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Schlagwort »Verkehr«
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BUENOS AIRES – Avenida 9 de Julio und der Obelisk / Teil 1


Die breiteste Strasse der Welt…

Wenn man sich Buenos Aires aus der Luft oder auf einem Stadtplan anschaut, erkennt man schnell die typische Struktur des Schachbrettrasters auf dessen strikter Ordnung die Stadtplanung der Stadt seit ihrer Gründung  beruht. Im Verlauf der Zeit haben diverse Eingriffe an verschiedenen Stellen der Stadt die Grundstruktur verändert. Eine der zahlreichen Modifikationen ist der Abbruch vieler kompletter Häuserblöcke wobei  eine der breitesten Strassen der Welt, die Avenida 9 de Julio, entstand.  Mit 140 Metern Breite braucht man schon mal zwei Ampelphasen um die gegenüberliegende Seite zu erreichen.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Das neue Herz Europas kurz vor dem Infarkt?

Bahnhof Stuttgart (Quelle: Wikipedia)

Stuttgart 21 ist aktuell in aller Munde und wird – wie selten zuvor ein Infrastrukturprojekt –  in allen Medien diskutiert, kritisiert und beworben. Das Projekt  ist ein Politikum geworden, zu dem sogar Bundeskanzlerin Merkel Stellung beziehen muss. Karsten Michael Drohsel setzt sich seit längerem mit dem Projekt auseinander und beleuchtet ab heute in einer mehrteiligen Serie die Geschichte des Projektes. Wir freuen uns, diese Serie auf urbanophil.net zu veröffentlichen.

INTRO: Stuttgart 21- Das neue Herz Europas kurz vor dem Infarkt?

Das Bahn-Projekt Stuttgart 21 ist schon lange kein reines Bauprojekt mehr, wie die unzähligen Meldungen, Bilder und zuletzt die Videos von der Räumung des Stadtgartens eindrücklich zeigen. Im Schatten einer nahenden Eskalation der Gewalt scheint es im beschaulichen Stuttgart um deutlich mehr zu gehen, als durch den Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs in einen Durchgangsbahnhof zwei Minuten Zeit pro Zugabwicklung zu sparen.

Die Einen sprechen von einer historischen Chance, die nach sorgfältiger Prüfung von allem Für und Wider nicht nur zur Entwicklung der Stadt auf den frei werdenden Flächen berechtigt, sondern nahezu verpflichtet – die Anderen bemängeln die Unsinnigkeit des Projekts, das vor allem durch ständige Kostensteigerungen in den nun mehr 16 Jahren Planungsverlauf schon mehrfach, auch politisch, vor dem Aus stand.

Der Protest gegen das Projekt und der Protest gegen den Protest lassen ein „ja, aber…“, so scheint es, nicht zu. Wo die einen mit viel Verve und Fantasie Protestmethoden erfinden und erproben, können sich andere der Rückendeckung aus Bundeskreisen sicher sein. Mehr oder weniger seriös wird auf allen politischen Ebenen ein Thema bearbeitet, das trotz Kolportage bis in die new york times sichtlich zu klein für den Berliner Rahmen ist. Ferner wird die Diskussion täglich mit immer hitzigeren Argumenten vorangetrieben und die eine, entscheidende Frage spaltet die sonst so duldsamen Stuttgarter Bürger: soll man jetzt für oder gegen Stuttgart 21 sein.

Zu Vorderst stellt sich jedoch die berechtigte Frage, was „das neue Herz Europas“ ist, wo und wie es schlägt, um beurteilen zu können, ob ein nahender Infarkt droht. Dazu demnächst der erste Teil der Serie über stuttgart 21: Zurück zur Nüchternheit der Fakten – um was geht es denn eigentlich?

Der Autor:

Karsten Michael Drohsel, angehender Stadt- und Regionalplaner an der TU Berlin ist 1999 von Stuttgart nach Berlin gekommen und betrachtet seitdem die alte Heimatstadt [mit unvermindertem Interesse] von Außen.

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Grüne Stadt →

Bus Roots: Der fahrende urbane Garten

So könnten später einmal die Dächer von Linienbussen aussehen

urbanophil hat sich zuletzt häufiger mit urbaner Landwirtschaft und Guerilla Gardening beschäftigt (z. B. hier). Zudem war die letzte urbanoFILMS-Veranstaltung dem Thema gewidmet.

Bislang war das Konzept von Grünflächen in der Stadt ja eher statisch. Der Designer Marco Castro Cosio entwickelt derzeit eine mobile Alternative: »Bus Roots« heißt das Projekt, bei dem Grünflächen auf den Dächern von Stadtbussen entstehen sollen. Es gibt bereits einen ersten Prototypen, auf dem erfolgreich ein Sedum auf dem Dach gepflanzt wurde. Würden die gesamten Linienbusse einer Stadt so ausgestattet, würde eine erhebliche Fläche an neuem Grün in der Stadt entstehen.
Der Einsatz von Sedum ist im Straßenbahnoberbau bereits erfolgreich erprobt (wenngleich nicht so ästhetisch wie Rasen). Es ist pflegearm und hat gute luftfilternde und regenwasserabsorbierende Funktion.
Auf diesem Wege könnte der ohnehin umweltfreundliche ÖPNV einen zusätzlichen Beitrag zur Luftreinhaltung in der Stadt leisten.

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BUENOS AIRES – Fahrrad

Buenos Aires zählt zu den grössten Metropolregionen Lateinamerikas (hinter Mexico DF, Sao Paolo und Rio de Janeiro). In der sehr dicht besiedelten Stadt ist wie in vielen anderen Städten das öffentliche Verkehrssystem oft vollkommen überlastet. Den internationalen Tendenzen folgend versucht Buenos Aires seit 2009 nun auch dem Fahrrad seinen Platz im engen Stadtraum zu verschaffen. Hierzu wurde im vergangenen Jahr ein erstes zaghaftes Streckennetz von Fahrradwegen eingeweiht dass aufgrund der engen Bürgersteige meistens direkt auf die Strassen aufgebracht wird (spezieller Asphalt, Bezeichnungen und Bordstein!). Noch in diesem Jahr soll der zweite Abschnitt fertiggestellt werden. Langfristig wird für die gesamte Stadt ein dichtes Netz für Radlerfreunde erwartet.

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Urbane Mobilität →

Die dynamische Fahrradspur: LightLane

Das Fahrrad gewinnt zwar in vielen europäischen (und auch außereuropäischen) Städten zunehmend an Bedeutung für die urbane Mobilität, leider gibt es immer noch viele Straße auf denen es keine Radspuren oder nur sehr schlechte Radwege gibt (ein paar Fotos des Worst-Of). Abhilfe könnte da die »LightLane« schaffen. „Make Your Own Path“ ist das Motto dieses sich derzeit in Entwicklung befindlichen Produktes: Das Rücklicht des Fahrrads hat einen Laser integriert, der einige Meter hinter dem Rad eine Spurmarkierung (und später womöglich auch ein Fahrrad-Piktogramm) projiziert.

Die LightLanes, die links und rechts vom Rad projiziert werden geben dem Radfahrer ausreichend Sicherheitsabstand zu den Autos. Die LightLanes könnten somit den guten alten ausklappbaren Abstandhalter ablösen.

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