesse übertragen und teils ohne Rücksicht auf kontextuelle Eigenarten und Bedürfnisse durchgesetzt werden. Doch in der heutigen Zeit ist urbaner öffentlicher Raum einem auffälligen Wandel unterworfen und hat sich mittlerweile zu einer heiß und von neuen  Akteuren umkämpften Ressource entwickelt.“

Kommenden Mittwoch startet das Stadtlabor ins Wintersemester 2012/2013 und wird in den 10 Veranstaltungen einige spannende Forschungsfelder und Projekte aus Wissenschaft und Praxis vorstellen. Eingeladen sind urbane Künstlerinnen und Künstler, ebenso, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedensten Bereichen. Erstmals bedient sich das Labor unterschiedlicher Formate, wie Talk, Filmabend und Praxisworkshop. Insofern lohnt es sich nun doppelt sich die Termine vorzuhalten.

Beginn: 14. November 18 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Stefanie Hennecke
Ort: Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin, Mohrenstraße 41 (nahe U-Hausvogteiplatz oder U Stadtmitte), Raum 107a.

Das vollständige Programm kann hier eingesehen werden.

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Buchrezension: “Prayer in the City” von Patrick A. Desplat und Dorothea Schulz

Abb. transcript-Verlag

In der heutigen Stadtplanung spielen heilige Orte nur eine untergeordnete Rolle und wirken maximal am Rande noch als (gesamt-)gesellschaftliche Räume des Transzendenten. Nichtsdestotrotz bleiben sie für bestimmte Gemeinschaften in ihrer Bedeutung bestehen und werden durch Nutzung und symbolische Zuschreibung zusätzlich in ihrer Funktion gefestigt. Dies gilt in unterschiedlicher Weise sicherlich für viele religiöse und lokale Zusammenhänge weltweit. Wie sich dies im Falle der muslimischen Glaubensgruppen darstellt und inwiefern dadurch neue Zugänge oder sogar neue Orte an sich herausbilden, wird in der Publikation „Prayer in the City – The Making of Muslim Sacred Places and Urban Life“ von Patrick A. Desplat und Dorothea E. Schulz dargestellt.

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The Social Life of Small Urban Spaces

http://vimeo.com/6821934

In den späten 1970er-Jahren hat William H. Whyte seine Arbeit beim Fortune Magazine unterbrochen, um sich seinem Lieblingsthema anzunehmen: Der Stadt.
Sein erstes Untersuchungsobjekt waren öffentliche Plätze. In New York wurden zu dieser Zeit zunehmend öffentliche Plätze durch private Investoren gebaut, um der Bevölkerung eine Kompensation für die immer weiter zunehmende Verdichtung zu geben. Whyte untersucht in diesem Video, welche Plätze funktionieren und welche nicht. Daraus entstand das Buch „The Social Life of Small Urban Spaces“ und der gleichnamige, ca. einstündige Film.

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2nd hand Spaces | Konferenz und Buch

    

Die Zwischenzeitzentrale hat ein relevantes und ästhetisch gelungenes Buch herausgegeben, bei dem es um Räume geht, die auf der Basis von Zwischennutzungen entstehen.

Second hand spaces schöpfen an vakanten Orten aus der Atmosphäre, den Spuren, den Überbleibseln und der Geschichte der vorherigen Nutzung. Ihre Akteure entwickeln aus dem Ort heraus eine eigene Ästhetik, die durch Einfachheit und Improvisationen gekennzeichnet ist. Neue Ideen werden ausprobiert und Überraschungsmomente in der Stadt geschaffen.

Die 4 Zwischenzeitler haben vielfache Erfahrungen mit Zwischnutzungen, wie etwa der tollen TentstationauFauF oder dem Sproutbau gemacht. Von diesen berichten sie in dem Buch, und haben wie viele weitere wichtige Akteure eingeladen um sich diesem Phänomen zu nähern.

Um die wichtige Diskussion fortzusetzen und die partizipativen und involvierenden Möglichkeiten dieser 2nd hand spaces zu untersuchen, gibt es gleich noch einen zweitägigen Kongress dazu. „2nd hand spaces – die Nutzung vakanter Orte als partizipative Praktik“ findet am 28. und 29. Juni in Bremen statt. Hingehen!

Wer es nicht schaffen sollte, für den verlosen wir die spannende und aufschlussreiche Lektüre! Wer das Buch gewinnen möchte, schickt bitte eine Mail mit dem Stichwort „2nd hand spaces“ an: s.hoeffken(at)urbanophil.net. Wie immer wird der/die GewinnerIn in den Kommentaren bekannt gegeben und per Mail benachrichtigt. Viel Erfolg!

 

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