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Schlagwort »Partizipation«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Tatort Stadt – Wettbewerb für junge Planer

Neue Ideen braucht das Land! Vor allem in Hinblick auf die Beteiligung der Öffentlichkeit an Planungs- und Entscheidungsprozessen in der Stadtentwicklung. Deshalb haben das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)  und das Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) einen bundesweiten Ideenwettbewerb für junge Planer ausgelobt: Tatort Stadt.

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Video, Film & Fotografie →

Dave Meslin | The antidote to apathy


Partizipation ist eine elemantarer Bestandteil unserer Gesellschaft und wird immer wichtiger im zuküftigen politischen Prozess. So wird in der Leipziger Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt eine „aktiven Betiligung der Bewohner“ zur Bewältigung der Probleme auf Quartierseben gefordert. Allerdings wird dieser Forderung in der Realität oft nicht nachgekommen, viel eher kann man von einer „intentional exclusion“ reden, wie es Dave Meslin in seinem Vortrag formuliert.

Er stellt auf unterhaltsame Weise dar, wie und warum Bürger sich vielfach nicht so in Planungsprozesse und Politik einbringen, wie es eigentlich wünschenswert wäre. Eine inspirierende Analyse, die hoffentlich zum Umdenken anregt.

[via dérive]

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Was bleibt von der Tempelhofer Freiheit?

Prärie von grossmax via SenStadt

Am 15. April 2011 wurden „gross.max“ und „sutherland architects“ als Sieger des Wettbewerbsverfahrens Parklandschaft Tempelhof gekürt. Der Auswahl ging ein langes und intensives Wettbewerbs- und Verhandlungsverfahren voraus, indem aus zunächst 78 Entwürfen sechs Preisgruppen ausgewählt wurden, die ihre Arbeiten in einem fast einjährigen Prozess zur Abgabereife brachten. Angepasst wurden die Entwürfe den in Bürgerforen abgefragten Wünschen der Berlinerinnen und Berliner, den Beiträgen der Fachleute und der Bezirke und der rasanten Entwicklung des Feldes, die es ganz ohne jegliche Planung vollzog.

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Kunst & Kultur →

Faktor Kunst

Klingt interessant: Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft sucht Ideen und Projekte für partizipatorische Kunstprojekte! „Faktor Kunst“ ist das erste wichtige Zeichen einer neuen konzeptionellen Ausrichtung der Stiftung. Deshalb können sich auch KünstlerInnen und Akteure mit ihren Projekten bewerben, die spartenübergreifend arbeiten.

Ihr Anliegen sollte es sein, mit ihren Projekten aktiv in gesellschaftliche Prozesse einzugreifen und Impulse zur Verbesserung des sozialen Miteinanders zu geben. Dabei ist gerade auch die Kooperation mit kulturellen und/oder sozialen Vereinen, Institutionen und Organisationen (gemeinnützig oder am Gemeinwohl orientiert) wünschenswert. (Montag Stiftungen Kunst und Gesellschaft)

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Blick über den Bretterzaun – Was sagt denn die Direkte Demokratie dazu?

In letzter Zeit wird im Zusammenhang mit Planungsverfahren in Deutschland häufig über die Vor- und Nachteile der Direkten Demokratie gesprochen. Doch wie sieht es im Musterland der Direkten Demokratie aus? Morgen z.B. wird über die geplante Aufstockung eines Getreidesilos mitten in der Zürcher Innenstadt abgestimmt.


Screenshot von der Webseite neinalschance.info

Im Kern geht es darum, dass die alteingesessene Getreidemühle an anderer Stelle durch Neuplanung einen Silo verloren hat und gleichzeitig aber auch stark gewachsen ist. Aus diesen Gründen soll der innerstädtische Silo nun von 40 auf 118m! aufgestockt werden. Dieses Vorhaben kollidiert allerdings zum einen mit dem Hochhausleitbild der Stadt Zürich, zum anderen mit dem Willen der Züricher Stimmbürger. Hauptargumente sind dass durch den Neubau einige angrenzende Gebiete eine Verschattung erfahren (darunter ein wichtiges Naherholungsgebiet, für das 40m Abstandszone vorgesehen ist und ein Sommerfreibad); dass die Verarbeitung der Produkte von Swissmill nicht am Standort passiert, sondern „auf der grünen Wiese“ am Stadtrand (was zusätzlichen Verkehr produziert); dass die Bürger bei der Entscheidung übergangen worden sein sollen (klingt vertraut) und dass die Aussichtsplattform dem Vorstand von Swissmill vorbehalten sein und nicht für die Bevölkerung geöffnet werden soll. Aus diesen Gründen gibt es morgen in Zürich eine Abstimmung über den privaten Gestaltungsplan „Kornhaus Swissmill, Zürich Aussersihl“.

Man darf gespannt sein, ob auch hier die Bürger den fürsorglichen Planungen der Stadt und des Investors einen Strich – oder besser ein Kreuz – durch die Rechnung machen, oder ob das Stimmbürgertum, über Vor- und Nachteile umfassend aufgeklärt, für eine so gravierende Ergänzung der Innenstadt plädiert. Egal wie die Abstimmung ausgeht, das Ergebnis ist in der Schweiz bindend.

Zusammenfassung aller strittigen Punkte in dieser Präsentation, weitere Infos hier und hier; Danke an unsere Freunde von www.flaneur.ch für den Hinweis.

P.S. Übrigens – Morgen dürfen wir BerlinerInnen auch Abstimmen, nämlich über die Offenlegung der Wasserverträge. Schon dran gedacht mal hinzugehen? Wer wissen möchte worum es geht kann sich hier last minute informieren.

Nachtrag der Ergebnisse am 14. Februar: Swissmill darf das Hochhaus bauen und die Berliner dürfen die Wasserverträge einsehen.

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