Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Ecuador – La Revolucion Ciudadana

Rathaus von Cuenca, eigene Aufnahme
Ein Logo auf einem gekauften Souvenir-T-Shirt am „Mitad del Mundo“ Denkmal am Äquator – beziehungsweise in seiner Nähe, die ursprünglichen Messungen hatten sich um knapp 240 Meter geirrt – trägt die Aufschrift: „!Mucho Mejor! Si es hecho en Ecuador“. Auf den ersten Blick sieht es wie eine logische „Buy local first!“ Interpretation aus – „Es ist viel besser wenn es in Ecuador hergestellt wurde“ – und scheint Hand in Hand mit den landesweiten Initiativen zu gehen, welche den Tourismus als Wohlstandsgewinn für alle herausstellen wollen. „Begrüße einen Touristen stets mit einem Lächeln!“ steht auf einem Plakat in Quitos Innenstadt. Doch in der Aussage liegt ein entscheidender Irrtum im kulturellen Selbstverständnis des Landes – das dahinter implizierte Selbst- und Nationalbewusstsein fehlt dem Land im Gegenteil vermeintlich komplett. Für die Mehrzahl der Einwohner scheint alles andere besser zu sein als die eigene Kultur. Und trotz eines reichen urbanen Erbes – unter anderem wurden mit Quito und Cuenca zwei Städte komplett von der UNESCO unter Welterbeschutz gestellt, Quito seinerzeit sogar als erste Gesamtstadt überhaupt – trifft das besonders auf die städtische Kultur zu. Umso bezeichnender ist, dass das ganze Land seit Rafael Correas erster Präsidentschaft 2007 zumindest augenscheinlich und von den hunderten Plakaten im öffentlichen Raum her von einer „Revolucion Cuidadana“ erfasst ist.
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →
Video zur Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21
Die Kosten steigen und steigen… und während auf der einen Seite Ausstiegsszenarien diskutiert werden fällt auf der anderen Seite die Bahn weiter Bäume. Es geht drunter und drüber mit Stuttgart 21.
In Frontal 21 wurde diese Woche das Thema nochmal aufgegriffen und an die längst vorliegenden Gutachten des Bundesrechnungshofs erinnert, die schon 2009 ein sicheres Überschreiten des seinerzeit von Bund, Bahn, Land und Stadt ausgehandelten Kostendeckels prognostiziert haben.
Urbane Mobilität →
TED x-Talk zur City-Maut in Stockholm
Ein ausgesprochen sehenswertes TEDx-Video zur 2006 eingeführten City-Maut (Congestion Charge) in Stockholm von Dr. Jonas Eliasson, einem Professor für Transport Systems Analysis an der KTH (Kungliga Teknsika Högskolan) in Stockholm. In dem so lehrreichen wie unterhaltsamen Video erklärt er in knackigen zehn Minuten wie man als Verkehrsplaner effektiv Verkehrsströme (und somit Menschen) steuern kann. Seine Idee: Man sollte durch negative und positive Anreize (Incentives) steuern und nicht alles exakt ins Detail planen. Im vorliegenden Fall hat das erfolgreich funktioniert (20% weniger Autos), obwohl die Congestion Charge nur eine vergleichsweise geringe Gebühr beträgt. Besonders interessant sind die von Eliasson vorgestellten Ergebnisse für das Jahr 2007, als ein Jahr nach der Einführung die Maut-Gebühr wieder abgeschafft wurde, nur um sie im Jahr 2008 wieder einzuführen. Auch die Ergebnisse der “Vorher/Nachher-Befragungen” zur Akzeptanz der Maut (vorher sehr geringe Akzeptanz, eine gewisse Weile nach der Einführung eine deutlich erhöhte) sind zwar nicht wirklich überraschend, sagen aber viel über den Menschen aus. Denn dieser ist (bekanntermaßen) ein gegenüber Neuerungen sehr skeptisches Wesen und das macht es “uns” Planern ja nicht immer einfach.
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Timelapse Ho Chi Minh City
Zwischen den Jahren möchten wir euch die Zeit mit einem schönen Timelapse-Video aus Ho Chi Minh City versüßen. Viel Spaß beim Ansehen!
Urbane Mobilität →
urbanophil in der neuen fahrstil – mit Verlosung von drei Exemplaren
Die neue Ausgabe des fahrstil-Magazins steht unter Strom. Nachdem wir am Anfang des Jahres die herausragende Qualität dieses Magazins gelobt und im Sommer im Rahmen unseres “Beauty and the Bike” urbanoFILMS kooperiert haben, weisen wir nun mit großem Stolz auf einen eigenen, sehr umfangreichen redaktionellen Beitrag in der aktuellen Ausgabe hin. Urbanophil-Autor Tim Birkholz hat für das fahrstil-Magazin in der soeben erschienenen No. 6 den thematischen Grundstein für die Themen Radverkehrspolitik und -planung gelegt. In der Einleitung hört sich das dann so an:
Deutschland, einig Fahrradland?
Wie kommt es, dass Menschen an manchen Orten das Fahrrad ganz selbstverständlich zu ihrer Fortbewegung benutzen und an anderen Orten fast gar nicht? Die Niederlande z. B. gelten als Fahrradland und Kopenhagen als Fahrradstadt. Warum eigentlich? Fahren die Menschen dort „einfach so“ mehr Rad oder macht man dort etwas anders? Und kann (oder will) auch Deutschland so werden?Können auch deutsche Städte zu Fahrradstädten werden?
Die Antwort darauf steht in der neuen fahrstil. Die liest sich gut weg und sieht mal wieder hervorragend aus. Zum Dank für’s Schreiben gab es ein paar Belegexemplare, von denen nun genau DREI Exemplare an die werte urbanophil-Leserschaft verlost werden. Es gilt eine sehr einfache, aber




