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Schlagwort »Verkehr«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Comeback des Boulevards

Das „Comeback des Boulevards“ war das Thema des heutigen Teils der Veranstaltungsreihe, die im Rahmen von „Grand Paris a Berlin“ im Kulturforum am Potsdamer Platz stattfindet. Die einführenden Vorträge über Paris, London, Los Angeles und Berlin beschäftigten sich mit den großen Boulevards, den Radialen und Ausfallstraßen der jeweiligen Städte, ihrem Aufstieg Anfang des 20. Jahrhunderts, ihrem aus heutiger Sicht betrachteten Fall in den Zeiten autogerechter Planung und den Maßnahmen, die zu einer Wiederbeatmung dieser Räume führen soll.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Stuttgart 21 – Teil 3

Stuttgart 21 – Teil 3: Von der städtebaulichen Ideenfindung zur Konkretisierung 1995/1996

Im Jahr 1995 begann die städtebauliche Ideenphase, in der im Anschluss an die Machbarkeitsstudie die Planungen zur Realisierung von Stuttgart 21 vorangetrieben wurden. Zur Klärung der noch unklaren bzw. vagen Aussagen aus der Machbarkeits-studie zur technischen Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit folgte ein Beschluss der Stadt Stuttgart über ein „Vorprojekt“. Vorprojekte erlauben es den planenden Institutionen noch vor dem offiziellen Beschluss für ein Projekt bestimmte Summen ausgeben zu dürfen, um z.B. Gutachten in Auftrag zu geben oder Untersuchungen durchzuführen zu lassen. Im Rahmen des Vorprojekts wurde auch eine erste Bürgerbeteiligung in Form einer Ideenwerkstatt durchgeführt. Am 7. November, im Anschluss an die Vorstellung der positiven Ergebnisse aus dem Vorprojekt waren die Projektpartner (Deutsche Bahn AG, Bund, Land Baden-Württemberg, Stadt Stuttgart, Region Stuttgart/Mittlerer Neckar) sich über die Realisierung einig und unterzeichnet-en eine Rahmenvereinbarung über die zeitgleiche Realisierung von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm. Die Festlegung der Maximal-kosten für das Gesamtprojekt wurde auf damals 4,893 Mrd. DM taxiert.


Abb.: Feier nach der Unterzeichnung Quelle: www.stuttgart-blog.net

Mit dieser Unterzeichnung und damit der Manifestierung des politischen Willens Stuttgart 21 tatsächlich zu realisieren beginnt der parlamentarische Teil der Auseinandersetzung um das Projekt. Der Haken an der Einigung war jedoch, dass Oberbürgermeister Manfred Rommel die Unterschrift ohne die Rückversicherung im Stuttgarter Gemeinderat geleistet hat, der dann am 30. November, also knapp drei Wochen später, der Form halber darum gebeten wurde nachträglich über diese Unterschrift (die zu diesem Zeitpunkt schon Rechtsgültigkeit besaß) abzustimmen. Zurecht wunderten sich einige Gemeinderäte über das Vorgehen.

Teil 4 der Chronologie beschäftigt sich mit der Konkretisierung der Planungen, dem kooperativen Gutachterverfahren zur Findung eines städtebaulichen Rahmenplans und dem aufkeimenden Unbehagen einiger Bürger gegenüber Stuttgart 21.
Urbane Mobilität →

Moving Beyond the Automobile, Teil III: Carsharing

Teil 3 der Streetfilms-Serie Moving Beyond the Automobile (Teil 1, Teil 2) geht um Carsharing – ein Thema dessen Bedeutung in den nächsten Jahren auch in Deutschland wesentlich an Bedeutung gewinnen wird. Einen ausführlichen Bericht zu Carsharing wird es demnächst auf urbanophil zu lesen geben, zunächst dieses kurze und prägnante Video zur Einstimmung.

Kunst & Kultur →

Visualisierung der Verkehrsbelastung im öffentlichen Raum

Nicht ganz neu, aber dennoch ein schönes Projekt: Markus Lerner hat 2008 an einer stark befahrenen Straße in München interaktive Leuchtsäulen aufgestellt, um die Verkehrsbelastung zu visualisieren. Das „Reactive Sparks“ genannte Projekt bestand aus sieben vertikalen LED-Screens, die von einer Echtzeitkamera Informationen zum Verkehr auf der Straße erhielten. Im unteren Bereich der Bildschirme wurde wie bei einem Wasserglas die Menge des Verkehrs der letzten Minuten als eine Welle dargestellt. Je mehr Verkehr und je schneller die Fahrgeschwindigkeit, desto höher schlugen die Wellen aus. Darüber hinaus erzeugte jedes vorbeifahrende Auto einen Funken, der über die Bildschirme hinwegzog und kurzzeitig einen Schweif hinterließ.
Wenngleich die rot-orangen Farben von Markus Lerner als warmer Gegenpol zur Winterlandschaft intendiert waren, zeigte die rote Farbe zugleich alarmierend, wie viel Autoverkehr den Straßenraum belastete. So könnte das Projekt vielleicht weiterentwickelt werden und Fahrradfahrer oder Fahrzeuge des ÖPNV in grün darstellen. So würde eine ästhetisch ansprechende Lichtinstallation zugleich zu einem höheren Verkehrsbewusstsein beitragen.

Urbane Mobilität →

Paris verbannt SUV’s

Paris plant, ab 2012 testweise alle SUV aus der Innenstadt zu verbannen. Umweltzonen an sich sind zwar in Deutschland und anderswo nichts Neues, allerdings ist der Pariser Fokus auf stadtverträgliche Verkehrsmittel interessant. So rät Denis Baupin, Sprecher der Pariser Stadtverwaltung, schlichtweg allen SUV-Besitzern ihr Auto zu verkaufen:

„Sell it and buy a vehicle that’s compatible with city life. I’m sorry, but having a sport utility vehicle in a city makes no sense.“

Neben ihrem absurdem CO2-Ausstoß und dem inakzeptablen Benzinverbrauch sind SUV’s eine zunehmende Gefahr für Fußgänger und Radfahrer, die von den Fahrern der riesigen Privatschlachtschiffe übersehen werden. Eines der makabersten Unfälle zwischen SUV und Fahrradfahrerin, ereignete sich vor einigen Monaten in den USA, bei dem die Fahrerin des SUV bis sie zu Hause ankam nicht bemerkte, dass die von ihre überfahrene Radfahrerin tot an ihrem SUV hing (Quelle).
Der Pariser Vorstoß ist also nur zu begrüßen und sollte auch hierzulande in die Umweltzonenrichtlinien Einzug erhalten!

via Freep

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