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Schlagwort »urbane Intervention«
Grüne Stadt →

Saatbombenbau

Erfolgreiche Saatbombenaussaat

Heute Abend widmet sich urbanophil mit dem Filmabend „urbanoFILMS#14: grün statt grau“ der urbanen Landwirtschaft und dem Guerilla Gardening. Passend dazu haben wir für Euch eine kleine Anleitung zusammengestellt, wie man Saatbomben baut (PDF, 1 MB). Wer das ganze noch einmal mit bewegten Bildern sehen möchte, dem sei dieses Video empfohlen. Und wer nun wirklich gar keine Lust hat, sich die Finger beim Saatbombenbau schmutzig zu machen und sich lieber auf das Ausbringen der Saat konzentrieren will, der kann sich diese Saatgranaten bestellen. Da wurde das Guerilla im Guerilla Gardening wörtlich genommen!
Heute Abend beim urbanoFILMS#14 könnt Ihr gegen eine kleine Spende auch Saatbomben erwerben, um sie dann auf den vielen eingezäunten Arealen der Vernachlässigung in der Stadt auszubringen!

Kunst & Kultur →

Roadtrip Ruhr – A40-Sperrung am 18.07.2010

Eine der Aktionen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010, der wohl von vielen am meisten entgegengefiebert wurde ist die Sperrung der A40 an diesem Sonntag. Erwartet werden 1 Mio. Teilnehmer, die die vollständig gesperrte Autobahn auf- und abradeln oder -laufen werden. Zusätzlich wird ein 60 km langer „Tisch der Kulturen“ aufgebaut, an dem sich die kulturelle Vielfalt der Ruhrregion darstellen wird.
Der WDR wird eine 360°-Ansicht des Events produzieren. Für alle, die an diesem Wochenende nicht in den Pott fahren können, überträgt ARTE die Veranstaltung live im Fernsehen!

Städtebau & Architektur →

Guerilla Renovation

Das Office for Subversive Architecture (OSA) hat zum Ziel, die Qualität des städtischen Raums zu verbessern – selbst wenn auch nur kurzzeitig als temporäre Interventionen. In einem schönem Projekt, das OSA im Jahr 2005 durchgeführt hat, wurde ein altes, ungenutztes Stellwerk in London von OSA renoviert. Das Gebäude, das durch sein Spitzdach und das Fachwerk der Betonstützen eine romantische Idylle ausstrahlte bot sich ideal für eine Umgestaltung zum klischeehaften Traumhaus an.
Allerdings wurde OSA nicht um die Renovierung gebeten. Anfragen von OSA an die zuständigen Behörden wurden abgelehnt. Als Konsequenz entschied sich OSA die Renovierung illegal durchzuführen: Guerilla Renovation also.
Drei Mal wurde die Arbeit zerstört und das Stellwerk wieder in seinen verfallenen Zustand zurückversetzt – Ordnung muss schließlich sein! Das Video oben zeigt den Prozess und das Resultat.

Wirklich schön ist auch die Kunsthülle Liverpool, die 2008 entstand, als Liverpool Europäische Kulturhauptstadt war. Dazu wurde von OSA für die A Foundation ein temporärer Veranstaltungsraum auf dem Dach des Stiftungsgebäudes errichtet, bei dem die Wände aus Vorhängen aus transluzenten Kunststoff bestanden.

Kunst & Kultur →

Fast Lane Alexanderplatz

Guerilla Marketing ist derzeit en vogue, meist unterhaltsam und durchaus problematisch. Dennoch ist es Volkswagen gelungen, mit der Kampagne „Fast Lane“ eine witzige urbane Intervention zu entwickeln: Eine rote Rutsche wurde im U-Bahnhof Alexanderplatz in Berlin installiert, die den Nutzern des U-Bahnhofes eine Überholspur zum Bahnsteig zur Verfügung stellte. Ein interessantes Konzept, das vielleicht einmal in Tokio angewendet werden sollte…

Dank an Markus für den Hinweis!

Kunst & Kultur →

Urban Hacking – die Umgestaltung der Stadt

Der neue Zebrastreifen in der Rigaer-Str. | Berlin (Foto: fensterzumhof.eu)

Interventionen sind schon seid längeren beliebtes Mittel von urbanen Aktivisten, um auf Probleme in den Städten hinzuweisen. So haben Ende Mai in Berlin Farb-Aktivisten auf einer Strasse einen Zebrastreifen „hinzugefügt“ indem sie ihn einfach aufgemalt haben. Und  in Sao Paulo hat der Blogger und Künstler Cabelo Schilder ausgehängt, welche die Autofahrer zum „Teilen der Straße“ mit Fahrradfahrern aufforderten.

“The idea is to encourage sharing between bicycles and motor vehicles,”  […] to „introduce bicycles into the imagination of the city.”

Diese Art der urbanen Interventionen werden auch als urban hacking bezeichnet, da sie – in Ahnlehung an die Informatik – den normalen Ablauf der Stadt beeinflussen. So schreibt H. Onken auf dem schönen Blog „Fenster zum Hof“ über den Zebrastreifenhack:

Doch es funktioniert: Autos bremsen und Fußgänger wechseln selbstbewusster die Seite.

Gerade das Thema Farbe in der Stadt dürfte nach der wunderschönen Aktion am Rosenthaler Platz noch weitere kreative Projekte nach sich ziehen. Über einen Ansatz berichtete bereits urbanshit.

[Dank an Micha für Hinweis]

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