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Schlagwort »Urbanisierung«
urbanoREISE →

Changzhou: Beginn des grünen Wandels

Ein Beitrag von unserer Gastautorin Sonja Broy

Abb. Sonja Broy

Präzise zieht ein älterer Herr einen feuchten Pinsel über den Boden. Im Hintergrund wummern Bässe – vor der historischen Kulisse einer Tempel-Pagode hat sich eine Tanzgruppe zu einer Übungsstunde verabredet, während der Pavillon wenige hundert Meter weiter durch eine Chorgruppe belegt ist. Chinesische Parks bilden Mikrokosmen aus Kultur und Alltag. Und während die Verlagerung von Tanz- oder Gesangsstunden in den öffentlichen Raum selbstverständlich dazugehört und das kunstvolle Malen mit Wasser –  ganze Essays aus Schriftzeichen entstehen auf dem Parkboden – sozusagen  als flüchtiger Vorläufer von Street Art interpretiert werden kann, stehen Parks zugleich im Fokus der chinesischen Stadtplaner.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Interview mit Klaus Teschner

Panorama von Quito

Blick auf Quito (Bild: Quito Lights by El Freddy via flickr)

Klaus Teschner ist Architekt und Stadtreferent bei Misereor mit regionalen Schwerpunkten auf Afrika und Lateinamerika. Außerdem ist er Vorstandsmitglied des Vereins TRIALOG e.V., der regelmäßig Magazine zu Themen des Planens und Bauens im Globalen Süden veröffentlicht. Laura v. Puttkamer hat mit ihm über die New Urban Agenda, die im Oktober bei der HABITAT III Konferenz verabschiedet werden soll, gesprochen. Dies ist damit der zweite Teil der Artikel-Serie zur New Urban Agenda.

Was sind die drei größten Kritikpunkte an der New Urban Agenda?

Zuerst einmal ist die Agenda eine Ansammlung von ganz vielen wichtigen Punkten und guten Sätzen (zum Beispiel „nobody should be left behind“) geworden. Man wird kaum etwas finden, das fehlt, allerdings ist vieles von einer unverbindlichen Qualität, aus der man keine Regierungsverpflichtungen ableiten kann. Ich finde vor allem enttäuschend, dass die durchaus realistisch erscheinende Hoffnung, die neue Agenda könnte konkrete Anleitungen zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (der SDGs) für den städtischen Raum beisteuern, sich nicht erfüllt hat. Statt sich auf klare Ziele und deren Umsetzung zu konzentrieren, verliert sich der Text der New Urban Agenda in einer Fülle von 175 Absätzen mit weitschweifigen Aussagen, die immer weiter zur Unverbindlichkeit hin verwässert wurden.

Ein zentraler Kritikpunkt der weltweiten Habitat-Netzwerke, also der Habitat International Coalition und der International Alliance of Inhabitants ist, dass bei all den vielen guten Prinzipien nicht gesagt wird, wie man sie umsetzen soll. Daher besteht die Gefahr, dass Grundsätze wie etwa das Ziel inklusiver, lebenswerter Städte („nobody should be left behind“) oder die Verhinderung von Vertreibungen und die Einhaltung von Menschenrechtsstandards – soweit dies überhaupt in einem Nebensatzerwähnt ist – im Leeren bleiben. Die Verknüpfung zwischen Prinzipien und konkreten Bezügen darauf im Bereich der Handlungsanweisungen fehlt in der Agenda.

Zweitens sehen die Habitat-Netzwerke es als Problem, dass HABITAT als umfassendes Konzept, das sich ganz allgemein auf menschliche Siedlungen und deren Entwicklung bezieht, de facto aufgegeben wurde. Nun fokussieren sich die Vereinten Nationen stark auf die aktuelle rasante Verstädterung der Welt und das Thema Stadt. Es hat natürlich eine gute Seite, dass Urbanisierung erstmals als positiver Prozess anerkannt und akzeptiert wird. Andererseits folgt diese Fokussierung auch einem Geschäftsinteresse, da Städte die größten Märkte und dynamischsten Wirtschaftselemente sind. Es wäre aber ein großer Fehler, die ländlichen Räume nicht mehr im Blick zu haben. Die riesige Frage, was überhaupt eine gute und für die Umwelt tragbare räumliche Entwicklung ist, muss in einer Weise behandelt werden, die nicht einfach von „unvermeidbarer Urbanisierung“ ausgeht, sagen die Netzwerke.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Chinese Urban Slang – Schmutzige Sprache

Diagnose: Beijing Cough.  cc-license: \!/_PeacePlusOne

Diagnose: Beijing Cough. cc-license: \!/_PeacePlusOne

Der Beijing Husten und PM 2.5 wurden bereits in das Alltagsvokabular der meisten Shanghaier und Beijinger aufgenommen. Nun kommt ein neues Wort hinzu: Die cross-border-pollution (grenzüberschreitende Verschmutzung). Nachdem die Luftverschmutzung im Norden Chinas  im Januar historische Werte erreicht hatte, hat die kleine Produktionspause über das Chinesische Neujahr (7 Tage Staatsferien) für etwas Aufhellung am Himmel gesorgt. Mit Aufmerksamkeit verfolgen die Städter nun per Smartphone Apps, im Internet oder in den Nachrichten die Belastung der Luft (seit 2011 werden die täglichen Belastungswerte in Shanghai auch in Bus und U-Bahnen angezeigt). Doch nicht nur die Chinesen schenken der enormen Verschmutzung mehr und mehr Aufmerksamkeit. Die neuste Wortschöpfung zum Thema ist den Westwinden geschuldet, die die Luft- bzw. Schmutzmassen von China nach Japan transportieren und aus dem nationalen Problem ein regionales machen (siehe Karte). So macht in den Städten der japanischen Westküste der Begriff der cross-border-pollution die Runde. Die Werte in Westjapan sind mit 50µ/m³noch vergleichsweise niedrig, doch liegen sie bereits über dem von der WHO empfohlenen Maximumwert von  35µ/m³. Alles dadrüber wird als gesundheitsschädlich eingestuft. Zum Vergleich: Berlin erreicht in der Silvesternacht ca. 50µ/m³. Wer die Bilder aus Beijing gesehen hat, weiss wie Werte über 900 µ/m³ aussehen. Mal schauen welches Wort als nächstes kommt…

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urbanoINTERNATIONAL #2: Bangladesh – Turning its face from Rural to Urban

by Shaikh Muhammad Mehedi Ahsan 

Bangladesh remains a predominantly agrarian country with only 27% of the population – around 38 million people – currently living in urban areas.  Since the independence in 1971, Bangladesh has been experiencing rapid urbanization; between 1975 and 2005 the percentage of the total population in Bangladesh living in urban areas rose from 10% to 25% (BURT 2004). Despite the recent decline in overall population growth, rural to urban migration has sustained a high rate of growth However,while the present level of urbanization is still relatively low, the urban population growth rate is 2.5%,which is significantly higher than the 1.4% growth rate of the population as a whole.  As a result,the urban population is predicted to reach 51 million by 2015,or 32% of the total population.

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Video, Film & Fotografie →

TEDTalk: Alex Steffen über die Stadt als Retter der Zukunft

Ein weiterer sehenswerter TED-Talk, dieses Mal Alex Steffen darüber, wie die rasante Urbanisierung der Erde zur Rettung des Planeten beitragen könnte.

How can cities help save the future? Alex Steffen shows some cool neighborhood-based green projects that expand our access to things we want and need — while reducing the time we spend in cars.

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