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Schlagwort »Paris«
Kunst & Kultur →

Der Strand von Paris – Paris Plages

Seit 2002 wird in Paris jährlich entlang der Seine die Paris Plages – also der Strand von Paris – gestaltet. Für etwa einen Monat in der Sommersaison wird ein künstlicher Strand aufgeschüttet, wie es viele kleine Strandbars in vielen europäischen Städten tun. Das besondere in Paris ist, dass es von höchstoffizieller Seite durchgeführt wird, dass ein umfangreiches Kulturprogramm angeboten wird (und nicht etwa von einem dubiosen Klub Neoliberaler gesponsert wird, wie eine Strandbar in Berlin…) und dass die ganze Aktion komplett temporär angelegt ist. Jedes Jahr wird neu gestaltet und den Besuchern etwas neues geboten. Das oben eingebettete Video zeigt den Entstehungsprozess in diesem Jahr im Tilt-Shift-Look.

Urbane Mobilität →

The Biggest, Baddest Bike-Share in Europe and…

Das erfolgreichste und wohl bekannteste Fahrradverleihsystem der Welt dürfte Vélib´in Paris sein. Seit 2007 stehen über 20.000 Leihräder an über 1.400 Stationen in der französischen Hauptstadt zur Entleihe bereit. Vélib´hat eine „Velorution“ ausgelöst, automatisierte öffentliche Fahrradverleihsysteme sind ein weltweiter Trend. Weniger als vier Jahre nach dem Start (bereits im März 2011) wurde mit einem Vélib´ Fahrt Nr. 100.000.000 unternommen, an guten Tagen werden die Räder durchschnittlich 80.000 – 120.000 täglich ausgeliehen. Das 100 Millionen-Jubiläum wurde in Paris von der japanischen TV-Show „Yatta“ („Du hast es geschafft„) gefeiert – sehr skurril, und deshalb sehenswert…

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Der Fakir von Paris

In den glattgeleckten Central Business Districts der Metropolen dieser Welt, wo die Wirtschaftsmacht in Bürotürmen versammelt ist, wo tagtäglich riesige Geldberge bewegt werden, ist das untere Ende der Gesellschaft nicht gerne gesehen. Obdachlose passen einfach nicht zu den glitzernden Hochhäusern mit ihren Granit-Plazas. Da aber Obdachlose offenbar nicht fähig oder willens sind, das Bedürfnis der Business-Elite unter sich zu bleiben, nachzuvollziehen, wurde der (halb-)öffentliche Raum und die Stadtmöbel so umgestaltet, dass ein „rumlungern“ von Obdachlosen möglichst unmöglich würde. Sitzbänke haben daher Armstützen erhalten, die ein liegen auf der Bank verunmöglichen sollen, Metallspitzen ragen aus Fensterbänken oder Poller stehen vor Schaufenstern.
Dass man sich aber von diesen Maßnahmen nicht vertreiben lassen muss, zeigt der Fakir von Paris, der in diesem Video sehr eindrucksvoll zeigt, dass man auch trotz dieser Schikane es sich ganz gemütlich im öffentlichen Raum der Downtown machen kann.

Urbane Mobilität →

Paris verbannt SUV’s

Paris plant, ab 2012 testweise alle SUV aus der Innenstadt zu verbannen. Umweltzonen an sich sind zwar in Deutschland und anderswo nichts Neues, allerdings ist der Pariser Fokus auf stadtverträgliche Verkehrsmittel interessant. So rät Denis Baupin, Sprecher der Pariser Stadtverwaltung, schlichtweg allen SUV-Besitzern ihr Auto zu verkaufen:

„Sell it and buy a vehicle that’s compatible with city life. I’m sorry, but having a sport utility vehicle in a city makes no sense.“

Neben ihrem absurdem CO2-Ausstoß und dem inakzeptablen Benzinverbrauch sind SUV’s eine zunehmende Gefahr für Fußgänger und Radfahrer, die von den Fahrern der riesigen Privatschlachtschiffe übersehen werden. Eines der makabersten Unfälle zwischen SUV und Fahrradfahrerin, ereignete sich vor einigen Monaten in den USA, bei dem die Fahrerin des SUV bis sie zu Hause ankam nicht bemerkte, dass die von ihre überfahrene Radfahrerin tot an ihrem SUV hing (Quelle).
Der Pariser Vorstoß ist also nur zu begrüßen und sollte auch hierzulande in die Umweltzonenrichtlinien Einzug erhalten!

via Freep

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Stadtvisionen 1910|2010: Interview zur Eröffnung

Am morgigen Donnerstag, 14.Oktober um 19 Uhr, eröffnet in der TU Berlin die Ausstellung Stadtvisionen 1910|2010 (urbanophil berichtete). Vorab führte urbanophil ein Interview zur Ausstellung – die Fragen beantworteten Aljoscha Hofmann (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, TU Berlin; wissenschaftliche Mitarbeit an der Ausstellung) und Dr. Hans-Dieter Nägelke (Frage 1; Leiter des Architekturmuseums der TU Berlin und gemeinsam mit Prof.Dr. Harald Bodenschatz Initiator der Ausstellung). Die Fragen stellte Verena Pfeiffer.

1. Herr Dr. Nägelke, 1910 war Städtebau in Berlin ein wichtiges Thema. Es war das Jahr, in dem der Wettbewerb Großstadt Berlin durchgeführt wurde und in dem Karl Scheffler seine Berlin-Analyse mit den berühmten Worten schloß,  „Berlin sei dazu verdammt, immerfort zu werden und niemals zu sein“ und es wurde die Berliner Städtebau Ausstellung 1910 durchgeführt – vor welchem Hintergrund kam diese zustande? Wer sah zur ihrer Initiierung welchen Anlass und an wen richtete sie sich?

Karl Schefflers ebenso unbarmherzige wie polemische Abrechnung mit dem kaiserzeitlichen Berlin und die „Allgemeine Städtebau-Ausstellung 1910“ gründeten auf ein gemeinsames Unbehagen an einer Großstadt, die ihr allzu rasches Wachstum weder sozial, noch infrastrukturell, noch ästhetisch hatte bewältigen können.

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