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Schlagwort »Partizipation«
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Digitaler Urbanismus – Stadtentwicklung in der vernetzten Gesellschaft

Der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. lädt zu seinem Kolloqium „Digitaler Urbanismus – Stadtentwicklung in der vernetzten Gesellschaft“ ein.
„Die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Dies zeigt sich besonders in den Städten, die von jeher Orte und Experimentierfeld technischer Innovationen und sozialer Veränderungsprozesse waren. Mittlerweile ist das Urbane nicht nur als analoger Ort und soziales Konstrukt zu begreifen, sondern die Konstitution der Stadt findet in einem hybriden Raum aus sozialräumlichen Strukturen und digitalen Layern statt. Diese bringen neue Akteurskonstellationen, Machtgefüge und Öffentlichkeiten hervor, die über Informations- und Datenverfügbarkeit sowie Mobilisierungsmöglichkeiten und Kollaborationsoptionen die städtischen Entwicklungen beeinflussen.“

„Auf der einen Seite werden von Städten und Kommunen in Kooperation mit globalen Technologieanbietern Smart City-Strategien entwickelt, die auf eine nachhaltige energie- und ressourceneffiziente Stadtentwicklung sowie internationale Wettbewerbsfähigkeit abzielen. Auf der anderen Seite nutzt die Stadtbevölkerung die Möglichkeiten der dezentralen und hyperlokalen Vernetzung sowie frei zugänglicher Daten und geobezogene Tools für gemeinschaftliche Formen der Raumaneignung und kapitalismuskritische Stadtgestaltung. So ist das Entstehen einer „digitalen Zivilgesellschaft“ zu beobachten, die das Leben in der Stadt nach ihren Vorstellungen gestalten will. Auch von öffentlicher Seite werden die Potenziale einer partizipativen Stadtentwicklung erkannt und neue, digitale Möglichkeiten der Information, Teilhabe und Koproduktion geschaffen; zeitgleich wird Technologieunternehmen durch innerstädtische Ansiedlungen und der Abgabe von Dienstleistung zunehmend Einfluss auf den öffentlichen Raum gegeben. Daher ist eine Diskussion über die Produktionsverhältnisse von Stadt in einer digitalen und vernetzten Gesellschaft notwendig, die ein neues Verständnis von Governance erforderlich macht.“

Termine:
20. März 2018, 16:30 Uhr: Nina Scholz – Google Urbanismus
29. Mai 2018, 16:00 Uhr: Lorenz Matzat – Hyperlokaler Journalismus & Adrian Roeske, Tinder die Stadt
03. Juli 2018, 16:30 Uhr: Karin Meyer & Jan Bunse – Urbane Produktion
04. Sept. 2018, 16:30 Uhr: Dr. Oliver Märker – Digitale Koproduktion & Governance

Ort: vhw-Bundesgeschäftsstelle, Foyer im 4.OG, Fritschestr. 26/27, Berlin-Charlottenburg

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urbanoSalon#7: The Participatory City

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Foto: Anna Galda

Partizipation ist in der Planungsdiskussion als Begriff vielleicht schon etwas überstrapaziert. Gerade deshalb ist es sinnvoll, den Blick über den Tellerrand zu wagen und neue Einflüsse Raum gewinnen zu lassen. Das Buch The Participatory City versammelt Beispiele aus Chicago, Detroit, London, Mexico City oder Bangalore mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und möchte darüber die ganze Bandbreite des Diskurses darstellen. Welche Fragen dabei aufgeworfen werden und welche Schwerpunkte in Deutschland zu tragen kommen, wird in Berlin und Köln mit der Herausgeberin diskutiert.

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Städtebau & Architektur →

Langweilig! Warum ich mich nicht mehr zur historischen Mitte äußern will.

Schwarzes Rechteck im Querformat.

Eine Polemik.

Ich möchte nichts mehr sagen zur Diskussion um die historische Mitte Berlins, über den Stadtplatz unter dem Fernsehturm. Ein alter Hut, diese Mitte, die es heute angeblich gar nicht mehr gibt, wie einige sagen, die man gar nicht mehr braucht, wie andere sagen, die unbedingt wieder da sein muss im neuen oder im alten Gewand, die bleiben soll, wie sie ist, die bleiben aber doch verändert werden soll, die neue Funktionen braucht aber keine Gestalt, die eine bestimmte Gestalt aber keine Funktionen brauchen soll… Eines aber ist immer klar, da sind sich alle einig, alle Bürger sollen mitdiskutieren. Aber sie tun es nicht.

