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Schlagwort »U-Bahn«
Städtebau & Architektur →

Metro Makeover in Paris

Planschen, wo früher Züge durchrauschten? (by OXO Architectes + Laisné Architecte)

Planschen, wo früher Züge durchrauschten? (by OXO Architectes + Laisné Architecte)

Auf dem Blog Messy Nessy Chic haben wir ein besonderes Juwel entdeckt, das dazu geeignet ist, ein Glänzen in den Augen zu verursachen. Hintergrund ist die anstehende Bürgermeisterwahl in Paris, bei der die konservative UMP-Kandidatin Nathalie Koziuscot-Morizet erstaunlich detaillierte Pläne für die Umnutzung verlassener U-Bahnhöfe vorstellt.

Manal Rachdi (OXO Architectes)  and Nicolas Laisné (Laisné Architecte) haben der Idee einige starke Bilder gegeben, wovon der klare Favorit wohl der hier abgebildete Pool ist. Die Frage nach der baulichen Umsetzbarkeit eines wasserdichten Beckens auf ehemaligen Gleisen tief unter der Erde und die Kosten dafür lassen wir aber mal außen vor, führte uns aber auch zu der Frage, inwieweit solche Bilder Bürgermeisterwahlkämpfe beeinflussen können. Etwas ausführlichere Informationen auf Englisch auf dem Blog Messy Nessy Chic – welch ein Name! – und auf Französisch auf der Kandidatinnenseite.

Urbane Mobilität →

Sitzmuster & Polstercodes

Auch die Künstlerin Menja Stevenson hat sich bei "Bustour" den Sitzmustern angenommen.

Auch die Künstlerin Menja Stevenson hat sich bei „Bustour“ den Sitzmustern angenommen.

Während wir letzte Woche über selbstgemachte Gestaltungselemente in öffentlichen Verkehrsmitteln berichteten, geht es nun um grafische Elemente in Bussen und Bahnen, die anscheinend wirklich so geplant wurden: Sitzmuster. Ein Blog mit dem etwas übertriebenen Namen Sitzmuster des Todes hat wahrliche Scheußlichkeiten zusammengetragen, die montägliche Pendler-Übellaune tatsächlich noch verschlimmern können.

Die Kommentare zu den Bildern sind mit Vorsicht zu genießen. Eine Ausnahme sei hier jedoch erwähnt: ‚Vorauseilender Vandalismus‚ als Design-Haltung, die wohl auch beim klassischen Berliner U-Bahn-Sitzmuster zum Einsatz kam: eddingfarbenes Gekrakel – rot-blau-schwarz:

In der Galerie enthalten ist auch ein Werk der Stuttgarter Künstlerin Menja Stevenson, die sich filmisch und fotografisch mit demselben Thema auseinander gesetzt hat, aber eine ganz andere Ästhetik transportiert (siehe oben).

Auch auf dem tumblr-Blog Public Pattern Transport werden die grafischen Schönheiten der Busse und Bahnen dieser Welt gesammelt. Präzise Bezeichnungen von Stadt und Linie lassen ein Inventar der Sitzmuster-Vielfalt entstehen, das wahrlich in Betracht gezogen werden sollte, UNESCO-Weltdokumentenerbe zu werden.

Doch so unterhaltsam die nahezu endlosen Sitzmuster-Galerien sind, lassen sie doch drei essentielle Fragen unbeantwortet: Warum ist die Unterschiedlichkeit der Sitzmuster so enorm groß, dass es wohl kaum zwei Städte gibt, die die gleichen Polstercodes haben? Liegt dies daran, dass kein Muster als gelungen bezeichnet werden kann und es somit kein Best Practice gibt, das sich irgendwann durchsetzt? Und schließlich die grundsätzliche Frage: Wie könnte ein gelungenes Sitzmuster aussehen?

Kunst & Kultur →

London Tube – Signbusting

Umsteigen in 'Stop Staring', © Imgur LL.C.

Umsteigen in ‚Stop Staring‘, © Imgur LL.C.

Wer Adbusting / Subvertising zu politisch oder eindimensional findet, kann sich pünktlich zur Wochenmitte über diese neue Sub-Subkultur aus dem weiten Meer der Streetart freuen, bei dem wohl das Wort subversively zu subsurface umgedeutet wurde: Tube-Sign-Busting.

We apologise that all apologies for the chronic overcrowding on this train are shallow and meaningless.

Auch in Berlin gibt es schon zaghafte Versuche (siehe Bild unten), die Hinweisschilder der U-Bahn – neutral ausgedrückt – zu verändern. In London scheinen dort aber professionellere Macher am Werk zu sein, die zudem das Verhalten der Großstädter im Untergrund treffsicher auf den Arm nehmen.

Trotz wochenlangen Recherchen des Urbanophil-Teams war es leider nicht möglich, die Urheber herauszufinden und ihnen die sich aufdrängenden Fragen zu stellen. Aber die Bilder der ‚Signbusters‘ auf imgur.com sind auch ohne weitere Erklärung großartig!

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Trains of Thoughts – Gedanken und Züge

Wer jeden Tag U-Bahn fährt, kennt vielleicht das Gefühl, dass dieses unterirdische Gewirr aus Linien und Knoten mehr ist, als die bloße Funktion für den öffentlichen Massentransport verspricht. Während die einen im Dunkel unter der Stadt den nötigen Abstand zum aufzehrenden Alltag oberhalb finden, grübeln die anderen über gänzlich andere Dinge nach. Steht die U-Bahn in Moskau für die vergangene Zeit der Vormachtstellung innerhalb des sozialistischen Blocks, schürt sie in Hongkong die Angst vor fortschreitender Gentrifizierung und Filialisierung.

Timo Novotny hat sich in seinem unglaublich vielseitigen Film in all diese unterschiedlichen Blickwinkel hineinversetzt. Entstanden ist eine Mischung aus Musikvideo und Kurzgeschichten-Sammlung in und über die Metro. Portraitiert werden Menschen und ihre Bahnen in New York, Los Angeles, Tokio, Hongkong, Moskau und ein bisschen Wien.

„If I really keep using this packed train every day, maybe I can decide that suicide is better somehow.“

Sie philosophieren über die Selbstmordrate auf der Yamanote Line, die sakrale Architektur in Moskaus Bahnhöfen oder die sozialen Unterschiede in der Benutzung der Züge in LA – wer es sich leisten kann, fährt mit dem Auto. Dieses Kaleidoskop – hier passt der Begriff wirklich! – ist noch bis Montag, 6. Januar, in der Mediathek arte+7 zu sehen und danach hoffentlich ganz bald auch als DVD erhältlich.

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Adventskalender Tag 5: Der U-Bahnhof Southgate in London

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Station Southgate, London. Fotograf Torsten Seidel

Architekturtouristen, die am Londoner Flughafen Heathrow in die Piccadilly Line steigen, kommen gleich auf ihre Kosten: Die U-Bahnhöfe Osterley, Boston Manor, Northfields und Acton Town gehören zu den Ikonen der sog. Klassischen Moderne in England. Ein kurzer Stopp an jeder Station lohnt sich. Denn obwohl ihr Architekt Charles Holden einen Grundtypus entworfen hatte, gleicht kein Bahnhof dem anderen. Der aufmerksame Europäer, wie der Engländer zu sagen pflegt, wird sich bei so manch einem Detail an die Heimat erinnert fühlen.

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