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Schlagwort »Partizipation«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

B_Tours Festival Berlin 30. August – 1. September 2013

Ab dem kommenden Freitag findet an verschiedenen Orten in Berlin die erste Ausgabe des B_Tour Festivals statt. Zum Festival wurden Gruppen sowie Einzelkünstler eingeladen experimetelle oder künstlerische Touren durch Berlin zu entwickeln, die das Verhältnis des Individuums zur urbanen Umgebung ausloten. Auf diese Weise werden nicht nur narrative Strukturen oder Gewohnheiten und urbane Routinen hinterfragt, sondern auch die politischen Dimensionen des Gehens in der Stadt, als aktives Format der Erkenntnis- und Wissensproduktion offengelegt. Gehen ist somit als aktiver gesellschaftlich-politischer Akt zu verstehen.

Logo B-Tours

Als Terrain dient der vielfach öffentliche Raum der Stadt, der auf mehreren Spaziergängen erforscht und erlebt werden kann. An den jeweiligen Abenden können die praktisch erworbenen Erkenntnisse innerhalb von Panel-Diskussionen theoretisch untermauert werden. Im Anschluss wird getanzt.

Karsten Michael Drohsel ist mit seinem Flanier-Spiel „Mitläufer – Fellow Walker“ vertreten und möchte über dieses Spiel für die politische Dimension von Planung und Wegen in der Stadt sensibilisieren. Um Anmeldung wird gebeten.

B_Tour Berlin 30. August – 1. September 2013 an verschiedenen Orten in Berlin
Zur Eröffnung des Festivals am 29. August 2013 gibt es im ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstrasse 27, Berlin Moabit, S-& U-Westhafen)
eine Feier, zu der alle Interessierten eingeladen sind.

Alle weiteren Informationen findet ihr auf den Webseiten: http://b-tour.org oder http://www.mikromakrowelt.de

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19. Juli: Urbanophil Filmabend zum Thema „Gehen in der Stadt“

Im Rahmen des am Wochenende stattfindenden Spaziergangswochenendes werden wir in Kooperation mit dem jungen Berliner Spaziergangslabel mikromakrowelt am Freitag den 19. Juli einen Filmabend zum Thema „Gehen in der Stadt veranstalten. Im M.I.N.T. grünen Klassenzimmer auf dem Tempelhofer Feld zeigen wir ab 20:30 Uhr die im Rahmen der Kölner Architektur Biennale „Plan 08“ entstandene Dokumentation En passant von Sybille Petrausch, welche die jeweiligen Positionen und Projekte von vier Protagonisten einer neuen Schule der Stadtwahrnehmung vorstellt.

In dieser Dokumentation werden u.a. Bertram Weisshaar, Markus Ambach, Christian von Wissel und Boris Sieverts vorgestellt und ihre Arbeit anhand von jeweils einem konkreten, in Köln stattgefundenen Projekt erläutert. Im Anschluss gibt es Möglichkeit zum Austausch oder zum Beobachten des Sonnenuntergangs in einmaliger innerstädtischer Kulisse. Bitte achtet darauf, dass es vor Ort keinen Getränkeverkauf gibt.

Wer am Nachmittag schon Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen mit Sebastian Strombach einen Spaziergang „Auf der Schwelle von Benjamin“ durch den Kiez um York-, Potsdamer- und Kurfürstenstraße zu unternehmen. Treffpunkt ist am Eingang „Yorkstraße“ zum Park am Gleisdreieck, Nahe S2, M19 und U7. Das gesamte Programm des Spaziergangswochenendes findet ihr hier, weitere Infos hier.

Die Aufführungsrechte für die Videodokumentation En Passant von Sybille Petrausch wurden uns freundlicherweise von Kay von Keitz und Sabine Voggenreiter zur Verfügung gestellt. Der Film ist Teil der Dokumentation der Kölner Architekturbiennale Plan 08 und liegt dem Band „En passant – Reisen durch urbane Räume: Perspektiven einer anderen Art der Stadtwahrnehmung“, erschienen im Jovis Verlag Berlin, als DVD bei. Siehe auch die Rezension des Buches auf diesem Blog.

