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Schlagwort »ZeughausKino«
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FILM | Lagos/Koolhaas

mit urbanophil ins Zeughauskino:

KUNST DES DOKUMENTS – ARCHITEKTUR
Lagos/Koolhaas
NL/NGR 2002, R: Bregtje van der Haak, 55” OmeU, DigiBeta

Bregtje van der Haaks Videofilm Lagos/Koolhaas begleitet den niederländischen Architekten Rem Koolhaas zwei Jahre lang während seiner Recherchen zur Megacity durch die nigerianische Stadt Lagos (bis 1991 Hauptstadt von Nigeria). „Fasziniert durch die Energie von Lagos und getrieben durch den Wunsch, Modernität in allen Aspekten zu verstehen, wollte Koolhaas von Lagos lernen, anstatt etwas zu planen, bauen oder zu verändern“, erzählt die Regisseurin über die Motivation des Architekten. Megacitys wie Bombay, S?£o Paulo und Lagos funktionieren in ihrer Infrastruktur auf eine spezifische Weise: von den Menschen sind Überlebensstrategien gefragt, die Risikobereitschaft, Networking und Improvisation erfordern. In Lagos wirkt die Innenstadt wie ein einziger Markt: hier ein Baumarkt, dort ein Stand für Computerspiele, ein Imbiss, dazwischen eine Open-Air-Schule. Kann diese Stadt zu einem innovativen Beispiel für Stadtentwicklung werden?
„Im Film strömt Koolhaas mit seinen Begleitern durch Lagos, unterwegs im Go-Slow des Verkehrs, mit Fotoapparat und Zettelchen, bestürmt von Stauhändlern. Sie sprechen mit einem Jungen, der Wasser in Plastiktüten verkauft, mit lokalen Müllverwertern und einem Minibusfahrer und begleiten die Talkshow-Gastgeberin Funmi Iyanda. Alle versuchen zu erklären, welche Überlebenstechniken nötig sind, um mit dieser Superstadt umzugehen.“ (Madeleine Bernstorff, die tageszeitung, 19.10.2002)

Weitere Infos findet ihr hier: http://www.dhm.de/kino/kdd_architektur.html

Und natürlich gilt wie immer: wer zum halben Eintrittspreis von 2,50 € (statt 5 €) hineinkommen will, schreibt uns einfach eine Mail mit seinem/ihrem Vor- und Nachnamen bis zum vorangehenden Mittwoch abend (22 Uhr) mit dem Filmtitel als Betreff.

Ort: Zeughaus | Unter den Linden 2
Zeit: 30 Juli um 20:00 Uhr

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FiLME | Le Corbusier & Une ville – Chandigarh – Le Corbusier

mit urbanophil ins Zeughauskino:

KUNST DES DOKUMENTS – ARCHITEKTUR
Le Corbusier
GB 1970, R: Carlos Vilardeb??, 44” OF

Une ville – Chandigarh – Le Corbusier
CH/IND 1965, R: Alain Tanner, 51” engl. Fassung

Carlos Vilardeb??s Film Le Corbusier zeigt die modernen Bauwerke des Architekten und nähert sich dessen Formensprache. Der Film ist in drei Teile gegliedert. Erstens: Architektur – eine Auseinandersetzung mit den Funktionen eines einzelnen Gebäudes, hier mit Blick auf die für ihre expressive Formensprache berühmte Wallfahrtskirche Notre-Dame-du-Haut bei Ronchamp. Zweitens: Soziologie – eine Untersuchung des Zusammenspiels von kollektiven und individuellen Ansprüchen. Und drittens: Städtebau – eine Architektur im puristischen Stil als Teil ihrer Umgebung.
Seine städtebaulichen Vorstellungen kann Le Corbusier erstmals realisieren, als er 1951 zum Stadtplaner Chandigarhs, einer indischen Provinzhauptstadt, berufen wird. Schon ein Jahr später kann Le Corbusier seine Raumplanung präsentieren. Er entwirft darüber hinaus einige Regierungsgebäude, von denen die meisten in den nächsten zehn Jahren fertiggestellt werden. Sowohl das Klima als auch die sozialen und politischen Begebenheiten haben die Planungen und deren Umsetzung sehr beeinflusst. Une ville – Chandigarh – Le Corbusier von Alain Tanner stellt die visuelle Schönheit der vorgefundenen Realität in größere Zusammenhänge und zeigt Lösungen auf, die für die Bewohner gefunden wurden, um sich in der neuen Umgebung einzuleben. In langen Einstellungen kann man die Impressionen dieser grünen „Stadt im Werden“ genießen. Es ist ein poetischer Film über den Bau einer Stadt entstanden, deren wirtschaftliche und soziale Bedingungen genau vorgegeben waren.

