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Schlagwort »Technikmoderne«
Städtebau & Architektur →

Forschungsinitiative zum ICC

Das ICC bei Nacht. Fotograf: Maik Bischoff via flickr.

Endlich hat sich für die große Schatzkiste an der Avus eine Forschungsinitiative aus Architekten und Kunsthistorikern gefunden, die einen Diskurs über den Wert des ICC anstoßen möchte. Sie öffnet eine Plattform, auf der über die Herausforderungen hinsichtlich des Erhalts dieses und ähnlicher Gebäude diskutiert werden soll.

Wir sind überzeugt, dass eine behutsame Sanierung mit den richtigen Partnern, viel Sachverstand und Kreativität auch ohne den Verlust der Originalsubstanz zu bewerkstelligen ist. (For ICC)

Städtebau & Architektur →

Betonburg ade

Bauten und Plätze der 1960er und 1970er Jahre prägen vielerorts unsere Städte oder setzen markante Akzente. Die heute oft als Klötze gescholtenen Großbauten sind in die Jahre gekommen: Sie bedürfen daher der Pflege und ganz besonders der Vermittlung ihrer Qualitäten an die breite Öffentlichkeit (BHU).

Die Hauptverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover in Laatzen besteht aus einem 1970 geplanten, vollklimatisierten 8,5-geschossigem Hauptgebäude mit je vier Großraumbüros pro Etage für 2.500 Mitarbeiter und 1,5 Technikgeschossen. Die Materialität des Bauwerks verleiht ihm eine gewisse Zeichenhaftigkeit. 1977 von den Mitarbeitern bezogen, soll der heute überdimensionierte Verwaltungssitz durch einen Neubau abgelöst werden. Die Zukunft des Betonungetüms als „eine weithin sichtbare Landmarke von Laatzen“ war zunächst offen, sollte das Haus verkauft und von einem Investor umgenutzt werden.

URBANOPHIL →

TV Tipp Abendschau: Berlin, schrecklich schön


Diese Woche widmet sich die rbb-Abendschau Orten mit hohem Streitwert. Es geht um Orte, Bauwerke und Plätze, die manche “ganz schön schrecklich und andere ganz schrecklich schön finden”. Heute Abend in der Sendung, die um 19.30 beginnt und Nachrichten aus Berlin und Brandenburg bringt, geht es um den Bierpinsel. Urbanophil findet den Bierpinsel bekanntermaßen schrecklich schön. Die guten Gründe dafür erklärt unser urbanophil-Bierpinselexperte Lukas Foljanty dem rbb-Team. Reinschauen! 19.30 Uhr, rbb. Auch online live und in der Mediathek.

Städtebau & Architektur →

Call for papers: Post-War Architecture in Europe

Poliklinik Halle

Das Netzwerk 45+ sucht Beiträge für die nächste Konferenz am 7./8. September 2012 in Darmstadt, bei der es hauptsächlich um den “community space” gehen wird. Einreichungen bis zum 22. April an 45plus@fgstadt.org:

Large housing estates of the post-war era have shaped the face of many cities throughout Europe. In the original plans of the 1950s-1980s they were to amend the urban structure and in many cases they were expected to enable a superior form of communality and urbanity. The estates were built to ease the housing shortage, but were also thought to quite literally become the home for a “new society”, be it under socialist regimes or the democratic welfare state. The reformation of society was linked to plans for a constructed environment and was expected to be supported by the environment of the estates and, most crucially, their community spaces.

