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Schlagwort »Utopie«
Städtebau & Architektur →

Multiple City

Stadtplaner und Architekten versuchen seit jeher, Städte zu ordnen, sie zu planen und ihre oftmals abgefahrenen Visionen an ihnen auszuleben. Le Corbusier mag dabei auch fachfremden Menschen eine Begriff sein, der in Chandigarh seine Vision von der perfekten Stadt umsetzen konnte.


Chandigarh, fotografiert von Thomas Bosse-Borges

Viele Ausstellungen haben sich bereits mit den Konzepten und Utopien vergangener Zeiten beschäftigt. „Die Stadt von morgen“ – eine Ausstellung in der Akademie der Künste in Berlin zum 50jährigen Bestehen des Hansaviertels – lud KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen ein, sich mit den verschiedenen Schichten der Stadtlandschaft, ihrer Vergangenheit und Gegenwart zu beschäftigen. Einen ähnlichen Ansatz wählten die KuratorInnen der Ausstellung „megastructures reloaded“, in der die visionären Stadtentwürfen der 60er Jahre von zeitgenössischen KünstlerInnen reflektiert wurden.

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Video, Film & Fotografie →

Folge der Farbe – der Highway der Zukunft

http://www.youtube.com/watch?v=H8jZtwRJnRs

Eine kleine Perle ist dieser Disney-Film von 1958 (Quelle). „The Road ahead“ ist ein Stück Zukunftsoptimismus der 50er Jahre und zeigt, wie man sich damals den Highway und somit auch die Städte der Zukunft vorgestellt hat. Einige Visionen sind inzwischen Realität, wie z.B. das Navi fürs Auto, der digitale Rückspiegel oder das Verkehrskontrollzentrum. Andere Ideen bringen einen hingegen zum Schmunzeln, wie etwa die farbigen Autobahnspuren, damit man sich nicht verfährt. Und so visionär dieser Beitrag in Bezug auf Infrastruktur und Technik ist, so sehr vermisst man soziale, gesellschaftliche Visionen. Denn das Familienbild ist ein Spiegel seiner Zeit – Vater arbeitet, Mutter geht Shoppen. Vielleicht wirkt diese Zukunft, trotz der modernen Segnungen, gerade deswegen so altbacken und „unvisionär“. Diese Diskrepanz zeigt, das zur technischen Vision auch eine gesellschaftliche Vision gehört.

Grüne Stadt →

Grüne Stadtvisionen

Das Entwickeln von Utopien gehörte lange zum festen Bestandteil des Architekturberufes, bis die 50er und 60er Jahre dieses Unterfangen etwas aus der Mode brachten. Heutige visionäre Stadtentwürfe haben vor allem Nachhaltigkeit als zentralen Punkt.

Mit den zukünftigen Faktoren der Stadtentwicklung und dem kreativen Umgang mit diesen, handelt die dritte Architekturbienale in Rotterdam. Wer es nicht schafft dort vorbeizuschauen oder gerne einen Vorgeschmack hätte, kann sich schon mal bei youtube eine Arbeit von INABA Projekts angucken, welche dort in der Rubrik „Visionary Power“ gezeigt wird.

(Quelle: screenshots bei youtube)

Unter dem Titel „Moor’s law meets sustainability“ wird eine positive Stadtvision beschworen, in der der stetige technische Fortschritt die Städte von Energieverbrauchern in Energieerzeuger verwandelt und sie zum fliegen bringt. Dies ist nicht so einfach zu glauben, hat eben dieser Fortschritt doch erst die vielleicht globalen Katastrophenszenarien heraufbeschworen.

Eine realisierbare Version der grünen Stadt präsentierte Norman Foster unlängst für Abu Dhabi. Nach den Entwürfen soll sie zwar keine Energie produzieren, jedoch weder Müll noch CO2 ausstossen, welches sie nicht wieder verarbeiten kann. Und das wäre doch auch schon ein grosser Schritt weg von der Feindschaft zwischen Mensch und Natur.

(Quelle: www.building.co.uk)

>>>>>>Nachtrag vom 27.06.

Es passt zwar nicht direkt thematisch in den Artikel, aber Norman Foster scheint mit seiner Stadtvision in einen Plagiatsverdacht geraten zu sein. Wie die Baunetzwoche berichtet, ähnelt die Stadt sehr stark einem Entwurft von Rem Koolhaas. Auch er ist quadratisch, ca. 5 km¬? groß und nimmt in Anspruch, CO2-neutral zu sein.

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