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Schlagwort »Wohnen«
Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

Netzwerk Immovielien e.V. – Verein für gemeinwohlorientierte Immobilien- und Stadtentwicklung

Zivilgesellschaftliche Initiativen, die selbstorganisiert, solidarisch und in Kooperation mit Partnern Immobilien für sich und ihre Nachbarschaft entwickeln, tragen wesentlich zur Entwicklung lebendiger und zukunftsfähiger Lebensräume bei. Allerdings sind die Rahmenbedingungen für eine solche gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung – Immobilien, die von Vielen für Viele, kurz Immovielien, entwickelt werden – in verschiedener Hinsicht noch sehr wenig optimal: es gibt wenige bezahlbare Grundstücke, wenig passende Finanzierungs- und Förderinstrumente oder auch Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit von Initiativen und Kommunen.

Das Netzwerk Immovielien arbeitet seit seiner Gründung in Leipzig im Jahr 2016 erfolgreich daran, die Rahmenbedingungen für eine gemeinwohlorientierte Immobilien- und Stadtentwicklung zu verbessern. Entsprechende Initiativen werden im und vom Netzwerk unterstützt und beraten, Erfahrungsaustausch und Lobbyarbeit in allen relevanten Handlungs- und Politikfeldern sind Aufgaben des Netzwerks.

Dazu konnte eine Vielzahl von Akteuren aus unterschiedlichen Bereichen – Zivilgesellschaft, öffentliche Hand, Genossenschaften, Architektur, Stadtplanung, Wissenschaft, Verbänden und Projektentwicklung – zur Mitwirkung im Netzwerk gewonnen werden.

Am 18. Juni 2018 wurde aus dem Netzwerk ein Verein. URBANOPHIL gratuliert zur gelungenen Vereinsgründung und freut sich als eines der Gründungsmitglieder auf eine fruchtbare Zusammenarbeit zu diesem Thema, das uns seit langem auch umtreibt. Wir werden von den Immovielien-Aktivitäten berichten und uns mit dafür einsetzen, die Kernforderungen des Immovielien-Vereins zu realisieren:

  1. MEHR BODEN! … für eine gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung und Immovielien
  2. GUTES GELD! … um die Finanzierung von Immovielien zu verbessern
  3. ANDERE FÖRDERUNG! … um Investitionen in Immovielien zu erleichtern
  4. PASSENDES RECHT! … und passender steuerlicher Rahmen für Immovielien
  5. MEHR AUGENHÖHE! … in der Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Immovielien

Weitere Informationen zum Netzwerk Immovielien e.V., zu Projekten und natürlich auch zu beispielhaften Immovielien finden sich auf der Homepage des Netzwerks. Weitere Mitglieder werden gebraucht! Alle Informationen dazu ebenfalls auf der Homepage des Netzwerks.

Städtebau & Architektur →

Moderne in Haselhorst

Wer am Sonntag schon woanders ist, kann die Siedlung im Buch anschauen. Michael Bienert, Moderne Baukunst in Haselhorst, Berlin Story Verlag, 2015.

Wer am Sonntag schon woanders ist, kann die Siedlung im Buch anschauen. Michael Bienert, Moderne Baukunst in Haselhorst, Berlin Story Verlag, 2015.

1928 begann in Berlin-Haselhorst ein Experiment im Siedlungsbau: das größte Wohnungsbauprojekt im Berlin der Weimarer Republik sollte 12.000 Menschen zeitgemäßen Wohnraum bieten. Als Reichsforschungssiedlung – der Name geht auf die 1927 gegründete „Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen“ zurück – ist die Siedlung heute als Denkmal geführt. Damals sollten, ähnlich wie es heute wieder erforderlich ist, Lösungen für die drängende Wohnungsnot erarbeitet werden. Zu den Initiatoren der Gesellschaft gehörten die Reichstagsabgeordnete Marie-Elisabeth Lüders, Bauhaus-Gründer Walter Gropius und Architekt Otto Bartning. Die Reichsforschungsgesellschaft erarbeitete Vorschläge für die Optimierung von Wohnungsgrundrissen und förderte Untersuchungen beim Bau von modernen Siedlungen, wobei neue architektonische Ideen, Bautechniken, Baustoffe und Bauabläufe zu erproben waren.

Die Bauhaussiedlung in Dessau-Törten ist Inbegriff dieses Siedlungsbaus. Weniger bekannt ist die Siedlung in Haselhorst, obgleich sie das größte Projekt der Reichsforschungsgesellschaft ist. 1928 schrieb die Gesellschaft einen städtebaulichen Ideenwettbewerb aus, den Walter Gropius zusammen mit dem Ingenieur Stephan Fischer gewann. Gropius schlug eine Bebauung mit zehn- bis zwölfstöckigen Wohnzeilen vor, die sich allerdings nicht durchsetzen konnte. In Folge der Streitigkeiten zwischen Gropius und der Reichsforschungsgesellschaft wurde das 45 Hektar große Areal in mehrere Baublöcke aufgeteilt und Planungsaufträge an verschiedene Architekten vergeben: Paul Mebes, Paul Emmerich und Otto Bartning gehören zu den bekanntesten.

