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Schlagwort »Petition«
Städtebau & Architektur →

Online-Petition: Denkmalschutz für das ICC!

Das ICC im Herbst 2010

Das ICC im Herbst 2010

Sicher, es gibt wirkungsvollere Instrumente als Online-Petitionen, um Veränderung herbeizuführen. Dennoch, wenn es um den Erhalt des ICC geht, ist uns jedes Mittel Recht! Michelle Stekowski hat genau so eine Petition, gerichtet an Senatsbaudirektorin Lüscher, ins Leben gerufen mit dem Ziel der sofortigen Unterschutzstellung des Gebäudes. Sie argumentiert u.a. dass:

Kein anderes Bauwerk in Berlin steht für die Technische Moderne wie das ICC. Architektenidee und Ingenieurskunst, Parameter die in 4 Jahren Bauzeit fusioniert wurden und somit ein denkmalwürdiges Objekt geschaffen haben. Die Vollendung in Funktionalität, Architektur, Innendesign bis hin zum Leitsystem stellt ein großartiges Gesamtkunstwerk dar, welches seines Gleichen sucht.
Nicht umsonst wurde das ICC 2009 zum wiederholten Male mit dem „World Travel Award“ ausgezeichnet. Dieser Award wird von den Wahlberechtigten, in Zahlen: 167.000 Fachleuten, weltweit aus der Tourismusbranche kommend, verliehen. Ihrerseits mit der Begründung, dass das ICC eine besondere Architektur aufweist und mit seiner räumlichen Vielfalt außergewöhnlich ist. Mit Verlaub, aus unserer Sicht – selbstredend.

Bitte unterstützt die Petition und natürlich auch alle anderen Initiativen zur Rettung der Berliner Technikmoderne!

Urbane Mobilität →

Kassel kon Rad – Für den Erhalt des Fahrradverleihsystems KONRAD in Kassel!

In vielen europäischen Städten sind Fahrradverleihsysteme mittlerweile fester Bestandteil moderner Mobilitätspolitik - in Kassel soll das erfolgreiche gestartete KONRAD gleich wieder abgebaut werden (Bild: urbanophil)

In vielen europäischen Städten sind Fahrradverleihsysteme mittlerweile fester Bestandteil moderner Mobilitätspolitik – in Kassel soll KONRAD gleich wieder abgebaut werden (Bild: urbanophil)

Radfahren ist in aller Munde und inzwischen mehr als nur eine Art der Fortbewegung. Vermehrt gehen auch Städte auf diese Tatsache ein und installieren Fahrradverleihsysteme zur Förderung einer nachhaltigen Mobilitätskultur. So auch Kassel. Seit dem Frühjahr 2012 gibt es dort das mit 500 Rädern und 52 Stationen ausgestattete System mit dem schönen Namen KONRAD. Innerhalb der ersten zwei Monate haben sich bereits mehr als 8.000 Kunden angemeldet und über 30.000 Fahrten gemacht.

Das System konnte mit einer Anschubfinanzierung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) aufgebaut werden, diese Gelder laufen jedoch Ende 2012 aus. Da sich das System bislang nicht durch die Fahrteinnahmen selber trägt, ist eine Nachfolgefinanzierung erforderlich. Im Haushalt der Stadt Kassel für das Jahr 2013 ist KONRAD jedoch nicht vorgesehen.  Lösungsvorschläge gibt es z.B. aus einer Gruppe von Kasseler Studierenden, diese scheitern jedoch am AstA der Universität Kassel, der einer moderaten Erhöhung der Semesterbeiträge zugunsten des KONRADs nicht zugestimmt hat. Das System steht damit vor dem Aus.

Deshalb gibt es nun eine Petition zum Erhalt des KONRAD. Aus dem Petitionstext:

Diese Petition fordert die Stadtverordneten, die Betreibergesellschaft KVG und den AStA der Uni Kassel dazu auf, eine nachhaltige Finanzierungsgrundlage für KONRAD zu schaffen, durch eine gemeinsame Anstrengung, die unter anderem finanziert wird aus einer Erhöhung des KONRAD-Beitrags im Semesterticket um 2 €. KONRAD muss BLEIBEN, KONRAD passt zu KASSEL, KONRAD kämpft mit uns gegen den KLIMAWANDEL, KONRAD radelt mit uns in die ZUKUNFT!

Dass das allein nicht ausreichend sein kann, ist klar. Deshalb ist mit dem Aufruf zur Unterzeichnung der Petition hier auch die Einladung an alle zur Nutzung des Systems verbunden. Denn nur durch Nutzung und Verbreitung kann das System auch langfristig gesichert werden. Mitzeichnen! Mitfahren!

