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Schlagwort »Schlossplatz«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

ZDF-Beitrag: Der Palast des Luxus auf dem Schlossplatz

Das Herz Berlins sitzt mittig. Foto: Galene Haun

Das Herz Berlins sitzt mittig. Foto: Galene Haun

In den mehr als fünf Jahren von urbanophil taucht ein bestimmter Ort immer wieder in den Beiträgen auf: Der Schlossplatz in Berlin. Zu Beginn lag der Fokus der Beiträge noch auf dem Palast der Republik, mittlerweile auf den ersten Anzeichen des Schlosses. Zukünftig wird es hoffentlich auch um das Nutzungskonzept des Humboldt-Forums gehen, darüber wurde und wird in dieser fast vollständig städtebaulich geprägten Debatte fast gar nicht debattiert.

Vielleicht sind die Debatten um das richtige Nutzungskonzept aber auch gar nicht notwendig. Ein Team der ZDF-Sendung Aspekte hat jedenfalls in die Zukunft geschaut und einen ziemlich unterhaltsamen Beitrag gedreht. 2017, das Geld ist alle und da kommt ein chinesischer Investor mit einer interessanten Idee daher: Der Palast des Luxus für den Schlossplatz.

Grüne Stadt →

Mehr Herz für den Schlossplatz!

In den letzten Wochen wurde viel über das Wetter geklagt: „Achtung Sondermeldung, die Jahreszeiten werden umbenannt: Frühling, Scheiße, Herbst und Winter“ hieß es mitunter… Dabei können Spaziergänge im strömenden Regen zur Klärung von unruhigen Gedanken beitragen und vor allem freut sich die Natur. Berlin’s Parks (und bestimmt nicht nur die) erstrahlen dieser Tage in einem so erfrischendem Grün, wie man es selten erlebt hat im August. Aus diesem Grund kommt derzeit auch eine der schönsten und schlichtesten urbanen Interventionen Berlin’s besonders gut zur Geltung: Das Herz auf dem Schlossplatz! Ein Herz im Herzen Berlins. Ein Herz aus purer Natur, Guerilla Gardening mit Herz sozusagen. Das Herz erstaunt, entzückt und wirft Fragen auf: Denn das Herz gibt es jetzt bereits im zweiten Jahr (oder sogar schon im dritten?), weshalb wir wirklich gerne wissen würden: Wie wurde das denn nun angestellt? Dünger? Feinstes Spezialsaatgut? Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, Antworten dürfen gerne per Kommentar diesem Artikel hinzugefügt werden. Einfacher ist die Lösung bei einer anderen urbanen Garten-Internvention auf dem Schlossplatz, die wir schon vor längerer Zeit dokumentiert hatten. Hier hatte man mit Krokus-Zwiebeln das Wort „Schlast“ gepflanzt…

Der Schlossplatz bietet übrigens nicht nur Freunden des gärtnerischen Müßiggangs Gelegenheit sich auszutoben. Auch ein Tape-Art-Künstler hat sich verwirklicht mit einer expliziten Aufforderung: TAPE THAT. Und so verstehen wir sowohl die Tape-Art, als auch das Herz als Kritik und Kommentar zur aktuellen Situation auf und Diskussion um den Schlossplatz und das Humboldt-Forum (und die Humboldt-Box). Oder sollten wir besser sagen: Zum Nicht-Stattfinden einer wirklichen Diskussion? Hat irgendjemand das Gefühl, dass

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Es wird Gras über die Sache wachsen…

Der Bau des Berliner Stadtschlosses ist heute von der schwarz-gelben Bundesregierung bis auf das Jahr 2014 verschoben worden. „Wir haben für die Jahre 2011 bis 2013 keine Mittel eingestellt“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Bereits im Jahr 2013 wird neu gewählt und unter einer neuen Regierung dürfte das Projekt wohl erneut auf den Prüfstand geraten, die tatsächliche Realisierung steht damit wohl auf einem recht unsicheren Fundament. Die Taz titelt schon: „Merkel sprengt das Stadtschloss“. Philipp Oswalt, Bauhaus-Direktor und langjähriger Kritiker des Projekts, äußerte sich im Tagesspiegel wie folgt: „Das ist ein spätes Eingeständnis, dass ein politisch gewolltes Projekt bei der Bevölkerung keine Rückendeckung bekommen hat“. Wie recht Philipp Oswalt mit dieser Aussage hat, zeigte uns erst in der vergangenen Woche das Ergebnis einer Forsa-Umfrage, in der sich knapp 80 Prozent (!!!) der Berliner gegen einen Schlossbau ausgesprochen haben.