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Digitale Stadt →

Civic Hacking – Bürgerengagement und urbane Mitgestaltung am Beispiel „Hack your City“

Dieser Artikel erschien in der Planerin, 03/2015 zum Thema „Digital vernetzt – die nutzergenerierte Stadt“

Hack Your City in Berlin

Hack Your City in Berlin (Bild: Y. Haan)

Dank der immer weitergehenden gesellschaftlichen Durchdringung des Internets steigt auch der Grad der digitalen Vernetzung der Gesellschaft stetig an. Das Internet inklusive mobiler Endgeräte bietet mit seiner einfachen Handhabung sowie der orts- und zeitunabhängigen Einsatzmöglichkeit ganz neue Optionen zu kollaborieren, Daten zu erfassen und sich zu organisieren. Smartphones ermöglichen Kommunikation und Datenerfassung an nahezu jedem Ort, Open-Source-Programme geben bislang Experten vorbehaltene Programme in die Hände aller, und kleinste Sensoren können von jedermann eingesetzt und miteinander vernetzt werden. Zudem finden sich Bedienungsanleitungen, Foren und Problemlösungen tausendfach im Netz. Nie zuvor war die Möglichkeit so groß, dass Menschen sich selbst Technologien aneignen, damit experimentieren und konkrete Probleme lösen – und zwar mit nur geringem Kostenaufwand.

Dieses Potenzial geht einher mit dem Trend des Selbstmachens. Immer mehr Bewohner wollen mitentscheiden können, wie ihr Umfeld in der Zukunft gestaltet wird. Dieser Trend speist sich einerseits aus den vielfältigen Möglichkeiten, die neue Technologien bieten, aber auch aus einem veränderten Selbstverständnis urbaner Akteure: Klassisches Verwaltungs- und Planungshandeln wird hierbei verstärkt infrage gestellt und kritisch betrachtet. Gleichzeitig – und das ist die positive Kehrseite – agieren diese Akteure zunehmend selbstinitiiert und setzen vielfältige Projekte von sich aus um.

In dieser Verbindung von Technologie und Selbst-Machen entsteht ein spannendes Themenfeld, das innovative Ansätze und Methoden für Mitgestaltung und Teilhabe im urbanen Diskurs ermöglicht und perspektivisch neue Entwicklungsoptionen für Stadtplanung und Verwaltungshandeln bietet.

Civic Hacking

Dieses Themenfeld wird unter dem Stichwort des Civic Hacking subsumiert. Es beschreibt das Phänomen, dass Bürger, Programmierer und urban Engagierte gemeinschaftlich Programme und Anwendungen entwickeln, um kleinteilige Probleme und Herausforderungen in der eigenen Nachbarschaft oder Stadt zu lösen. Hierbei kommen vielfach Open-Data- und Open-Source-Software zum Tragen. Vorreiter ist hierbei die Initiative und NGO „Code for America“, die seit Jahren versucht, Verwaltungshandeln durch Bürgerengagement zu verbessern und zu ergänzen. Ihr Ziel ist es „ganz praktische Aufgaben und Herausforderungen von Städten auf digitalem Weg zu lösen – mit Hilfe von Apps“ (Köhler 2012). Hierbei werden die Möglichkeiten digitaler Technologien für neue Formen von eGovernment, ePartizipation und Bürgerengagement umsetzungsorientiert erforscht.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

bring your own visions! bericht vom stattutopie festival in Basel

Visionen, Ideen und Projektansätze für die Stadt der Zukunft sammeln und die Möglichkeiten der Zukunft feiern – das war Ziel des stattutopie festivals in Basel. Im Rahmen der Diplomarbeit von Livia Matthäus am Institut Hyperwerk for Postindustrial Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst der FHNW wurde in der Alten Markthalle Basel darüber diskutiert, wie wir in Zukunft in unseren Städten zusammenleben können und wollen.

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Die Markthalle Basel bietet frei gestaltbare Räume zum Mieten. – Eigene Fotos

»Weil morgen auch mal heute ist«

Die Markthalle, ein 1929 errichteter Stahlbeton-Kuppelbau – zu seiner Erbauung der drittgrößte Bau seiner Art weltweit – befindet sich am Rande der Basler Innenstadt. Nach dem Verkauf an einen Investor 2009 entstanden hochpreisige Ladenflächen, allerdings scheiterte aufgrund mangelnder Kundschaft das Konzept. Mit dem auf Umnutzungen spezialisierten Büro »in situ« wird die Markthalle neu belebt: Der große Innenraum unter der Kuppel wird von Street Food-Ständen genutzt, die ehemaligen Ladenflächen dienen nun als mietbare Projekträume. Als besonders spannend hat sich die Akustik beim Öffnen einer Dose in der Mitte der wirklich riesigen Kuppel herausgestellt.

In einem dieser Räume fand das stattutopie festival seinen Mittelpunkt: Eine offene Lounge mit Sofas und Sesseln verknüpfte den gastronomischen Bereich mit dem Innenraum des Festivals, eine Fotobox und eine Mitmachwand boten den bis zu 500 Besucherinnen und Besuchern der Markthalle niedrigschwellige interaktive Möglichkeiten, die auch rege genutzt wurden.

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