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Schlagwort »U-Bahn«
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Mind the Gap!

Ein Beitrag von Frank Schmitz und Ralf Liptau von der Initiative Kerberos

IMG_7978Mit der Aufnahme von sieben U-Bahnhöfen der Linie 7 in die Denkmalliste (vgl. Beitrag von Verena Pfeiffer-Kloss) hat Berlins Kultursenator Klaus Lederer einen Teil der Forderungen umgesetzt, die wir als Initiative „Kerberos“ im vergangenen Jahr formuliert hatten. Sieben U-Bahnhöfe aus den 1980er-Jahren sind damit vor der zerstörenden Umbauwut der BVG-Bauabteilung geschützt. Das Presseecho ist äußerst positiv, unter anderem berichteten die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost, der Tagesspiegel, die Deutsche Welle und der RBB.

Die Unterschutzstellung der postmodernen Bahnhöfe in Spandau ist allerdings nur ein Etappensieg. Auf der Pressekonferenz am 28. März kündigte Landeskonservator Jörg Haspel an, dass die Aufnahme weiterer U-Bahnhöfe der Nachkriegszeit in die Berliner Denkmalliste derzeit vorbereitet wird – was wir als Initiative natürlich begrüßen und nachdrücklich fordern.

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7 postmoderne U-Bahnhöfe in Berlin unter Denkmalschutz

U-Bahnhof Paulsternstraße, Rainer Rümmler, 1984 - Kapitell der Mittelstütze

U-Bahnhof Paulsternstraße, Rainer Rümmler, 1984 – Kapitell der Mittelstütze

Heute nachmittag stellte Klaus Lederer im U-Bahnhof Paulsternstraße die jüngsten Berliner Baudenkmale vor. Der Ort des Geschehens gehört selbst auch dazu: der U-Bahnhof Paulsternstraße ist Teil der U-Bahn im Berliner Bezirk Spandau, die 1980 und 1984 eröffnet wurde: Siemensdamm, Rohrdamm, Paulsternstraße, Haselhorst, Zitadelle, Altstadt Spandau und Rathaus Spandau bilden eine einzigartige architektonische, städtebauliche, technische und konzeptkünstlerische Einheit, die nun, beinahe vollkommen unangetastet, ihre angemessene Wertschätzung erfahren.

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Denkmalschutz für Berliner Pop-Art-Architektur!

Bierpinsel, U Schlossstraße, U Fehrbelliner Platz auf der Denkmalliste

Turmrestaurant Steglitz ("Bierpinsel"), Ralf Schüler/Ursulina Schüler-Witte, 1974.

Turmrestaurant Steglitz („Bierpinsel“), Ralf Schüler/Ursulina Schüler-Witte, 1974

Ein wichtiger, ganz bedeutender Schritt: das Landesdenkmalamt Berlin setzte den Bierpinsel mit zugehörigem U-Bahnhof Schlossstraße und den U-Bahnhof Fehrbelliner Platz auf die Denkmalliste. Vielleicht bekommen die Ikonen West-Berlins so eine Chance auf den behutsamen Umgang, den die Initiative Kerberos und ihre zahlreichen Unterstützer*innen fordern. Da wird doch der Bierpinsel gleich ganz rot vor Freude!

Pavillon U Fehrbelliner Platz, Rainer G. Rümmler, 1971

Pavillon U Fehrbelliner Platz, Rainer G. Rümmler, 1971

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Kurzexpress durch den Untergrund: 44 Jahre U-Bahnarchitektur in Nürnberg

Ein Gastbeitrag von Patrick Weber

Typischer roter Zug mit weißem Streifen im U-Bahnhof Weißer Turm (1978) in Nürnberg.

Typischer roter Zug mit weißem Streifen im U-Bahnhof Weißer Turm (1978) in Nürnberg.

Die doch recht kleine Stadt Nürnberg hat eine überraschend großartige U-Bahn. Die ersten Strecken gingen 1972 in Betrieb, die letzten Stationen wurden 2011 eröffnet. Erstaunlich ist die durchweg hohe gestalterische Qualität der 46 U-Bahnhöfe, deren Architektur zwar selten bahnbrechend neu war, dafür aber die zeitgenössische State of the Art im U-Bahnbau auf höchstem Niveau umsetzt. So kann man in Nürnberg nachkriegsmoderne U-Bahnarchitektur kompakt durchfahren und dies obendrein mit einer führerlosen U-Bahn. Unser Gastautor Patrick Weber gibt einen Überblick.

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10 Jahresfeier – urbanoTOUR # 2: Farbwelten unter der Erde

So warb die West-Berliner BVG 1971 für die längste Streckenverlängerung seit dem Zweiten Weltkrieg.

Mit diesen Plakaten warb die West-Berliner BVG 1971 für die längste Streckenverlängerung seit dem Zweiten Weltkrieg mit U-Bahnhöfen aus Alu und knalligen Farben.

Der Himmel war grau, die Natursteinfassaden beige, der Schnee von schwarzen Abgasen verdreckt, die maroden Altbauten bröckelten vor sich hin, als sich unter der Erde die Tore öffneten zu blitzsauberen leuchtenden Farbwelten in knalligem, trendigem Orange, Lila, Gelb und tiefem Schwarz. Das war im Winter 1970/71, als in West-Berlin 11 neue U-Bahnstationen eröffnet wurden, die mit ihrer Farbigkeit und Materialwahl ein neues gestalterisches Zeitalter einläuteten: Farbräume und Pop Art waren die Inspiration des Architekten Rainer Rümmler für seine damalige U-Bahnarchitektur. Die Tour ist eine gemeinsame Erkundung einiger Bahnhöfe dieser Zeit, wobei Farbe, Raumwirkung und das Nachdenken über Architektur, Stadt und Berlin dieser Epoche im Fokus stehen.

Treffpunkt: 16 Uhr, Stahlglaswindfang am U-Bahnhof Berliner Straße

BVG-Ticket erforderlich.

Fragen gerne direkt an: v.pfeiffer-kloss@urbanophil.net

Die urbanoTOUR ist Teil des Programms des URBANOPHIL Geburtstagswochenendes.

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