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urbanoQUIZchen#14: Arbeit

urbanoQUIZchen#14: Arbeit

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Frage 1
Quelle: Wikimedia/Doris Antony, CC-BY-SA 3.0, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin_AEG_Turbinenfabrik.jpg

Quelle: Wikimedia/Doris Antony, CC-BY-SA 3.0, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin_AEG_Turbinenfabrik.jpg

  Auf dem Bild zu sehen ist die Turbinenhalle der AEG in Berlin-Moabit, die nach Plänen von Peter Behrens 1909 entstand. Er bekleidete auch eine offizielle Position bei der AEG. Welche?
A
Mitglied des Aufsichtsrates
B
Leitender Baumeister
C
Künstlerischer Beirat
Question 1 Explanation: 
Peter Behrens wurde 1907 zum künstlerischen Beirat der AEG berufen, nachdem er bereits einzelne, kleinere Aufträge erfüllt hatte. In seiner neuen Funktion erarbeitete er das Corporate Design der AEG, war für alle grafischen Veröffentlichungen verantwortlich, gestaltete das Design der Haushaltsprodukte der AEG und entwarf mehrere große Fabrik- und Verwaltungsbauten. Hier eine Auswahl von Designs von Behrens für die AEG: http://picasaweb.google.com/ID100Y/TheVirtualPeterBehrensExhibition
Frage 2
Quelle: Wikimedia/F.Eveleens, CC-BY-SA 3.0, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rotterdam_van_nelle_fabriek.jpg

Quelle: Wikimedia/F.Eveleens, CC-BY-SA 3.0, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rotterdam_van_nelle_fabriek.jpg

  Die ehemalige Van Nelle Fabrik gilt als wichtiges erhaltenes Beispiel des Nieuwe Bouwen, also der niederländischen Moderne. Wo befindet sie sich?
A
Den Haag
B
Rotterdam
C
Utrecht
Question 2 Explanation: 
Die Fabrik befindet sich in Rotterdam und entstand zwischen 1925 und 1931 nach Plänen der Architekten Johannes Brinkman und Leendert van der Vlugt. Die Gestaltung der Fabrik trägt Züge des sowjetischen Konstruktivismus. Heute ist die Fabrik zu einem Medienstandort umgebaut worden.
Frage 3
© Lukas Foljanty

© Lukas Foljanty

  Das Einkaufszentrum "manufaktura" in Łódź umfasst eine Fläche von 27 Hektar. Es entstand in einem historischen Industriekomplex mit Fabriken, Arbeiterwohnungen, Verwaltungsbauten, einem Elektrizitätswerk und sogar einer Schule für die Arbeiterkinder. Aber was wurde hier ursprünglich produziert?
A
Textilien
B
Fleischkonserven
C
Maschinenbau
Question 3 Explanation: 
Die Fabrik diente - wie so viele in Łódź - der Textilienproduktion. Eigentümer war der Textil-Pabst Izrael Poznański (1833-1900), der zahllose Fabriken besaß. Direkt neben "manufaktura" steht Poznańskis Privathaus, das als "Louvre von Łódź" betitelt wird. Auf die Frage seines Architekten, in welchem Stil sein Wohnhaus gestaltet werden solle antwortete Poznański, dass er reich genug für alle Stile sei. Also entstand ein schön-schrecklich eklektizistischer Bau.
Frage 4
Quelle: Wikimedia/Bruno Girin, CC-BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oil_Rocks_near_Baku.jpg

Quelle: Wikimedia/Bruno Girin, CC-BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Oil_Rocks_near_Baku.jpg

  Neff Daslari ist ein Unikum in der Welt: Eine Stadt, um mitten auf dem Meer Öl fördern zu können. Auf welchem Meer befindet sich Neft Daslari?
A
kein Meer: Im Aral-See
B
Schwarzes Meer
C
Kaspisches Meer
Question 4 Explanation: 
Neff Daslari liegt 300 km vor der Küste Aserbaidschans im Kaspischen Meer. 1949 begann die Offshore-Ölförderung im Kaspischen Meer und damit der Aufbau von Neft Daslari, zunächst für Wanderarbeiter geplant, schnell zu einer richtigen Stadt erweitert. Zur Blütezeit waren 2.000 Fördertürme in Betrieb, verbunden miteinander und mit dem Stadtzentrum über mehr als 300 Brücken, auf denen schwere sowjetische Lkw fahren können. Bis zu 5.000 Menschen lebten und leben in Neft Daslari. Es gibt 9-geschossige Plattenbauten, ein Kulturzentrum und ein paar Kneipen und eine Limonadenfabrik. Sehr sehenswert: "OIL ROCKS – City above the Sea (La Cité du Pétrole)"
Frage 5
Quelle: Wikimedia/Carsten Janssen, CC-BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fagus_Gropius_Hauptgebaeude_200705_wiki_front.jpg