Medienpartner:
Bauwelt und Urbanophil

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Vorankündigung: Konferenz „Stadt_Kirche“

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In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Gemeinde am Humboldthain wird urbanophil im Herbst 2013 eine zweitägige Konferenz veranstalten, um sich der Thematik kirchlicher Baustrukturen in der Stadt annimmt. Das Veranstaltungsteam ist der Meinung, dass es vor dem Hintergrund sich ändernder kirchlicher Strukturen wertvoll sein kann, den Blick darauf zu richten, welche Bedeutung Kirchen und Kirchengemeinden in der Entwicklung der Großstadt spielten und wie unter heutigen Bedingungen daran angeknüpft werden kann. Dabei steht zum einen die kulturhistorische Bedeutung von Kirchenarchitektur, zum anderen das Engagement von Kirchengemeinden für den sozialen Zusammenhalt in den Städten im Fokus. Um eine Vielzahl an Stimmen zu hören, soll sich dem Thema interdisziplinär angenähert werden.

Die Tagung wird vom 07.-08. Oktober 2013 in Berlin-Wedding stattfinden. Nähere Details folgen in Kürze. Fragen zur Tagung können bis dahin an Tobias Meier (t.meier@urbanophil.net) gerichtet werden.

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Rezension »En passant – Reisen durch urbane Räume: Perspektiven einer anderen Art der Stadtwahrnehmung« herausgegeben von Kay von Keitz und Sabine Voggenreiter

Neue Herangehensweisen an die Wahrnehmung von urbanen Räumen haben momentan Konjunktur. Begründet liegt dies in einem gesteigerten Interesse an urbanen Prozessen und den individuellen Lebensumwelten, die über unterschiedliche Formate bewusst gemacht und erlebt werden können.

Das Buch »En passant – Reisen durch urbane Räume: Perspektiven einer anderen Art der Stadtwahrnehmung«, das aus der Stadterfahrungsreihe der Kölner Architektur-biennale »Plan« im Jahr 2008 hervorgegangen ist, greift vier unterschiedliche Positionen zur Stadtwahrnehmung auf und präsentiert diese in Form einer erweiterten Dokumentation der zugrundeliegenden Spaziergänge.

Abb. Cover des Buches "En passant", Jovis Verlag Berlin

Abb. Cover des Buches „En passant“, Jovis Verlag Berlin

Die vier Protagonisten, die von den Herausgebern und Andreas Denk, dem Chefredakteur der Zeitschrift »der Architekt«, eingeladen wurden Spaziergänge durch die Kölner Innenstadt zu entwickeln, praktizierten diese im Rahmen der Veranstaltung und reflektieren diese in ihren Texten, die im Buch versammelt sind. Mit Markus Ambach, Bertram Weisshaar, Boris Sieverts und Cristian von Wissel konnten zugleich vier der aktivsten Protagonisten der Stadtwahrnehmungsszene gewonnen werden, die Einblicke in ihre Sicht-, Denk- und Vorgehensweise gaben.

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Rezension „WERTE. – Begründungen der Denkmalpflege in Geschichte und Gegenwart“ Hans-Rudolf Meier, Ingrid Scheurmann und Wolfgang Sonne (Hrsg.)

Selten fand ich das Cover eines Buches passender, als das des Bandes “WERTE.”, das letzten Monat im Jovis Verlag Berlin erschienen ist. Das Cover zeigt den halb abgerissenen Palast der Republik. Lediglich die Treppenhäuser stehen noch trotzig vor der „historischen“ Kulisse mit Lustgarten, Altem Museum, Berliner Dom, Marienkirche etc., aber auch vor der schon neubebauten Ecke an der Spandauer Straße.

Abb.: Jovis Verlag

Abb.: Jovis Verlag

Auf diesem, vom Fotografen Matthias Koch aufgenommenen Bild verdichten sich nicht nur an die 800 Jahre ablesbarer Berliner Stadtgeschichte, sondern auch die großen Auseinandersetzungen um Zerstören und Bewahren, was an dieser zentralen Stelle der Hauptstadt immer mehr mit Bildern und politischen Narrativen zu tun hatte, denn mit zentralen Werten der Denkmalpflege und einer Diskussion um diese.

Obgleich es für den Berliner Schlossplatz zu spät ist, eine (erneute) Wertediskussion zu führen, kann am Umgang mit dem Areal, dem Abriss des Palastes der Republik und dem Gezerre über die Neubebauung gut abgelesen werden, wie sich die Rahmenbedingungen dieser, seit der Begründung der modernen Denkmalpflege um 1900, verändert hat. Nicht dass es um die Bebauung oder Nichtbebauung des Schlossplatzes keinen Diskurs gegeben hätte, doch das Verfahren offenbart, wie es heutzutage um die Erinnerungskultur im Lande bestellt ist. Und nicht nur das, sondern auch, wer die Akteure sind, mit welchen Interessen sie ihre Ziele verfolgen und mit welchen Argumentationen sie die Deutungshoheit über den Ort und die Geschichte erringen.

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