urbanoQUIZchen →

urbanoQUIZchen#4: Schüler/Schüler-Witte

urbanoQUIZchen#4: Schüler/Schüler-Witte

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Weitere Infos zum Verkehrsknoten Steglitz und Schüler/Schüler-Witte gibt es hier: http://www.urbanophil.net/index.php/architektur/endlich-literatur-zum-steglitzer-bierpinsel/
Die Antworten sind unten hervorgehoben
Frage 1
Weshalb wurde der U-Bahnhof Blissestraße, trotz gewonnenem Architekturwettbewerb, nicht von Schüler/Schüler-Witte gestaltet?
A
Der Entwurf von Schüler/Schüler-Witte wurde zwar von der Jury als bester des Wettbewerbs geehrt, stellte sich aber als erheblich teurer aus, als ursprünglich geplant.
B
Rainer Rümmler, Oberbaurat und der "Grenander" des Nachkriegs-U-Bahnbau in Berlin, intervenierte, weil ihm der Entwurf zu radikal war. Seine Formensprache war (noch) weitaus zurückhaltender und arbeitete mit einfarbigen Kleinfließen mit weißem Schriftband.
C
Bernhard Hermkes, in dessen Büro Ralf Schüler und Ursulina Witte jobbten, war Jury-Mitglied.
Question 1 Explanation: 
Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte waren im Studium Schüler von Hermkes und begannen 1961 in dessen Büro mitzuarbeiten. Ralf Schüler wurde so faktischer Urheber des Gebäudes der Architekturfakultät der TU Berlin. Der Entwurf für den U-Bahnhof Blissestraße war der erste eigenständige Wettbewerbsbeitrag der beiden. Die Jury-Teilnahme führte zwar zum Ausschluss der beiden, da ihr Entwurf aber so überzeugte, bekamen sie von Bausenator Schwedler das Angebot, einen U-Bahnhof ihrer Wahl ohne Ausschreibung gestalten zu dürfen. Ihre Wahl fiel auf den U-Bahnhof Schloßstraße.
Frage 2
Wie hoch liegt der Nutzwertfaktor der Aufzugsanlange des Bierpinsels? Der Nutzwertfaktor berechnet sich aus der Besucherkapazität des Turms pro Stunde durch die Beförderungskapazität der Aufzüge pro Stunde.
A
1,31
B
2,35
C
0,97
Question 2 Explanation: 
Mächtig stolz war man auf die Duplex-Aufzugsanlage, der ein kleines Kapitel in der Vermarktungsbroschüre des Bierpinsels gewidmet wurde. Man bemühte sich hervorzuheben, dass mit einem Wert von 1,31 der Bierpinsel weit vor den Fernsehtürmen in Hamburg, Dortmund oder Stuttgart und auch als der Funkturm in Berlin läge.
Frage 3
Welches der folgenden Projekte wurde von Schüler/Schüler-Witte nicht gestaltet?
A
Entwurf für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses
B
Feuerwehrwache Wiener Straße, Kreuzberg
C
Rosa Luxemburg-Mahnmal am Landwehrkanal
Question 3 Explanation: 
Die Feuerwehrwache Wiener Straße stammt von Rainer Rümmler, der bei weitem nicht nur U-Bahnhöfe in Berlin gestaltet hat. Und ja: Schüler/Schüler-Witte setzten sich 1990 für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses ein. Allerdings weitestgehend unbeachtet.
Frage 4
Welche Nutzung befand sich zur Eröffnung im Jahr 1976 im Bierpinsel?
A
1. Turmgeschoss: Bierkneipe 2. Turmgeschoss: Showroom für Russische Exportwaren 3. Turmgeschoss: Restaurant für deutsche Küche
B
1. Turmgeschoss: Weinkeller 2. Turmgeschoss: Argentinisches Steakhaus 3. Turmgeschoss: Café
C
1. Turmgeschoss: Luftschifffahrt-Themenrestaurant 2. Turmgeschoss: Hertha BSC-Fanlokal 3. Turmgeschoss: Wiener Kaffeehaus
Question 4 Explanation: 
Sehr zum Leid von Schüler/Schüler-Witte hatten die beiden Architekten keinen Einfluss auf die Imnenraumgestaltung des Bierpinsels. Und so entstand auf 26 m Höhe tatsächlich ein rustikaler Weinkeller und darüber ein Steakhaus im Cowboy-Kitsch.
Frage 5
Der Bierpinsel hat über 1.000 m2 Nutzfläche. Aber wie groß ist seine Schaftgrundfläche?
A
150 Quadratmeter
B
66 Quadratmeter
C
42 Quadratmeter
Question 5 Explanation: 
Die Fundamentplatte des Bierpinsels ist ca. 150 Quadratmeter groß. Die Grundfläche des Turmschafts hat aber nur 42 Quadratmeter. Die Tragwerkskonstruktion, die dem gotischen Kathedralbau entlehnt ist, erlaubt die starke Auskragung, um die 1.000 Quadratmeter Nutzfläche zu erzeugen.
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