Bartning entwarf 1934/35 auch die Weihnachtskirche auf dem Areal. Am kommenden Sonntag, 10. Juni 2018, lädt die Otto Bartning-Gesellschaft zur Besichtigung von Weihnachtskirche, Siedlung und einer Musterwohnung aus der Entstehungszeit ein. Treffpunkt ist um 11:15 Uhr am Turm der Weihnachtskirche, Haselhorster Damm 54 in 13599 Berlin-Spandau.

urbanoFORUM →

urbanoFORUM #4: Endlich wieder bauen!? (22. Juli 2016)

Frankfurt_Baustelle_HochVier

In der Stadtentwicklung geht es wieder vermehrt um Neubau. Ist das ein Paradigmenwechsel? Worin liegt dieser begründet und was bringt er mit sich? Was sind die Probleme, vor denen die Planenden damit – rechtlich, gesellschaftlich, städtebaulich – stehen? Wie ändernt sich das Berufsbild und was bedeutet es für die Universitäten? Im Jubiläumsjahr von urbanophil stellen wir uns den großen Fragen. Im Rahmen des „Offenen Haus der Stadt- und Regionalplanung“ an der TU Berlin diskutieren mit uns bei der Neuauflage des urbanoFORUMs:

  • Marc Schulte (Baustadtrat, Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf)
  • Laura Calbet i Elias (Wiss. Mitarb., Institut f. Stadt- u. Regionalplanung, TU Berlin)
  • Arno Bunzel (Stv. Institutsleiter, Deutsches Institut für Urbanistik, difu)

Moderation: Tobias Meier, Toni Karge (urbanophil)

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Ausstellung O.M.Ungers // Erste Häuser

Haus Steimel, Hennef-Sieg (1961-62)

Haus Steimel, Hennef-Sieg (1961-62)

Seit dem 22.6. können Interessierte im  Architekturmuseum der TU Berlin die erste von insgesamt drei Ausstellungen zum Werk von Oswald Mathias Ungers besichtigen. In der ersten Ausstellung steht das Nachkriegswerk des Architekten im Mittelpunkt.

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Stadtentwicklung & Stadtpolitik →

„Berlin bleibt kämpferisch“ – Interview zum Start der Experimentdays 15

EXPERIMENTDAYS 15

 

Schon seit einigen Jahren ist das Thema Wohnen in Berlin ein Thema, das viele Menschen – sei es beruflich, privat oder politisch – in Berlin und anderen Großstädte bewegt. Es gilt, immer wieder neue Wege und Lösungen zu entwickeln. Schon lange, bevor Wohnen auf der politischen und gesellschaftlichen Agenda ganz nach oben gerückt ist, gab es die EXPERIMENTDAYS. Auf der mehrtägigen Veranstaltung, die 2003 vom Institut für kreative Nachhaltigkeit id:22 ins Leben gerufen wurde und seither organisiert wird, haben Interessierte die Möglichkeit, alternative und nachhaltige Wohnformen und -formate kennen zu lernen. urbanophil hat mit Michael LaFond, Geschäftsführer von id:22 über die EXPERIMENTDAYS gesprochen.

 

Hallo Michael! Danke, dass du dir Zeit für ein kurzes Interview mit urbanophil nimmst! Würdest du für alle, die euch noch nicht kennen einmal kurz erläutern, was die EXPERIMENTDAYS sind.

Die EXPERIMENTDAYS sind eine jedes Jahr stattfindende, mehrtägige Veranstaltung. Wir verstehen die EXPERIMENTDAYS als Plattform für selbstorganisierte, gemeinschaftliche Wohnprojekte und als Treffpunkt für Akteur_innen der kreativen Nachhaltigkeit, die die Stadt als gestaltbaren Lebensraum verstehen.

Sie bieten die Gelegenheit, sich über selbstorganisierte Wohn- und Bauformen zu informieren, sowie Mitstreiter_innen und Unterstützer_innen für geplante oder bereits konkret in der Umsetzung befindliche gemeinschaftliche Wohnprojekte zu finden.

Damit wollen wir auch ein stückweit die Stadt, in der wir leben, weiter denken. Unsere Vision ist eine fair geteilte und selbstgemachte Stadt mit bedarfsgerechtem und sozial verträglichem Wohnraum. Zukunftsfähige Entwicklungsprozesse sollen demokratisch gestaltet und Experimentierfelder ermöglicht werden.

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