Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Schlagwort »Partizipation«
Städtebau & Architektur →

Beethovenhalle: Die Perle am Rhein


Beethovenhalle in Bonn (Foto: Julia Haun)

Nä wat is dat schön! Ein grandios anmutender Anblick, wenn man bei Sonnenschein und blauem Himmel am Rhein entlang fährt und das Massiv erblickt, welches sich vom Ufer aus erhebt und dem Himmel entgegenwächst. Die Rede ist von der Beethovenhalle, die mittlerweile 50 Jahre hier am Rheinufer steht und gerade vor dem Abriss bewahrt wurde.

weiterlesen →

Städtebau & Architektur →

Nachkriegsmoderne ade.

Pressebild_Beethovenhalle_1959_Initiative+Beethovenhalle
Die Bonner Beethovenhalle ist vom Abriss bedroht.
(Quelle: © Schafgans Archiv/ Hans Schafgans)

Hach wie schön wars früher noch, als die junge, aufstrebende Bunderepublik mit ihren funktional-ästethischen, schwingenden Gebäuden der kriegsgebeutelten Stadt wieder etwas Leben einhauchte.

Vor allem die Baudetails – fein gegliederte Fassaden, geschwungene Treppen und Handläufe, lichtdurchflutete Eingangshallen, Fenster- und Bodenmosaike, kunstvoll verzierte Türgriffe – geben den Gebäuden aus den 1950er Jahren ein unverwechselbares Gesicht (monumente online).

Die Demokratie verliert vierlerorts ihr Gedächtnis. In Hannover soll der von Oesterlen sensibel in das historische Ensemble eingefügte Plenarsaaltrakt umgebaut oder abgerissen werden, vom historischen Zentrum in Berlin ist Nennenswertes kaum übrig geblieben und in Bonn wurde der alten Plenarsaal von Hans Schwippert bereits 1987 abgerissen.

Auf der Suche nach irgendwas, was bleibt. Die Nachkriegsmoderne erfährt in jüngerer Zeit wieder eine Wertschätzung – und der Abriss all jener Gebäude, die stadtbildprägend und den Menschen ans Herz gewachsen sind, können nicht mehr ohne Widerstand der Bevölkerung vollzogen werden.

weiterlesen →

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Mediaspree – Gegendemo und Pro-Argumente

Nachdem ja schon die Demo auf der Spree ein Erfolg war, geht es nun in die nächste Runde. Am Samstag den 12.07. findet die Spreeparade statt: „Zu Wasser, zu Lande und in der Luft!“. Dabei sind die HI, MS-Versenken und natürlich viele andere.

Um das Thema aber auch mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, hier der Hinweis auf einen lesenswertern Artikel aus dem Tagesspiegel: „Der Fluss und die Stadt“.

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Neukölln knallhart? Strategien gegen Jugendgewalt im Stadtquartier

Die ZukunftsWerkStadt 07 der Heinrich Boell Stifting (HBS) nähert sich dem Thema Jugendgewalt aus der Perspektive des Quartiers bzw. des Sozialraumes. Bestimmte Arten der Gealt ballen sich in Kiezen, die sowieso schon von sozialen Problemen gebeutelt sind. Jugendkriminalität ist dabei die öffentlich sichtbare Form der Gewalt, die sich aber in den privaten Räumen oftmals in anderer Form fortsetzt. Es sollen Ursachen der Gewalt diskutiet werden und Wege aufgezeigt werden, wie sich Bewohner erfolgreich engagieren können.
Das vollständige Programm finden Sie auf den Seiten der Heinrich Böll Stiftung.

Veranstaltungsort:
Jugendzentrum Lessinghöhe Neukölln
Mittelweg 30
12053 Berlin
Anmeldung erbeten!

Digitale Stadt →

Das Handy als städtischer Emanzipator

„Partizipative Stadtplanung“ hat oft den Beigeschmack von langwierigen und wenig ergiebigen Podiumsveranstaltungen. Ein Zusammenschluß von der Universität Berkeley (USA) und von Intel, unter dem Namen urban-atmospheres, versucht derweil diesen Begriff auf das städtische Individuum zu lenken, dem es gilt durch technische Neuerungen ein besseres Verständnis und somit Handlungsspielraum in seiner täglichen Umgebung zu geben. Dazu wird vor allem das um Software und Sensoren erweiterte Handy als Vehikel benutzt, weil es die meisten Städter ständig mit sich tragen. Von hier aus werden eine Reihe von Projekten vorgestellt, welche Forschung und Anwendung in einem sind und auf schöne Namen wie Jabberwocky, Hullabaloo oder Jetsam hören.

(Quelle:urban-atmospheres, Handy mit Sensor und Karte der Luftqualität in Accra, Ghana)

Das erste Projekt ist noch relativ einfach zu verstehen. Erweitert um „Super-Sinne“ soll das Handy in die Lage versetzt werden, Umweltdaten zu sammeln wie z.B. Luftqualität, UV-Strahlung und Wasserqualität. Eingespeißt in dynamische Karten könnte so jeder nachvollziehen in welchen gesundheitlichen Räumen er sich bewegt und sein Handeln dementsprechend verändern oder sich an die Stadt wenden.

(Quelle: urban-atmospheres, Darstellungen auf dem Handy)

Verfolgt man dann die weiteren Projekte von urban-atmospheres so verschwimmen zunehmend Sinn, technischer Aufwand und Machbarkeit. Unter dem Namen „Sashay“ soll es z.B. eine Software geben, welche dem Benutzer eine Karte der umliegenden Sendemasten samt ihrer ID-Nummer zeigt. Weitere Programme sollen die Interaktion zwischen den Straßenbenutzern fördern, Daten untereinander austauschen und so ein Bild erstellen, wen man schon wie oft und wo über den Weg gelaufen ist. Zu guter letzt soll der digitale Begleiter aus vielen Faktoren (Luftverschmutzung, Nähe zum Stadtkern, Freunden usw.) einen „urban score“ ermitteln, welcher meine Beziehung zur Stadt wiedergibt. Falls hierfür die angeboreren Sinne nicht mehr ausreichen, könnte auch ein analoges Gespräch mit Menschen helfen.

Spannend im Ansatz, wirken manche Resultate von urban-atmospheres wie die Fantasien von technikverliebten Nerds.

nach oben ↑
Themen