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Schlagwort »USA«
Urbane Mobilität →

Trains of Thoughts – Gedanken und Züge

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Wer jeden Tag U-Bahn fährt, kennt vielleicht das Gefühl, dass dieses unterirdische Gewirr aus Linien und Knoten mehr ist, als die bloße Funktion für den öffentlichen Massentransport verspricht. Während die einen im Dunkel unter der Stadt den nötigen Abstand zum aufzehrenden Alltag oberhalb finden, grübeln die anderen über gänzlich andere Dinge nach. Steht die U-Bahn in Moskau für die vergangene Zeit der Vormachtstellung innerhalb des sozialistischen Blocks, schürt sie in Hongkong die Angst vor fortschreitender Gentrifizierung und Filialisierung.

Timo Novotny hat sich in seinem unglaublich vielseitigen Film in all diese unterschiedlichen Blickwinkel hineinversetzt. Entstanden ist eine Mischung aus Musikvideo und Kurzgeschichten-Sammlung in und über die Metro. Portraitiert werden Menschen und ihre Bahnen in New York, Los Angeles, Tokio, Hongkong, Moskau und ein bisschen Wien.

„If I really keep using this packed train every day, maybe I can decide that suicide is better somehow.“

Sie philosophieren über die Selbstmordrate auf der Yamanote Line, die sakrale Architektur in Moskaus Bahnhöfen oder die sozialen Unterschiede in der Benutzung der Züge in LA – wer es sich leisten kann, fährt mit dem Auto. Dieses Kaleidoskop – hier passt der Begriff wirklich! – ist noch bis Montag, 6. Januar, in der Mediathek arte+7 zu sehen und danach hoffentlich ganz bald auch als DVD erhältlich.

Kunst & Kultur →

Graffiti-Kulturzentrum 5Pointz ist Geschichte

Das legendären New Yorker Graffiti-Kulturzentrum 5Pointz im Stadtteil Queens/ New York wurde vor 2 Tagen durch die Eigentümer geweißt. Die kompletten Fassaden des Lagerhauskomplexes wurden mit weißer Farbe übermalt und damit alle Graffiti zerstört.
Seit Anfang der 90er Jahre haben dort dutzende Graffiti-Künstler gewirkt und die “5 Pointz”-Betreiber haben monatelang gegen den drohenden Abriss des Komplexes demonstriert. Nun ist es Geschichte.
Der Eigentümer des Grundstücks hatte schon lange Pläne auf dem Gelände Luxuswohnungen zu bauen.

Hier ein paar Eindrücke, wie das Gelände noch vor wenigen Wochen aussah.

5Pointz, Queens/ NYC; Foto: Luise Flade

5Pointz, Queens/ NYC; Foto: Luise Flade



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urbanoREVIEW →

Rezension »New York« ein Fotoband mit Fotografien von Thomas Hoepker

New York übt schon schon seit Generationen eine besondere Anziehungskraft aus und bietet eine Projektionsfläche für die Sehnsucht nach Freiheit, Geschwindigkeit und einer lebendigen Urbanität. Derzeit erlebt die Stadt eine große Renaissance, was sich in vielen just erschienenen Publikationen widerspiegelt. Auf vielfältige Weise wird versucht einzufangen, was diese Stadt zu einem einzigartigen Sehnsuchtsort macht.

© New York by Thomas Hoepker, View of Times Square and Broadway at rush hour, 1983, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2013 Thomas Hoepker/Magnum Photos

© New York by Thomas Hoepker, View of Times Square and Broadway at rush hour, 1983, published by teNeues, www.teneues.com. Photo © 2013 Thomas Hoepker/Magnum Photos

Dieses Gefühl ist aber in ständiger Gefahr vereinnahmt zu werden, denn die Bilder, die diese Stadt produziert, sind häufig Sinnbilder, denen eine gewichtige Bedeutung beigemessen wird. Alltägliche Szenen, Zwischenmenschlichkeiten, Ereignisse haben immer eine Metaebene, die vergleichbare Bilder aus anderen Städten nicht hätten. So bewegt sich ein Fotograf in New York immer im Spannungsfeld zwischen Kunst und Sehnsuchtsprojektion, zwischen Zeugnis und Inszenierung, zwischen Alltag und Kitsch.

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Kurzdoku über den Alltag eines amerikanischen Fahrradkuriers

Fahrradkurier in der Autonation Nummer 1 zu sein, ist sicherlich nicht leicht. In dieser netten Kurzdoku von Jon Barber berichtet ein Kurier von seinem Alltag. Wer das Thema etwas Hollywood-artiger aufbereitet sehen möchte, der kann zu »Premium Rush« greifen, mit einer hundsdämlichen Story aber richtig guter Fixie-Action in New York.

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After Levittown

Ausstellungstip: nur noch bis Sonntag, den 19. August 2012

eine Ausstellung des Bauhaus Kolleg XIII

im Bauhausgebäude, Gropiusallee 38, 06846 Dessau-Roßlau

Eintritt frei

Die Levittowns des Bauunternehmens Levitt and Sons markierten eine neue Ära der Suburbanisierung in den USA. Von 1951 bis1957 entstanden 17 000 Häuser sowie Gemeinschaftseinrichtungen, Schulen, Einkaufscenter, Sport- und Kulturstätten unweit Philadelphias. Als „Levittowner“ wurden jene jungen Nachkriegsfamilien bezeichnet, die in die damals größten Vorstädte Amerikas zogen. Levittown bot

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