Kunst & Kultur →

Gefährdete Lichter der Stadt

Historische Gaslaterne am Klausener Platz, Charlottenburg

Historische Gaslaterne, Typ "Modellleuchte", am Klausener Platz in Charlottenburg. Quelle: C. Kloss

Das warme Licht des Sonnenuntergangs gehört zur Urlaubspostkarte aus dem Süden, das Polarlicht ist ein Grund für Urlaub im Norden, im sommerabendlichen Straßencafé müssen Teelichter in papierumwickelten Gläsern flackern, zum Dinner gehört der ruhige, dämmrige Kerzenschein und zum Berliner Straßenraum die Gaslaterne. Licht ist entscheidend für die Atmosphäre eines Ortes. Das trifft auch auf die Städte zu, wo zur nächtlichen Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum die Straßenbeleuchtung eine der wichtigsten Komponenten ist – die Art der Laternen und des Laternenlichts erzählt von der Beschaffenheit des Quartiers und wirkt auf dessen Attraktivität und Nutzerfreundlichkeit: helles Schlaglicht markiert eher die Ortsausgangsstraße, Flutlichter weisen auf das Stadion, Peitschenlaternen stehen meist an Verkehrsknoten und sanftes, warmorangenes Licht brennt meist dort, wo die Menschen bis tief in die Nacht im Café sitzen. Warmes Licht generiert vor allem die Gaslaterne, die insbesondere das Berliner Nachtbild prägt. Mal wieder heißt es, sich selbst ein Bild zu verschaffen bei nächtlichen Spaziergängen und zwar schnell, denn wenn es nach dem Senat geht, gehen in den historischen Gaslaternen bald die Lichter aus.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Es wird gekürzt! Städtebauförderung 2012 – Neues aus dem Bundestag

Im Bundestag wurde jetzt über die Städtebauförderung debattiert. Im letzten Jahr wurden die Mittel des Bundes für die Städtebauförderung um rund 150 Mio. Euro gekürzt. Die große Kritik an der Sparmaßnahme wurde von Urbanophil durch die Petition „Stadt fördern! Statt kürzen.“ unterstützt. Und jetzt wieder: Es wird gekürzt.

Die Mittel sinken um 10%, was allerdings durch ein neues KfW-Programm zur energetischen Stadterneuerung in Höhe von rund 90 Mio. Euro kompensiert werden soll. Die Argumentation von Peter Ramsauer zur neuen Mittelverteilung und die zum Teil emotionalen Zwischenrufe können in einem Videomitschnitt des Bundestages nachvollzogen werden. Sehenswert auch oder gerade, weil einige Fragen bleiben: Warum wird das Programm „Soziale Stadt“ im letzten Jahr drastisch gekürzt und jetzt als „segensreiches“ Programm bezeichnet und die Mittel wieder erhöht? Warum betont Peter Ramsauer in diesem Jahr die große Bedeutung der Städtebauförderung für die Wirtschaftskraft in den Kommunen, wenn doch im letzten Jahr der Eindruck entstand die Städtebauförderung sei überflüssig?

Weitere Infos und das Video aus dem Bundestag unter www.bmvbs.de

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Städtebauförderung erneut von Kürzung bedroht

Wieder fragt man sich: Wieviel Platz wird die Städtebauförderung in Zukunft einnehmen?

Wieder fragt man sich: Wieviel Platz wird die Städtebauförderung in Zukunft einnehmen?

Aktuell beginnen Haushaltsverhandlungen auf Bundesebene und wieder droht eine drastische Kürzung der Städtebauförderung um bis zu 40 Prozent. Darauf weist der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) in einer Presseerklärung hin und benennt die möglichen Auswirkungen für Berlin und Brandenburg. Bereits 2010 wurden Kürzungen vorgenommen, was allgemein großes Unverständnis und Proteste ausgelöst hatte. Auch urbanophil und über 1.000 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unserer online-Petition „Stadt fördern! Statt kürzen.“ haben sich für die Bedeutung der Städtebauförderung und gegen eine kurzsichtige Streichung der Mittel ausgesprochen. Jetzt sieht es so aus, als wenn der 2010 ursprünglich geplante Umfang der Kürzung um 50 Prozent durch die nochmalige Kürzung nun erreicht werden könnte und damit die Anstrengungen des letzten Jahres konterkariert werden. Über aktuelle Entwicklungen halten wir Euch auf dem Laufenden.

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