Quelle: Wikimedia/Carsten Janssen, CC-BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fagus_Gropius_Hauptgebaeude_200705_wiki_front.jpg

  Walter Gropius' meisterhaftes Frühwerk ist das Fagus-Werk in Alfeld in Niedersachsen. Das Gebäude wird auch heute, 101 Jahre nach Fertigstellung, immer noch so wie geplant benutzt: Zur Produktion für Schuhleisten. Das Gebäude steht selbstverständlich unter Denkmalschutz. Aber seit wann?
A
1946
B
1966
C
1986
Question 5 Explanation: 
Als eines der ersten Beispiele der architektonischen Moderne wurde das Fargus-Werk bereits 1946 unter Denkmalschutz gestellt. 2011 wurde es zudem zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
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Heimatcontainer – Deutsche Fertighäuser in Israel

Kupferhäuser Eberswalde-Messingwerk

Das Ende 2009 im Suhrkamp-Verlag erschienene Buch “Heimatcontainer – Deutsche Fertighäuser in Israel” von Friedrich von Borries und Jens-Uwe Fischer beleuchtet einen wenig bekannten Ausschnitt der deutschen Architekturgeschichte. Die u. a. von Walter Gropius entworfenen und von den Berliner Hirsch Messing- und Kupferwerken A.G. produzierten Allkupferhäuser waren industriell gefertigte Häuser, die in Kisten verpackt überall in die Welt verschickt werden konnten und dort vor Ort innerhalb von 24 Stunden ausgestellt werden konnten. In den einzelnen Wand- und Deckenelementen waren bereits Strom-, Frisch- und Abwasserleitungen integriert. Im Kaufpreis inbegriffen war eine Einbauküche sowie eine Zentralheizung. Während das Gebäudeinnere somit einer modernistischen Idee folgte, folgte die äußere Gestaltung der Gebäude mit Erkern und Spitz- oder Walmdächern eher dem traditionellen Landhausstil.

Neben ihrer kunstgeschichtlichen Betrachtung behandelt das Buch insbesondere auch Bedeutung der Häuser bei der Emigration von deutschen Juden nach Palästina ab 1930. Da für viele Juden Palästina ein völlig fremdes Land darstellte, sollten die verschiffbaren Kupferhäuser ein Stück alte Heimat in der neuen Heimat sein. Das jüdische Unternehmen Hirsch, das bereits seit den 1920er Jahren die zionistische Idee auch finanziell unterstützte, begann gezielt in jüdischen Zeitschriften ihre Fertighäuser zu bewerben, so beispielsweise mit dem Slogan “Nehmen Sie ein Kupferhaus mit nach Palästina. [...] Sie wohnen bei größter Hitze in kühlen Räumen!”

Insgesamt waren die Kupferhäuser kommerziell kein Erfolg. Nur geringe Stückzahlen konnten verkauft werden. Die noch erhaltenen Gebäude in Deutschland stehen allesamt unter Denkmalschutz.

Heimatcontainer – Deutsche Fertighäuser in Israel
Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer
200 Seiten
Suhrkamp, Frankfurt, 2009
ISBN 978-3-518-12593-9

Standorte der noch erhaltenen, denkmalgeschützten Kupferhäuser:

  • Modell Kupfer-Castell von 1933, Alemannenstraße 16, Berlin-Frohnau
  • Allkupferhaus von 1932-33, Kurpromenade 55, Berlin-Kladow
  • Kupferfertighaus von 1932, Curtiusstraße 77, Berlin-Lichterfelde
  • Modell Kupferstolz von 1931, Schorlemerallee 16, Berlin-Dahlem
  • Kupferhaus um 1930, Springeberger Weg 8, Berlin-Köpenick
  • Kupferhaus um 1930, Springeberger Weg 10, Berlin-Köpenick
  • Hirsch-Kupferhaus von 1931, Ahornstraße 19, Berlin-Köpenick
  • Die acht Musterhäuser in Eberswalde-Messingwerk
  • Drei Häuser in Haifa, Israel
  • Ein Haus in Safed, Israel

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