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Schlagwort »Radverkehr«
Urbane Mobilität →

Protected Intersection

Was nützen wunderbar geschützte oder abmarkierte Fahrradspuren, wenn die Kreuzungen die eigentliche Gefahrenquelle sind. Eine Lösung ist die geschützte Kreuzung, protected intersection, die der Stadtplaner Nick Falbo für einen Wettbewerb kompakt in einem Video erklärt. Er bezieht sich hierbei auf den niederländischen Fahrrad-Aktivisten Mark Wagenbuurs und sein Blog Bicycle Dutch, das definitiv auch einen Besuch lohnt.

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Mit der App für Radwege demonstrieren

Radwende

Screenshot der Webseite Radwende

Was tun, wenn eine Stadt als fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands bewertet wird, so wie es in Wiesbaden der Fall war? Dann sollte man Aufmerksamkeit für diese Problematik erzeugen und Lobbyarbeit für eine bessere Verkehrspolitik machen. Genau dies setzt das Projekt Radwende in Wiesbaden – und zwar auf wunderschöne und medial interessante Weise –  um. So können die Fahrradfahrer mittels App ihre zurückgelegte Strecken als GPS-Daten sammeln.

Wiesbaden hat im ADFC Test als die fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands abgeschlossen. Schuld daran ist zum einen die fahrradfeindliche Infrastruktur, aber auch die Respektlosigkeit den Radfahrern gegenüber und die fehlende Lobby. Das wollen wir ändern! Und dafür brauchen wir in erster Linie euch, die Radfahrer. Unsere App macht Radfahrer in Wiesbaden sichtbar und nimmt damit Einfluss auf die Gestaltung der Stadt. Das erreichen wir durch die tatsächliche Nutzung der Infrastruktur selbst, also durch eure täglich gefahrenen Strecken. Das Prinzip ist denkbar einfach: wir zeichnen die Strecken einzelner Radfahrer auf und konsolidieren sie auf einer Karte.

Diese Daten werden dann am nächsten Tag im Museum Wiesbaden als analoge Karte ausdruckt, womit eine gelunge Übersetzung digitaler Spuren im Stadtraum erfolgt. Durch diese kollaborative Form der Datenerfassung wird jeder gefahrene Kilometer zu einer Aufforderung die Infrastruktur zu verbessern und die App Radwende zu einem digitalen Tool, um für eine bessere Infarstrukturpolitik zu demonstrieren.

[Danke an Dennis für den Hinwies]

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Groningen – The World’s Cycling City

Vor gut zwei Jahren haben wir euch an dieser Stelle bereits die Grünphase für alle in Groningen vorgestellt. Jetzt haben die Leute von Streetfilms das niederländische Groningen etwas ausführlicher portraitiert als The World’s Cycling City. Bereits Anfang der 1970er wurde hier die Mobilitätspolitik der Stadt drastisch geändert und auf das Fahrrad gesetzt.

Die besagte Grünphase ist dabei nur eine von zahlreichen Maßnahmen, die ergriffen wurden. Es zeigt sich – und das wird in dem Film auch explizit gesagt – dass ein paar Radstreifen hier und eine paar Fahrradständer dort nicht zu einem Umdenken führen, sondern ein ganzes Bündel an Maßnahmen notwendig ist.

Sei es die radfreundliche Verkehrsführung in der Groninger City oder die Fahrradparkhäuser (Mehrzahl!) an der Hoofdstation (Hauptbahnhof) mit insgesamt über 10.000 Stellplätzen, es ist einfach beeindruckend, was hier alles möglich ist. Selbst der dortige IKEA-Markt hat mietbare Lastenfahrräder, die den Filmemachern zufolge vor allem von den 50.000 Studierenden genutzt werden.

Nicht alles, was gezeigt wird, ist extrem neu und innovativ, aber die Bandbreite und konsequente Durchführung beeindruckt ungemein und kann gerne in der ein oder anderen Stadt als Vorlage dienen. Schön wäre es!

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Dringend gesucht: Velophile Crowdfunder für WE ARE TRAFFIC

Alle Fotos © 2012 Björn Lexius & Till Gläser

Alle Fotos © 2012 Björn Lexius & Till Gläser

WE ARE TRAFFIC , das wunderschön anzuschauende Projekt zur Hamburger (und Berliner) Fahrradkultur braucht  dringend velo- und urbanophile Hilfe bei einer Crowdfunding-Aktion. Das erst im vergangenen Oktober 2012 gestartete Projekt hat in der “Fahrrad-Community” rasante Verbreitung und Anerkennung gefunden, über 5.000 Fans bei Facebook sind es mittlerweile, beim Fahrrad-Blog-Ranking des Fahrradjournals hat es auf Anhieb für Platz 4 gereicht. Vollkommen zu Recht, die mittlerweile fast 150 Fotostrecken von Hamburger und Berliner Radfahrern sind ein echter Hingucker und bestes Marketing für die so klare wie einfache Botschaft: Nehmt das Fahrrad endlich als Verkehrsmittel ernst, WE ARE TRAFFIC.

Gestartet haben das Projekt die beiden Fotografen Björn Lexius & Till Gläser. Beide haben seit geraumer Zeit den Plan, die besten Fotos in einem hochwertigen Bildband zu

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leises.berlin.de: Auf dem Weg zu einer neuen Beteiligungskultur?

Screenshot zum Online-Dialog (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt / Zebralog)

Screenshot zum Online-Dialog (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt / Zebralog GmbH & Co. KG)

Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat die BerlinerInnen zur Diskussion über die Geräusche der Stadt eingeladen. Auf der Internetseite leises.berlin.de konnten sie Anfang 2013 vier Wochen lang ihre Erfahrungen über zu laute Straßen oder Flugrouten mitteilen. Einerseits finde ich die Methodik dieses partizipativen Verfahrens einen Fortschritt für die Berliner Beteiligungskultur, anderseits bezweifle ich die tatsächliche Durchschlagskraft der Ergebnisse in der Umsetzung.

Meine Wohnung ist ein traditioneller Altbau. Vor ein paar Wochen stellte leider das Fenster der inneren Balkontür seinen Dienst ein und dekorierte unseren Boden mit unzähligen Glasstückchen. Für die Reparatur wurde die Tür komplett entfernt. Der Raum war kälter als vorher, der größte Unterschied war jedoch zu hören: Berlins omnipräsenter Schall des Verkehrs.

Als ich den taz-Artikel “Wo darf’s noch etwas leiser sein?” (27.01.2013) durchlas, wurde mir der Umfang des Problems bewusst.

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