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Schlagwort »Utopie«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Diese Woche: URB4NIZE FESTIVAL in Wien

Leider sind wir etwas spät dran dieses Jahr, aber wie in den letzten Jahren soll der Ausruf „Auf nach Wien“ auch dieses Jahr die Eine oder den Anderen nach Wien, zum mittlerweile vierten Urbanize Festival eines unserer absoluten Lieblingsmagazine, der dérive, motivieren.

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Unter dem Motto „Citopia Now“ möchte das Festival nicht nur an die alten, lange nicht mehr aktuellen Utopien erinnern, sondern aktiv an einer „schönen Utopie einer lebenswerteren und gerechteren Stadt“ arbeiten.

Die Voraussetzungen für eine lebenswertere Stadt und eine gerechtere Stadtgesellschaft werden in der Gegenwart geschaffen. Wie diese Stadt aussehen kann und soll, ist nicht festgeschrieben. Eine Vorstellung davon keimt im urbanen Handeln, in politischen Debatten und Aktionen. Wo aber beginnt der Weg nach Citopia? Wie die Lücken im löchrigen Netz der herrschenden Verhältnisse fruchtbar machen und neue Modelle des urbanen Miteinanders finden? Wo ansetzen in der Fülle der Situationen, die im Alten verharren, obwohl Änderung längst überfällig ist?

Um Citopia nicht nur in der Theorie auszuloten, sondern auch in der Praxis zu erproben sind wieder viele Expertinnen und Experten eingeladen, die auf unzähligen Veranstaltungen unterschiedlichster Art über ihre Erfahrungen, Projekte und Forschungen sprechen und diese mit dem Publikum praktizieren. U.a. vertreten sind Jeffrey Ho, das sehr spannende CIT Kollektiv aus Wien, Andrej Holm und viele andere.

Begleitend wird eine Filmreihe den Diskurs erweitern und neben DJ-Begleitung die Abende bespielen.

Alle weiteren Infos über das Festival hier und das neue dérive Magazin findet ihr hier

 

Grüne Stadt →

Ausstellungseröffnung: WOHA. Architektur atmet.

Die Durchdringung der Städte mit landschaftlichen Elementen ist keine neue Idee, aber immer wieder aktuell. So erinnern die Bauten der Architekten WOHA an Szenarien der Zukunft in denen sich die Natur die verlassenen, von Menschenhand überformten Gebiete zurück erobert. Der Unterschied zu dieser Vision: In den von WOHA entworfenen Gebäuden leben und arbeiten Menschen, sie sind keinesfalls verlassen und zeigen, dass natürliche Belichtung, Solarmodule sowie Brauch- und Regenwasseraufbereitung zum Standardrepertoire beim Entwerfen von Gebäuden gehören können.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Richtung 2000 – Vorschau auf die Welt von morgen

Eine schöne Doku des ZDF aus 1972. Die erste Hälfte des (youtube bedingt dreigeteilten) Videos spielt im Jahr 2000 aus damaliger Sicht. Besonders schön das Thema Mobilität: Die Hauptfigur legt den Arbeitsweg multimodal zurück. Er ist zu Fuß, mit der Schnellbahn, dem Elektro-Leihwagen und Transportbändern unterwegs. Der Elektroleihwagen erinnert stark an Car2go, auch wenn man bei diesem System keine Münzen einwerfen muss. ;)

Der erste Teil zeigt die Konsequenz aus Teil 2 der Doku, die eine Art Bestandsaufnahme im Jahr 1972 darstellt und insbesondere an Umweltverschmutzung und Autoverkehr Kritik übt. Interessanterweise wird im Ersten, dem „utopischen“ Teil durchgehend geraucht. Weniger Autoverkehr war anscheinend 1972 schon denkbar, das Rauchen aufzugeben offenbar weniger.

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Video, Film & Fotografie →

Oil Rocks – Die Stadt auf dem Meer

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Das Meer ist bis heute nicht vollständig erforscht, es lässt sich vom Menschen nicht zähmen und es ist auch bislang kaum als Lebensraum erschlossen worden. Und so fasziniert das Meer bis heute und bleibt mysteriös und anziehend. Dass bietet natürlich die idealen Voraussetzungen für fantastische Ideen. Und so gab es immer wieder Utopien von Städten am Meeresgrund. Zuletzt wurde diese Utopie in beeindruckender Detailverliebtheit im Art-Deco-Stil vom Videospiel „Bioshock“ inszeniert.
Doch während es unter dem Meer bislang keine Stadt gibt, wurde tatsächlich der Versuch unternommen, auf dem Meer zu siedeln. Denn die Sowjetunion, die nach dem zweiten Weltkrieg ihren Öldurst stillen musste, ging ungewöhnliche Wege, um das „schwarze Gold“ zu fördern.
300 km vor der Küste Aserbaidschans, mitten im Kaspischen Meer liegt Neft Daslari, die Ponton-Stadt. 1949 begann die Offshore-Ölförderung im Kaspischen Meer und damit der Aufbau von Neft Daslari, zunächst für Wanderarbeiter geplant, schnell zu einer richtigen Stadt erweitert. Zur Blütezeit waren 2.000 Fördertürme in Betrieb, verbunden miteinander und mit dem Stadtzentrum über mehr als 300 Brücken, auf denen schwere sowjetische Lkw fahren können. Bis zu 5.000 Menschen lebten und leben in Neft Daslari. Es gibt 9-geschossige Plattenbauten, ein Kulturzentrum und ein paar Kneipen und eine Limonadenfabrik.
Nach der politischen Wende wurde zunächst die Ölförderung von Aserbaidschan gedrosselt. Und so verfielen Teile der Anlage, Brücken stürzten ein oder wurden unpassierbar. Doch die Stadt wurde nicht aufgegeben und so wird auch heute noch Öl gefördert und dem städtischen Treiben in Neft Daslari nachgegangen.

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Der schweizer Dokumentarfilmer Marc Wolfensberger hat Neft Daslari in seinem 52-minütigen Film „OIL ROCKS – City above the Sea (La Cité du Pétrole)“ portraitiert. Er war einer der ersten Ausländer, der eine Drehgenehmigung bekommen hat. Da der Film mit Unterstützung des MDR entstand, lief er bereits einige Male im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Also: Augen offenhalten und bitte hier einen kurzen Hinweis geben, wenn der Film mal wieder gezeigt wird!

Kunst & Kultur →

Maix Mayer und die Ostmoderne

Installation Maix Mayer, Bild via Kunstmuseum Magdeburg

Der Medienkünstler Maix Mayer ist angetan von den Utopien der DDR-Moderne. Eine umfangreiche Fahrradtour zu den Bauten der Moderne in Magdeburg hat er nicht nur in dem halbstündigen Film Alphaville MD zusammengefasst, sondern auch mittels eines dreidimensionalen Diagramms. Die animierte Skulptur wie auch der Film sind derzeit auf riesigen Leinwänden im Magdeburger Kunstmuseum zu sehen.

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