Die – aus unserer Sicht höchst erfreuliche und überfällige Entscheidung – hat auch auf der Facebook-Seite von urbanophil schnelle

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Kunst & Kultur →

Neues vom Schlossplatz…

Frühling in Berlin. Frühling auch auf dem Schlossplatz, wo der Rasen der Republik erneut ein kräftiges Zwischengrün annimmt. Archäologen suchen in alten Kellern nach Originalem, während in der nun fertig gestellten Humboldt-Box die gewünschte Kopie gepriesen wird. Auf dessen Ostseite bewirbt Audi unzeitgemäße fossile Mobilität, während sich davor Radfahrer an der komfortablen, hölzernen Wegeverbindung zwischen Breiter Straße und Unter den Linden erfreuen (keine Schlaglöcher!). Beim Vorbeifahren ertönt hier fiepende Klangkunst, finanziert mit österreichischem Geld. Es gibt Menschen, die derartige Geräusche für einen Tinitus halten. Schön ist immer noch der Rundum-Blick, manch einem gefällt er, andere verspüren ein starkes Verlangen nach DICHTE und haben Phantomschmerz.
Die Weite und das Grün strahlen Ruhe aus, all der Streit und die Diskussionen sind für einen Moment vergessen. War da was? Was war da noch…? Schloss, Palast, Volkspalast, Ruine, Denkmal, Streitobjekt, Humboldt-Forum, Schloss, Abriss, Palast, „Rückbau“, Zwischengrün, Wiederaufbau, Schloss, Humboldt-Forum, Herz, historische Mitte, historische Bedeutung, deutsche Geschichte, Schloss, Palast, Schloss……….? Wer soll da eigentlich noch mitkommen? Selbst die Botanik ist verwirrt…:

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Vortrag Bruno Flierl: Vorwärts in die Vorvergangenheit – Die neue Berliner Mitte vom Lustgarten bis zum Alexanderplatz

In der Vortragsreihe „Akademie c/o“ mit Seminaren zur „Raumproduktion in der Berliner Republik“ wird diesmal über die Neue Mitte Berlins diskutiert.

„Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg sah sich die DDR 1949 vor die Aufgabe gestellt, im geteilten Berlin ihre Hauptstadt zu planen und die historische Mitte der Stadt – nun als azentral gelegenes neues Zentrum ihres Stadtgebietes in Ostberlin – zu entwickeln. Zu diesem Zweck verfolgte sie zwei Ziele: Herausbildung eines neuen zentralen Ortes von Staat und Gesellschaft in der Mitte der Stadt und Schaffung eines verkehrstüchtigen, zugleich repräsentativen Weges von Osten ins Zentrum als neue räumliche Durchwegung der Stadt: von der Karl-Marx-Allee über den Alexanderplatz und die Spreeinsel bis in die Straße Unter den Linden.
Seit 1991 zielt die Bundesrepublik im vereinten Berlin als ihrer neuen Hauptstadt – bei Akzeptanz des neuen Alexanderplatzes als dem Drehpunkt der entstandenen räumlichen Durchwegung der Stadt – auf den Rückbau der zentralen Bereiche zwischen Lustgarten und Alexanderplatz in die Vorvergangenheit: zuerst mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses auf der Spreeinsel und neuerdings mit der verstärkten Propaganda einzelner Planer für eine Rekonstruktion der Berliner Altstadt zwischen Spree und Alexanderplatz.
Darüber sollte öffentlich diskutiert werden!“
Mehr Infos auch bei ARCH+.

Zeit: 9.Dezember 2009 um 19:00
Ort: Temporäre Kunsthalle Berlin, Schlossplatz

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