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Schlagwort »urbane Intervention«
Städtebau & Architektur →

Die Tanke als Kino

Transformation des Cineroleums

Junge Architekten und Künstler haben in London eine verlassene Tankstelle in das temporäre Kino »The Cineroleum« verwandelt. Die Tankstelle wurde dazu rundherum mit einem Vorhang ausgestattet, so dass abends aus der Tankstelle ein Kinosaal werden kann. Alle Möbel wurden selbst gebaut – aus Materialien, die entweder vor Ort gefunden wurden oder gespendet wurden.

Der Kinosaal

Just as the drive-ins of 1950’s America brought cinema out from its enclosures and into suburbia, The Cineroleum will be a street-side cinema that is truly exposed to the city.

Über 4.000 Tankstellen sind in Großbritannien dem Verfall freigegeben. Daher sehen die Macher von The Cineroleum ihre Tankstelle als Pilotprojekt und hoffen auf Nachahmer. Vielleicht lassen sich so ja auch hierzulande ein paar schöne Tankstellen retten?

via PopUpCity

Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

PARK(ing) Day 2010

urbanophil hat im vergangenen Jahr über den PARK(ing) Day berichtet. Am 17. September 2010 steht der nun mittlerweile 5. PARK(ing) Day vor der Tür. Beim PARK(ing) Day werden straßenbegleitende Parkplätze für einen Tag in öffentliche Grün- oder Freizeitanlagen transformiert.

PARK(ing) Day is a annual open-source global event where citizens, artists and activists collaborate to temporarily transform metered parking spaces into “PARK(ing)” spaces: temporary public places. The project began in 2005 when Rebar, a San Francisco art and design studio, converted a single metered parking space into a temporary public park in downtown San Francisco. Since 2005, PARK(ing) Day has evolved into a global movement, with organizations and individuals (operating independently of Rebar but following an established set of guidelines) creating new forms of temporary public space in urban contexts around the world.

The mission of PARK(ing) Day is to call attention to the need for more urban open space, to generate critical debate around how public space is created and allocated, and to improve the quality of urban human habitat … at least until the meter runs out!

Angekündigte Aktionen in Deutschland:

  • In München werden 21 Parkplätze verteilt im gesamten Stadtgebiet vom Greencity e.V. umgestaltet.
  • In Kiel wird die Aktion an einem noch bekannt zu gebenden Ort von The Greenroom Project und Loadsman Kiel durchgeführt.
  • Die Transition Town Initiative entsiegelt den großen Parkplatz an der Wunstorfer Str. in Limmer (bei Hannover).

Eine Übersicht über alle Projekte weltweit gibt es hier. Der PARK(ing) Day ist Open Source, jeder kann mitmachen. Vielleicht lässt sich die Liste mit Aktionen in Deutschland ja noch erweitern…?!

Kunst & Kultur →

The Putting Lot – Temporäre urbane Minigolf-Anlage

Eine Gruppe junger Architekten und Stadtplaner hat im vergangenen Herbst in Brooklyn, New York ein brachliegenden Parkplatz umgenutzt und eine urbane Minigolf-Anlage errichtet. Die Anlage mit dem Namen »The Putting Lot« besteht aus neun thematischen Löchern, die von jeweils unterschiedlichen Architekten und Künstlern entwickelt und gestaltet wurden. So wurde beispielsweise für eine Bahn der Müll, der zuvor auf dem Grundstück sich angesammelt hatte, in die Gestaltung der Bahn integriert, um den Transformationsprozess sichtbar zu machen. Auf einer weiteren Bahn mit dem Titel „The Last Gasp“ spielen die Golfer rings um ein scheinbar im Erdboden versinkendes Haus – ein Kommentar zur Gentrification, die mittlerweile von Manhattan nach Brooklyn geschwappt ist.

» Fotos von The Putting Lot

Kunst & Kultur →

OSA: Family Azbiri moved

Das Office of Subversive Architecture, über dessen Arbeit urbanophil vor einiger Zeit schon einmal berichtet hat, hat im Rahmen des HABITAT: festival of spatial imaginationin Antwerpen, Belgien eine tolle interaktive Installation in einem zum Abriss vorgesehenen Gebäude gezeigt. Das temporäre Projekt mit dem Namen »Family Azbiri moved« lud die Besucher ein, mit einem ferngesteuerten Auto, auf das eine Kamera montiert war, eine (nahezu) leerstehende Wohnung zur erkunden. Das Bild der Kamera wurde an einen Bildschirm an der verschlossenen Wohnungstür gesendet, wo auch die Fernbedienung zum Auto angebracht war.

Die Arbeit „01.04.2010 – Family Azbiri moved“ bezieht sich auf den Auszug des letzten Mieters, der bei unserer ersten Besichtigung des Wohnblocks im Begriff war, seinen Lebensraum für immer zu verlassen.

Sie zeigt die Wohnung in einem Zwischenzustand zwischen Auszug und noch wenigen, persönlichen Sachen der Familie, die in den Räumen verblieben sind. Diese für den Besucher visuelle Erfahrung funktioniert allerdings nur über ein ferngesteuertes Auto mit installierter Kamera, die das Bild auf einen in der Wohnungstür eingelassenen Bildschirm überträgt. Das heißt die Wohnung bleibt von nun an verschlossen und wird nur noch als 2D-Bild existieren – so wie für die Familie Azbiri nur noch Erinnerungen und Fotos bleiben. Symbolisiert wird das Ausblenden der Wohnung zusätzlich über die fortgesetzten Fassadenelemente auf der Straßenseite (Wohnung im 2. Stock).
Zusätzlich gibt es einen Fernseher (der auch das Kamerabild zeigt) in Zusammenhang mit der Hängung von historischen Bildern der Gegend und des Wohnkomplexes im Ausstellungscafe im EG – unsere Wohnung ist die einzige der acht bearbeiteten, die noch den ursprünglichen Zustand zeigt.

Kunst & Kultur →

Wenn die Vernissage mal kurz vorbeischaut

Und wieder eine gelungenes Projekt von wientjesgogo, die schon mit ihrer Wientjes mobile bar für eine kretive Umnutzung der bekannten Robben & Wientjes Fahrzeuge sorgten und dabei ironisch mit dem Thema Gentrifizierung spielen.

WIENTJES CONTEMPORARY ist eine ultramobile Galerie unterwegs auf den Straßen Neuköllns und bereit jede beliebige Schmuddelecke innerhalb von Minuten durch eine kleine Vernissage aufzuwerten. Auf 5,4 qm wird die Arbeit „Rush“ von Jonas Lewek gezeigt, die sich mit den Themen Geschwindigkeit und ablaufende Zeit auseinandersetzt.

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