Follow us on: Facebook · Twitter · RSS
 
Schlagwort »U-Bahn«
Urbane Mobilität →

Berlins ÖPNV-Netz im Zeitraffer

Zugegeben, es ist ein bisschen nerdig. Aber stadtgeschichtlich ist es dennoch interessant:
Martin Brake hat eine Google-Karte mit jahresscharfen Daten zur Entwicklung des schienengebundenen ÖPNV in Berlin erstellt. Der Clou dabei ist, dass man die Entwicklung im Zeitraffer abspielen kann. Sehenswert!

Kunst & Kultur →

Musik aus U-Bahn-Tickets

Design-Studenten der University of Dundee haben eine Spieldose aus gebrauchten U-Bahnfahrscheinen entwickelt. Je nachdem, wo die Karten gelocht wurden, können sie als ein anderer Ton erklingen. Doch damit nicht genug: Der Plan der Designer ist, dass die Spieldose in unmittelbarer Nähe zu den Zugangssperren im U-Bahnhof montiert wird und beim Validieren des Tickets durch einen Fahrgast anfängt zu spielen. Dadurch wollen sie erreichen, dass die täglichen Pendler für einen Moment etwas unerwartetes, positives in der U-Bahn erleben.
Das alles ist freilich noch im Prototypen-Stadium, aber der Fortschritt kann auf der Webseite von »Sound of the Underground« verfolgt werden.

Kunst & Kultur →

Der U-Schlafwagen

Spätabends: Die letzten Fahrgäste kommen müde von der Spätschicht, möchten nur noch ins Bett. Doch die U-Bahnfahrt nach Hause ist hart. Die Sitze sind unbequem und man droht einzunicken und seine Station zu verpassen.

Als „Service“ hat das Kollektiv »Improv Everywhere« den „Sleeper Car“ in der New Yorker U-Bahn ins Leben gerufen. Improv Everywhere hat sich zum Ziel gesetzt, Spaß und Chaos in den öffentlichen Raum zu bringen:

Improv Everywhere is a New York City-based prank collective that causes scenes of chaos and joy in public places.
Improv Everywhere

Der Sleeper Car ist komplett mit Bett, Kissen und Decke ausgestattet. Wer will, bekommt auch einen Pyjama und eine Augenklappe. Und der „Schaffner“ weckt die Fahrgäste an ihrer Wunschhaltestelle.

Video, Film & Fotografie →

Kurzfilm: Biotop

Der Film ist jetzt nicht mehr bei ARTE+7 verfügbar. Informationen zum Film und ggf. Wiederholungstermine findet Ihr hier.

Ein ganz toller Kurzfilm über alltägliche Begegnungen und Erlebnisse in der U-Bahn einer Metropole.

Eigentlich eine ganz normale Metrofahrt: Die Menschen steigen ein und aus, suchen sich einen Platz, taxieren ihre Mitfahrer… doch tief im Innern schlummert der Primat in ihnen, und ab und zu gewinnt er die Oberhand. Wer den Stärkeren markiert, hat auch im Menschenreich keinen Widerstand zu befürchten. Ironisch beschreibt ein Tierfilm-Kommentar den alltäglichen Wahnsinn des urbanen Biotops.

Noch 6 Tage ist der Film „Biotop“ von Meran Chabane bei ARTE 7+ zu sehen. Dringend zu empfehlen!

Urbane Mobilität →

Chromaroma – Das ÖPNV-Ticket als urbanes Gesellschaftsspiel

In vielen Städten der Welt sind elektronische Fahrscheine im ÖPNV keine Neuheit mehr. Ob in Japan die SUICA-Card, in Hong Kong die Octopus-Karte oder in London die Oyster Card, zunehmend werden die Papierfahrscheine durch eTickets abgelöst. Auch in Deutschland gibt es eine Initiative des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen für ein einheitliches eTicket, das in einer wachsenden Anzahl an Verkehrsverbünden zum Einsatz kommt.
Während man in Japan oder Hong Kong das eTicket auch für bargeldlosen Einkauf oder für Dienstleistungen nutzen kann und in London immerhin alle Fahrscheinarten als Oyster Card verfügbar sind, werden in Deutschland nur zaghaft die Abokunden mit den neuen Plastikkarten ausgestattet. Der Nutzen ist damit begrenzt, da damit auch keine neuen, flexiblen Tarifformen mit der neuen Vertriebsform kombiniert werden.

Wenn also schon keinen innovativen Tarif, warum dann nicht ein bisschen Spaß in den ÖPNV bringen? Das haben sich wahrscheinlich auch die Macher von »Chromaroma« gedacht, die aus der Oyster Card in London ein ortsbasiertes, urbanes Gesellschaftsspiel gemacht haben.

Bei Chromaroma muss man sich mit den Nutzerdaten der Oyster Card (oder auch mit der Nutzerkarte des Barclay-Fahrradverleihsystems) einloggen und tritt dann einem von vier Teams bei (rot, gelb, grün oder blau). Man erhält Missionen oder ganze Kampagnen, die man durchspielen muss. Die Aufgaben bestehen im Wesentlichen darin, zu bestimmten Stationen zu fahren oder Routen abzufahren. Des Weiteren gibt es auch einen „Capture the Flag“-Modus, bei dem bestimmte Stationen von einem Team „besetzt“ werden. Alle Aktionen erfolgen mit dem Check-In oder Check-Out eines Teammitglieds an einem Oyster-Terminal.

Sicherlich kommt bei einer solchen Anwendung die Frage nach Datenschutz und Bewegungsprofilen auf. Während dies in Deutschland als hohes, zu schützendes Gut gilt, ist man da sicherlich im angelsächsischen Raum etwas entspannter (oder naiver?). Doch in Zeiten von Facebook und Co. scheint Chromaroma auch kein Tabubruch mehr zu sein…

nach oben ↑
Themen