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Schlagwort »urbanophiler Adventskalender«
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Adventskalender Tag 20: Diesterweg-Gymnasium in Berlin-Wedding

Fassade des Diesterweg-Gymnasiums

Fassade des Diesterweg-Gymnasiums

Knallorange leuchtet das Gebäude des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums in Berlin-Wedding, dunkelgrüne Details setzten markante Akzente. Neben der Farbe sind abgerundete Fassadenelemente auffällig: soft-edge-Nachkriegsmoderne, leider von Verfall und Abriss bedroht. Die Schule entstand Mitte der 1970er Jahre im Sanierungsgebiet Brunnenviertel auf einem Baublock zwischen der Putbusser und der Swinemünder Straße.

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Adventskalender Tag 19: Die Bethlehemskirche in Berlin

Die Bethlehemskirche Berlin (1910)

„Zu Bethlehem geboren…“ – eine hoffentlich dauerhafte Erinnerung an das barocke Berlin.

Man kann sich trefflich darüber streiten, wieviel vom barocken Berlin eigentlich übrig geblieben ist. Der Bauboom des 19. Jahrhunderts, die Beschädigungen und Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und natürlich die im Westen und Osten von den jeweiligen Ideologien geprägte Wiederaufbauzeit haben die Bausubstanz und Ausstattungen des 16. bis mittleren 18. Jahrhunderts jedenfalls ziemlich dezimiert. Gewiss, da steht das Brandenburger Tor, an der Prachtstraße unter den Linden gibt es die berühmte Königliche Bibliothek, das Zeughaus ist da, die Kirchen am Gendarmenmarkt, die Sophienkirche überdies, in Charlottenburg das Schloss – um ein paar wichtige Bauten zu nennen. Vieles ist aber auch von späteren Zeiten überformt oder eben einfach ersetzt worden.

Bewahrt ist es in der Erinnerung und in Bild- und Textquellen; manchmal auch baulich auferstanden als eine Art Klon, wie insbesondere das Ephraim-Palais. Bei einem Bau hat sogar die Erinnerung über alle Realitäten und, so sollte man meinen, über Vernunft und Anstand gesiegt: Das Stadtschloss wird wiedererstehen, wobei mit dieser Ausdrucksweise ja schon den Befürwortern das Wort geredet ist. Streng genommen muss es heißen: Es entsteht der Neubau des Humboldt-Forums, dessen Äußeres auf drei Fassaden einen an Quellen eng orientierten und mit erhaltenen Originalteilen bestückten Neubau der restlos abgeräumten barocken Fassaden darstellt. So ist das. Es wird natürlich im Volksmund irgendwann Stadtschloss heißen, genau wie der Bundestag gelegentlich mit dem Reichstag verwechselt wird.

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Adventskalender Tag 18: Bruder Klaus Feldkapelle von Peter Zumthor

Feldkapelle von Innen

In Wachendorf – ca. 30 Autominuten von Köln – hat der Schweizer Architekt Peter Zumthor auf freiem Feld eine schlichte Kapelle geschaffen. Gerade jetzt in der Adventszeit lohnt sich die Fahrt dorthin. Ich war da an einem kalten Wintertag letzten Jahres. Die Felder waren tiefgefroren und die rechtwinklige Form des beigen Turms meißelte sich fest im tiefblauen Himmel. Die im Beton gekleidete Kapelle erhebt sich 12 Meter über die flachen Felder.

Die Kapelle wurde 2007 im Auftrag des Ehepaares Trudel und Hermann-Josef Scheidtweiler erbaut. Sie ist dem Hl. Nikolaus von Flüe, dem Schutzpatron des Landvolks gewidmet.

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Adventskalender Tag 17: „Wachgeküsst“ – Die Augsburger Kongresshalle von 1972

Augsburger Kongresshalle, © Kongress am Park, N. Liesz

Ein solch klares Bekenntnis zur Architektur der 1970er Jahre wie es in Augsburg der Fall ist, findet sich nicht oft. Viel zu selten ist die Grundhaltung gegenüber Bauten dieser Zeit positiv, und noch viel seltener geradezu liebevoll, wie es bei der Kongresshalle der Fall ist.

Die Augsburger Kongresshalle steht auf einem traditionsreichen Platz, dessen Geschichte 1886 mit der „Schwäbischen Kreisausstellung“ begründet wurde. Nach Ende der Ausstellung wurden die ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen dem „Sankt Georgen-Acker“ und dem „Rosenaufeld“ (heute Gögginger Straße und Rosenauberg) im Südsüdwesten der Augsburger Innenstadt, zu einem Vergnügungs- und Erholungsplatz für die Augsburger Bürgerschaft umgebaut. Der Stadtgarten mit seinem vielfältigen Kultur- und Freizeitangebot war geboren. Den architektonischen Mittelpunkt bildete die Sängerhalle, die nach einem Brand 1910 durch den 1914 von Stadtbaurat Otto Holzer entworfenen „Ludwigsbau“ ersetzt wurde.

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Adventskalender Tag 16: Die Mohamed Mahmoud Straße

Der Weg der Revolution.

Der Gang der Revolution in der Mohamed Mahmoud Straße.

Das erste Mal war ich hier im November 2012. Auf dem zentralen Rasenrund des Tahrir-Platzes stand eine weiße Zeltstadt. Die ägyptische Flagge war allgegenwärtig. Trotzig wehte sie über den Zelten, versteckte sich in den Kronen der smogbestaubten Bäume, zierte jede Hauswand. Alle Zufahrtsstraßen zum Tahrir-Platz waren mit Metallbarrikaden und teils mit Stacheldraht abgeriegelt.

Eine davon, die Mohamed Mahmoud Straße, trifft tangential auf den südlichen Rand des großen Kreisverkehres. Sie beginnt an der sogenannten Mogamma, der Haupverwaltung der zentralstaatlichen Bürokratie Ägyptens. Auf 14 Etagen arbeitet ein Heer aus 18.000 Beamten in diesem Kolossalbau, der zwischen 1948 und 1951 im modernistischen Stil errichtet wurde.  Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, an der südöstlichen Flanke des Tahrir-Platzes, befindet sich das ehemalige Hauptgebäude der American University in Cairo (AUC) in einem vormaligen Palast in neo-mamelukischer Bauweise, umsäumt von Palmen und hohen Hecken. Der Kontrast zwischen der Wuchtigkeit der Mogamme und der beschwingenden Leichtigkeit des AUC-Gebäudes ist so typisch für die inneren Brüche und Widersprüche von Kairo.

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