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Schlagwort »Südamerika«
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Sammelrezension: Megacities

 

In den beiden Büchern „Megastädte zwischen Begriff und Wirklichkeit“ von Johanna Hoerning und „Glauben in Mega-Citys“ von Margit Eckholt und Stefan Silber (Hg.) nähern sich die Autoren auf unterschiedliche Weise den Megastädten Südamerikas. Während Johanna Hoerning eine grundlegende Untersuchung des Begriffs der Megastadt in Abgrenzung von der Großstadt in Brasilien vornimmt, widmen sich Margit Eckholt und Stefan Silber der „Pastoral urbana“ Lateinamerikas in Form eines Sammelbands. Beiden Werken ist gemein, dass sie die Perspektiven lateinamerikanischer Forscher und Praktiker einbringen möchten.

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Rezension „Torre David“ von The Urban-Think Tank, ETH Zürich

Ein 45stöckiges Hochhaus mitten in Caracas, Venezuela, welches nie fertig gestellt wurde, jahrelang leer stand und nun von circa 3000 Menschen halblegal und selbstverwaltend bewohnt wird, das ist Torre David. Das Team von Urban-Think Tank beschäftigt sich bereits seit 10 Jahren mit den Wohngegenden, die benachteiligt von Regierung und Investoren sind oder denen sogar jegliche Unterstützung verwehrt bleibt. So auch Torre David. Im Rahmen ihrer Untersuchungen entstand dieses Buch, welches Einblicke in die Entstehung, die Gründe für den Abbruch des Baus, den Leerstand und die einsetzende informelle Inanspruchnahme als Wohnort anschaulich bebildert liefert.

Lars Müller Publishers

Abb.: Lars Müller Publishers

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Ecuador – La Revolucion Ciudadana

Rathaus von Cuenca, eigene Aufnahme

Rathaus von Cuenca, eigene Aufnahme

Ein Logo auf einem gekauften Souvenir-T-Shirt am „Mitad del Mundo“ Denkmal am  Äquator – beziehungsweise in seiner Nähe, die ursprünglichen Messungen hatten sich um knapp 240 Meter geirrt – trägt die Aufschrift: „!Mucho Mejor! Si es hecho en Ecuador“. Auf den ersten Blick sieht es wie eine logische „Buy local first!“  Interpretation  aus – „Es ist viel besser wenn es in Ecuador hergestellt wurde“ – und scheint Hand in Hand mit den landesweiten Initiativen zu gehen, welche den Tourismus als Wohlstandsgewinn für alle herausstellen wollen. „Begrüße einen Touristen stets mit einem Lächeln!“ steht auf einem Plakat in Quitos Innenstadt. Doch in der Aussage liegt ein entscheidender Irrtum im kulturellen Selbstverständnis des Landes – das dahinter implizierte Selbst- und Nationalbewusstsein fehlt dem Land im Gegenteil vermeintlich komplett. Für die Mehrzahl der Einwohner scheint alles andere besser zu sein als die eigene Kultur. Und trotz eines reichen urbanen Erbes – unter anderem wurden mit Quito und Cuenca zwei Städte komplett von der UNESCO unter Welterbeschutz gestellt, Quito seinerzeit sogar als erste Gesamtstadt überhaupt – trifft das besonders auf die städtische Kultur zu. Umso bezeichnender ist, dass das ganze Land seit Rafael Correas erster Präsidentschaft 2007 zumindest augenscheinlich und von den hunderten Plakaten im öffentlichen Raum her von einer „Revolucion Cuidadana“ erfasst ist.

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Moving Beyond the Automobile, Teil IV: Schnellbusse

Teil 4 der Streetfilms-Serie dreht sich um ein Thema, das eher in Südamerika verbreitet ist: Schnellbusse. Andererseits hat der Autor dieses Posts einige Jahre in Hamburg neben einer HVV-Schnellbus-Station gewohnt, ganz unbekannt ist das Thema also auch wieder nicht.

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