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Schlagwort »Schlossstraße«
Städtebau & Architektur →

Während Bonn schon denkt, wird in Berlin noch kahl geschlagen.

 

Bald abgebaut: Rümmlersche Wolkendecke im U-Bahnhof Halemweg.

Bald abgebaut: Rümmlersche Wolkendecke im U-Bahnhof Halemweg.

Die Initiative Kerberos Berlin fasst heute in folgender Pressemitteilung den aktuellen Stand zur Zerstörung der nachkriegsmodernen U-Bahnhöfe Berlins zusammen:

Die Situation um den U-Bahnhof Schloßstraße spitzt sich zu, die Architektin des U-Bahnhofs Schloßstraße, Ursulina Schüler-Witte, bezeichnet die Pläne für den umgebauten Bahnhof als „Karikatur“ ihres Entwurfs und droht mit einem Baustopp. Ihr Urherberinnenrecht könnte einen kostenintensiven Rückbau zur Folge haben.

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Wir müssen darüber reden: Der problematische Umgang der BVG mit ihrem architektonischen Erbe

Die originalen Lampen sind ausgeschaltet, stattdessen werden Halbkugelleuchten benutzt. Auch zu sehen: die grüne Farbe, die aktuell auf den Sichtbeton aufgebracht wird.

Umgestaltung im U-Bahnhof Schlossstraße: Auf den Sichtbeton wird eine grüne Farbe aufgebracht, die Stationsschilder werden durch neue ersetzt (rechts), die mit glatter Oberfläche, einer anderen Schrifttype und lediglich aufgemalten Einkerbungen wenig mit dem Original zu tun haben. Die originalen Lampen in den gelben Auskragungen sind bereits ausgeschaltet, stattdessen werden Halbkugelleuchten an der Decke genutzt.

Der Abriss von Rainer Rümmlers ikonischem Eingangspavillon am Berliner U-Bahnhof Bayerischer Platz (eröffnet 1971) war der erste wirklich sichtbare Akt einer besorgniserregenden Entwicklung: seit Jahren werden kleinere, aber dafür nicht minder zerstörende Maßnahmen wie das unsensible Austauschen von Bodenbelägen, Stützenverkleidungen, Wandkeramik oder willkürliche Neuanstriche und konzeptionslose Folienbeschichtungen in Bahnhöfen wie Bismarckstraße, Fehrbelliner Platz, Bundesplatz, Nauener Platz, Osloer Straße, Adenauer Platz Richard-Wagner-Platz und anderen Bahnhöfen vollzogen und blieben dabei leider weitgehend unbemerkt. In den letzten Tagen wurden erneut Pläne zur Sanierung von U-Bahnhöfen bekannt, die beispiellos substanzzerstörend sind.

Dabei gehört das ungewöhnlich umfangreiche und erstaunlich epochengemäße U-Bahnnetz, das während der Teilung der Stadt auf West-Berliner Seite um über 80 Stationen erweitert wurde, zu den Spezifika Berlins. Während die Bahnhöfe, die bis 1960 entstanden sind fast alle unter Denkmalschutz stehen, erleiden die Bahnhöfe der Technikmoderne gerade einen Sanierungsschlag, der nichts mehr von diesem Erbe übrig lassen wird.

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