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Schlagwort »Utopie«
Video, Film & Fotografie →

ArchiBiology: Häuser aus Muskeln

Der US-amerikanisch Architekt Mitchell Joachim forscht über die Möglichkeit, Häuser aus biologischem Material wachsen zu lassen. Baumhäuser, bei denen die Bäume während ihres Wachstums so geformt werden, dass sie die tragenden Strukturen der späteren Häuser formen könnten aus nachwachsenden Ressourcen Wohnraum zur Verfügung stellen und CO2 absorbieren. Joachim geht allerdings noch einen Schritt weiter: Warum nicht auch tierisches Gewebe so manipulieren, dass es bestimmte architektonische Formen annimmt? Dazu hat Joachim erstmals ein Bio-Labor in einem Architekturbüro eingerichtet. Verrückt? Abstoßend? Die Zukunft? Seht selbst!

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SELF-DEFENSE – Modulares Gebäude-Hijacking

Der Grande Arche in La Defense, Paris wird in der Studie „SELF-DEFENSE“ des Architekten Stéphane Malka zum Tragwerk für Wohnmodule. Die nur etwa 3.000 € günstigen Module nutzen die bestehende Gebäudestruktur, ohne diese zu zerstören. Die Standortwahl – eines der wichtigsten kommerziellen Zentren Frankreichs – soll Ausdruck eines permanenten Aufstandes der Unzufriedenen sein.

A pocket of active resistance installs itself within the building in the form of a modular complex offering an alternative and militant lifestyle. The project bears with it a permanent insurrection and unites all malcontents, whether refugees, stateless persons, dissidents, outcasts or utopians. Referring to the notion of concretion, its construction principle allows for expansion tailored to the effervescence of this spontaneous community. It bases itself on the existing fabric using walkways grafted on to the lifts and a system of scaffolding leaning against the rear facade. A guerrilla architecture project that aims to hijack the great arch of fraternity.

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via BLDGBLOG

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Der ungebaute Flughafen von Manhattan

urbanophil berichtete vor kurzem über spektakuläre Flughafenarchitektur weltweit. Dass es noch weitaus radikale Visionen gab, zeigt dieses beeindruckende, ungebaute Beispiel von einem Flughafen in Manhattan. Der Immobilienentwickler William Zeckendorf schlug 1946 vor, einen Zentralflughafen auf Manhattan zu errichten, der sich über 144 Blocks mit einer Fläche von über 4 Mio. Quadratmeter erstrecken sollte. Das Flughafengebäude sollte etwa 70 Meter hoch sein. Die Start- und Ladebahn sollte somit weit über dem Straßenniveau von Manhattan liegen. Neben einer direkten Autobahnzufahrt sollten zudem direkte Anlegestellen für die Schiffe auf dem Hudson River haben. Eine faszinierende urbane Utopie, die so nie umgesetzt wurde.

Nie gebaute stadtplanerische und architektonische Visionen von ähnlicher Qualität für Berlin sind ab dem 15. Juli 2010 in der Ausstellung „Das ungebaute Berlin“ im Café Moskau in Berlin zu sehen.

via ArchiDose

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Vortrag: Bilanz der Zukunft von gestern

Die Geschichte der Zukunft der Stadt begann bereits in den 1960er-Jahren: Damals entwickelte Stadt-Utopien werden heute erneut aufgegriffen, weiterentwickelt und in die Realität überführt. Klimawandel, die Endlichkeit fossiler Energien sowie die Finanz- und Systemkrise lassen die neuen Stadtplanungen zu einem Versuchslabor nicht nur für ökologische, sondern auch für gesellschaftliche Veränderungen werden.
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Post-Oil-City – Die Stadt nach dem Öl“ in der ifa-Galerie Berlin stellt der Architekturhistoriker Thilo Hilpert die Relevanz utopischer Konzepte der 1960er-Jahre für die heutige Diskussion um Nachhaltigkeitskonzepte in Architektur und Städtebau vor.
Wie in seinem Beitrag für die Zeitschrift ARCH+, die gleichzeitig den Katalog zur Ausstellung „Post-Oil City – Die Stadt nach dem Öl“ bildet, diskutiert er folgende Thesen: „Man kann die Beschäftigung mit den 60er-Jahren als eine Forschung nach den Anfängen einer Geschichte der Zukunft betreiben. Oder aber als Kritik der utopischen Konzepte der 60er-Jahre. Oder aber: die Gegenwart verstehen als Prägung durch Zukunftsbilder aus dieser Zeit. Wenn Utopien sich an der Gegenwart verifizieren oder falsifizieren lassen, dann bestätigt dies nur die Berechtigung utopischen Denkens; wenn Utopien in Wirklichkeit eingehen, dann sind sie für die Konstruktion der Wirklichkeit relevant.“

Thilo Hilpert studierte Architektur, Literatur und Soziologie; er promovierte 1976 in Sozialwissenschaften zum Thema „Humaner Städtebau“. Aus dem Nachlass Le Corbusiers arbeitete er an dessen Stadtvision „Die funktionelle Stadt“ und reeditierte die „Charta von Athen“. Seit 1985 lehrt er als Professor für Architektur und Baugeschichte an der Fachhochschule Wiesbaden. Weitere Lehraufträge führten ihn nach Berlin, Damaskus, Wiesbaden und Philadelphia. Hilpert hat bereits zahlreiche Artikel zur Architekturtheorie in den Fachzeitschriften Casabella, AMC und ARCH+ veröffentlicht.

Freitag, 23. April 2010 um 19 Uhr
in der ifa-Galerie Berlin, Linienstraße 139/140, 10115 Berlin

Informationen zur Veranstaltung:
Dr. Barbara Barsch, Tel.: 030/28 44 91 11, E-Mail: barsch@ifa.de

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Super-Mega-Schloss

super-mega-schloss

Der Architekt Robert Burghardt hat in seiner Diplomarbeit ein Alternativkonzept für die Bebauung des Schlossplatzes in Berlin entwickelt. Sein Entwurf sieht eine Collage ikonographischer Bauten und Gebäudeteile der Moderne vor, die zu einer Megastruktur zusammengestellt werden. Vertreten sind Bauten von Le Corbusier, The Smithons, Mies van der Rohe oder Konstantin Melnikow. Entstehen soll so ein Denkmal für die Moderne.

„Wir befinden uns in der paradoxen Situation, sowohl in der Moderne als auch nach der Moderne zu leben.“
Robert Burghardt in der taz Berlin vom 8. März 2010

Der modernistische Gedanke soll mit dem Denkmal für die gegenwärtigen und zukünftigen Debatten um Stadt und Architektur lebendig gehalten werden. Einen Beitrag dazu leistet der Entwurf zweifellos.

Das Modell von Burghardts Entwurf ist in der 8. Etage der von Ralf Schüler unter Leitung von Bernhard Hermkes entworfenen Architekturfakultät der TU Berlin (Straße des 17. Juni 152) zu besichtigen.

www.denkmal-für-die-moderne.de

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