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Schlagwort »Straßenbahn«
Urbane Mobilität →

Neue Mobilität für die Motor City – Detroits QLine

Nachdem die Straßenbahn in Detroit in den 1950er Jahren durch GM zur Förderung von Autoverkäufen abgewickelt wurde, unternimmt die Stadt nun eine neuen Versuch, das ÖPNV-System der Stadt zukunftsfähig aufzustellen. Seit Mitte Mai fährt die Detroit Q-Line auf der zentralen Woodward Avenue auf einer Strecke von 15 km. Bis zum 1. Juli war die Fahrt in der Straßenbahn kostenlos, erste Reaktionen der Mitfahrenden sollen positiv sein. Gleichzeitig besteht die Sorge, dass die Q-Line ähnlich wie der unbemannte Detroit People Mover aufgrund fehlender Akzeptanz scheitert. Das wäre schade, denn die bunt gestalteten Züge sind eine Bereicherung im Verkehrssystem und im Straßenbild der Stadt. Zudem ermöglichen sie  Menschen ohne Auto schnell, günstig und nachhaltig in die Innenstadt zu kommen.

 

 

Grüne Stadt →

TED talk über den Fortschritt bei der Lowline

Die High Line in New York ist ohne Zweifel ein toll umgesetztes Projekt, das auf die Initiative einiger weniger zurückgeht, die dieses Industriedenkmal erhalten wollten. Dasselbe Ziel verfolgen Dan Barasch und James Ramsey, die ein unterirdisches Straßenbahndepot in der Lower East Side retten und zu ebenfalls zu einem Park – der Lowline – umgestalten wollen. In diesem TED Talk erzählt Barasch (mit etwas Pathos…) von ihren Fortschritten, zu denen zuvorderst der Technologie-Demonstrator zählt, den sie mithilfe von Crowdfunding finanziert haben und mit dem sie in einem Lagerhaus nachgewiesen haben, dass sie ausreichend Sonnenlicht untertage transportieren können, um Pflanzen wachsen zu lassen. Darauf aufbauend hoffen die Initiatoren, dass sie die Metropolitan Transportation Authority überzeugen können, ihnen die Fläche zu überlassen. Es wird spannend sein zu beobachten, ob ihnen das gelingt und sie Investoren für das geschätzt US$ 55 Mio. teure Projekt gewinne können.

Kunst & Kultur →

Der Fußgänger fressende Straßenbahnfisch

Daniel Disselkoen war es leid, vier Jahre lang ohne Abwechslung jeden Tag dieselbe Tram zur Kunstakademie nehmen zu müssen. Selbst der Blick aus dem Fenster langweilte ihn zu Tode. Eine alternative Fahrtroute kam nicht in Betracht, also entschied sich Disselkoen die Straßenbahnfahrt für sich und seine Mitfahrenden etwas unterhaltsamer zu gestalten.
Das Ergebnis ist der „Man-eater“, ein kleiner Fisch, der auf die Fensterscheibe der Tram geklebt wird. Die Aufgabe der Fahrgäste ist es, mit dem Fisch so viele Köpfe von Passanten, an denen die Tram vorbeifährt, zu „essen“. Als High-Score zählt die Anzahl gefressener Köpfe pro Haltestelle.

Grüne Stadt →

Helsinki Plant Tram

In Helsinki gibt es eine schöne Aktion, in der eine alte Straßenbahn durch die Stadt fährt und dazu einlädt und aufruft, dass die Bewohner Pflanzen vorbeibringen. In der Plant Tram werden sie dann für einige Zeit durch die Stadt gefahren und werden dann in einem, später vielleicht auch mehreren öffentlichen Gärten der gesamten Stadtbevölkerung zugänglich gemacht.

Das Video zur Aktion ist eher absurd, die Idee ist aber überaus charmant. Eine ähnlich nette Idee hatten im vergangenen Jahr die Künstler Anne Duk Hee Jordan und Shira Wachsmann, die einen Straßenbahnzug der BVG zur „Dschungel-Tram“ umgestaltete haben. Allerdings besticht das Projekt in Helsinki mit der Möglichkeit, dass die ganze Stadt mitmachen kann und so ein kollaborativer Garten von und für alle entsteht.

Urbane Mobilität →

Straßenbahnlinie M10: Berlins rollender Club

http://hstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/110530_tram_mom.mov

Die Entwicklung, die die Straßenbahnlinie M10 in Berlin in den vergangenen Jahren genommen hat ist schon ziemlich einzigartig. Sie ist das ultimative Verkehrsmittel zwischen verschiedenen Clubstandorten in Kreuzberg, Friedrichshain und Prenz’lberg. Was zunächst als sanftes Vorglühen auf dem Weg zur Party anfing, hat sich mittlerweile allwochenendlich zu einer Spontanparty zwischen Eberswalder und Warschauer Straße entwickelt. Das hat sich mittlerweile rumgesprochen und so berichtet Tagesspiegel und das ZDF hat vor Kurzem die oben eingebettete Reportage gesendet. Im Lonely Planet steht sie in der aktuellen Ausgabe noch nicht, aber das ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Sonntags, nachdem die letzten verstrahlten Clubleichen nach Hause gefahren sind, wird die M10 dann auch noch zentraler Zubringer zum Mauerpark, in dem jeden Sonntag ein Volksfest ohne Organisator stattfindet.

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