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Schlagwort »U-Bahn«
Kunst & Kultur →

Fotoausstellung „Under Ground“

Foto Under Ground - Ausstellung

(Quelle: Loredana Nemes)

Noch bis Sonntag, den 8. Februar, ist im Berliner Museum für Kommunikation die Ausstellung „Under Ground“ der Fotografin Loredana Nemes zu besichtigen. In den Städten Bukarest, Berlin, London, New York, Paris und Moskau fotografierte Nemes Menschen in U-Bahnen. Die bestechend schönen schwarz-weiß Fotografien sind einzelne Momentaufnahmen oder kleine Fotoserien, die den Besucher sofort zu Interpretationen der dargebotenen Szenerien anregen. So könnte oben stehendes Foto auch ein gutes Motiv für die BVG-Kampagne „Augenblicke“ abgeben, wobei dort ja bereits auf „qualitätsvolle“ Comic-Ästhetik gesetzt wird. Wer vor dem Besuch noch etwas mehr über die Ausstellung erfahren möchte, kann sich auch bei YouTube informieren.

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Versicherung für Schwarzfahrer


Im März 2008 fand in Stockholm der ‚ÄöNolltaxedagen“ („der Keinegebührentag“) statt – eine Aktion, bei der mit gemeinschaftlichem Schwarzfahren gegen eine neue Preiserhöhung der Verkehrsbetriebe protestiert wurde.

Mitinitiert hat dies Planka.nu, eine Initiative, die sich dafür einsetzt, dass die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel kostenlos wird. Das Besondere an dieser Initiative ist, dass es eine Versicherung für Schwarzfahrer entwickelt hat. „Versicherungsnehmer“ zahlen statt der für eine Monatskarte benötigten 690 SEK (knapp 70 ‚Ǩ) monatlich 100 SEK in eine Gemeinschaftskasse ein. Dazu kommen 100 SEK Selbstbeteiligung bei jeder fälligen Strafe. Den Rest der Strafgebühr von 1.200 SEK übernimmt dann Planka.nu.

Planka.nu versteht sich explizit als politisch aktive Gruppe, die gerade in letzter Zeit verstärkt Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit betreibt. So wurde mit der schwedischen Linkspartei und verschiedenen Umweltverbänden zusammengearbeitet, um u.a. die negativen Auswirkungen eines geplanten Autobahnausbaus zu thematisieren. Und wer will kann auf der Website der Organisation Schwarzfahrer-Merchandise-Artikel erwerben.

Ob man die einzelnen Aktionen für gerechtfertigt hält oder nicht, aber die Forderung nach kostenlosem ÖPNV rückt die wichtige soziale Frage in den Vordergrund, für wen aus finanziellen Gründen öffentliche Verkehrsmittel (oder eben nicht) nutzbar sind.

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