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Schlagwort »Sakralbauten«
Städtebau & Architektur →

Moderne in Haselhorst

Wer am Sonntag schon woanders ist, kann die Siedlung im Buch anschauen. Michael Bienert, Moderne Baukunst in Haselhorst, Berlin Story Verlag, 2015.

Wer am Sonntag schon woanders ist, kann die Siedlung im Buch anschauen. Michael Bienert, Moderne Baukunst in Haselhorst, Berlin Story Verlag, 2015.

1928 begann in Berlin-Haselhorst ein Experiment im Siedlungsbau: das größte Wohnungsbauprojekt im Berlin der Weimarer Republik sollte 12.000 Menschen zeitgemäßen Wohnraum bieten. Als Reichsforschungssiedlung – der Name geht auf die 1927 gegründete „Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen“ zurück – ist die Siedlung heute als Denkmal geführt. Damals sollten, ähnlich wie es heute wieder erforderlich ist, Lösungen für die drängende Wohnungsnot erarbeitet werden. Zu den Initiatoren der Gesellschaft gehörten die Reichstagsabgeordnete Marie-Elisabeth Lüders, Bauhaus-Gründer Walter Gropius und Architekt Otto Bartning. Die Reichsforschungsgesellschaft erarbeitete Vorschläge für die Optimierung von Wohnungsgrundrissen und förderte Untersuchungen beim Bau von modernen Siedlungen, wobei neue architektonische Ideen, Bautechniken, Baustoffe und Bauabläufe zu erproben waren.

Die Bauhaussiedlung in Dessau-Törten ist Inbegriff dieses Siedlungsbaus. Weniger bekannt ist die Siedlung in Haselhorst, obgleich sie das größte Projekt der Reichsforschungsgesellschaft ist. 1928 schrieb die Gesellschaft einen städtebaulichen Ideenwettbewerb aus, den Walter Gropius zusammen mit dem Ingenieur Stephan Fischer gewann. Gropius schlug eine Bebauung mit zehn- bis zwölfstöckigen Wohnzeilen vor, die sich allerdings nicht durchsetzen konnte. In Folge der Streitigkeiten zwischen Gropius und der Reichsforschungsgesellschaft wurde das 45 Hektar große Areal in mehrere Baublöcke aufgeteilt und Planungsaufträge an verschiedene Architekten vergeben: Paul Mebes, Paul Emmerich und Otto Bartning gehören zu den bekanntesten.

Bartning entwarf 1934/35 auch die Weihnachtskirche auf dem Areal. Am kommenden Sonntag, 10. Juni 2018, lädt die Otto Bartning-Gesellschaft zur Besichtigung von Weihnachtskirche, Siedlung und einer Musterwohnung aus der Entstehungszeit ein. Treffpunkt ist um 11:15 Uhr am Turm der Weihnachtskirche, Haselhorster Damm 54 in 13599 Berlin-Spandau.

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urbanoQUIZchen-Gewinnspiel: s.wert-Kalender 2015

S.wert-Kalender 2015

Es ist mittlerweile schon Tradition: Das s.wert design-Kalender-Gewinnspiel bei URBANOPHIL. Auch in diesem Jahr hat uns s.wert design drei ihrer tollen Kalender zur Verfügung gestellt, damit wir sie unter Euch verlosen können.

Der 2015er-Kalender steht unter dem Motto „Spirit Berlin“:

Berlin – eine multireligiöse Stadt mit bewegter Geschichte. Der s.wert Kalender 2015 „Spirit Berlin“ zeigt, wie sich kulturelle und religiöse Vielfalt im Verlauf der Zeiten in Stein und Beton und im Stadtbild manifestiert haben.
Zu sehen sind Bauten der preußischen Baumeister genauso wie Kirchen von Architekten der Nachkriegsmoderne und Sakralbauten zeitgenössischer Architekten.

Was Ihr in diesem Jahr tun müsst? Löst das urbanoQUIZchen zum Thema Sakralbauten und schickt die richtigen Antwortsbuchstaben (je Frage A, B oder C) an gewinnspiel@urbanophil.net. Einsendeschluss ist Freitag, 5.12.2014, 23:59 Uhr. Unter allen richtigen Einsendungen losen wir drei Gewinner, die per Mail benachrichtigt werden. Die Auflösung der Fragen und Antworten gibt es dann zu Nikolaus hier auf unserem Blog.

Kleingedrucktes:
Keine Mehrfachteilnahme (max. 1 Kalender p.P.). Portofreier Versand der Kalender nur innerhalb Deutschlands (Teilnahme aus dem Ausland herzlich willkommen, aber im Falle dass Ihr gewinnt, müsst Ihr das Porto selber tragen). Die Gewinner werden per Mail kontaktiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Spaß und viel Erfolg!

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Tagung: Digitaler Sakralbauatlas

Bild_StElisabeth

Abb. T. Meier

Wir haben uns Ende letzten Jahres ja schon im Rahmen der Tagung „Stadt_Kirche“ mit den verschiedenen Schnittstellen zwischen städtischen und kirchlichen Akteuren beschäftigt (Tagungsbericht). Insofern ist es erfreulich zu sehen, dass auch an anderer Stelle in eine ähnliche Richtung gedacht wird und wir gerne auf eine spannende Tagung hinweisen: Am 21. März findet an der Bauhaus-Universität Weimar die Tagung „Digitaler Sakralbauatlas. Standortbestimmung für Deutschland“ statt. Dort wird vor allem der Frage nachgegangen, wie unter veränderten demografischen Bedingungen mit dem Bestand an Sakralbauten umgegangen werden kann. Vor allem soll der Gedanken erkundet werden, ob ein digitaler Sakralbauatlas eine Entscheidungsgrundlage für eine Entwicklung der Gebäudesubstanz bieten könnte und wie dieser aussehen müsste.

Nähere Informationen können der Einladung entnommen werden, um Anmeldung wird gebeten.

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