Weitere Infos findet ihr hier: http://www.dhm.de/kino/kdd_architektur.html

Und natürlich gilt wie immer: wer zum halben Eintrittspreis von 2,50 € (statt 5 €) hineinkommen will, schreibt uns einfach eine Mail mit seinem/ihrem Vor- und Nachnamen bis jeweils Mittwoch abends (22 Uhr) mit dem Filmtitel als Betreff.

Ort: Zeughaus | Unter den Linden 2
Zeit: 23 Juli um 20:00 Uhr

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FILM | Neue Welt – Vom Wigwam zum Wolkenkratzer

mit urbanophil ins Zeughauskino:

KUNST DES DOKUMENTS – ARCHITEKTUR
Neue Welt – Vom Wigwam zum Wolkenkratzer
BRD 1954, R: Curt Oertel, 82”

Curt Oertel arbeitete zunächst als Kameramann. Für Georg Wilhelm Pabsts Stummfilm Die freudlose Gasse (1925) bediente er die zweite Kamera und war für die Lichtsetzung verantwortlich. Es folgten zwei weitere Filme unter der Regie von Pabst (Geheimnisse einer Seele, 1925/26 und Man spielt nicht mit der Liebe, 1926), ehe Oertel nach zwei Ko-Regie-Arbeiten 1935 seine erste eigenständige Regie in Angriff nahm: Pole Poppenspäler, nach einer Novelle von Theodor Storm. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Oertel eine eigene Produktionsfirma, für die er 1954 den abendfüllenden Dokumentarfilm Neue Welt – Vom Wigwam zum Wolkenkratzer herstellte. Oertel studierte zweieinhalb Jahre die amerikanische Architekturgeschichte – geleitet von dem Wunsch, ein halbes Jahrtausend Kultur im Wandel der Architektur zu spiegeln. So startet er beim Wigwam der Indianer und endet bei den modernen Wolkenkratzern von New York. Dabei richtet Neue Welt seinen Blick besonderes auf die Bauten europäischer Architekten wie Walter Gropius, Erich Mendelsohn und Ludwig Mies van der Rohe. Die Verknüpfung von dokumentarischen Aufnahmen mit Einstellungen von Gemälden, Plänen und Zeichnungen erzeugt dabei einen plastischen Eindruck.
Einführung: Jeanpaul Goergen

Weitere Infos findet ihr hier: http://www.dhm.de/kino/kdd_architektur.html

Und natürlich gilt wie immer: wer zum halben Eintrittspreis von 2,50 € (statt 5 €) hineinkommen will, schreibt uns einfach eine Mail mit seinem/ihrem Vor- und Nachnamen bis jeweils Mittwoch abends (22 Uhr) mit dem Filmtitel als Betreff.

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KUNST DES DOKUMENTS – ARCHITEKTUR

urbanophil in Kooperation mit dem Zeughauskino.

Nun zum dritten Mal laden wir euch herzlich ein, die Filme zum Thema Architektur im Zeughauskino zum vergünstigten Preis anzuschauen. Auch diesmal werden wieder Filme über das Dritte Reich gezeigt.

„Am Südrand des Englischen Gartens in München plante Hitler gleich nach Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ein Haus der Deutschen Kunst.Architekt Paul Ludwig Troost, der zwischen 1912 und 1930 etliche Transatlantik-Schnelldampfer eingerichtet hatte, erhielt den Auftrag für diesen ersten repräsentativen Monumentalbau des „Dritten Reiches“. Das neoklassizistische Haus zeichnete sich durch seine innovative Technik aus, sogar einen Luftschutzbunker hatte Hitler gleich miteinbauen lassen. Das Haus der Deutschen Kunst zeigt die Entstehung dieses Gebäudes, dessen Einweihung 1937 als pompöses Schauspiel inszeniert wurde, und berichtet von seiner Planung bis zur Grundsteinlegung 1933.
Walter Hege, einer der wichtigsten Fotografen der Neuen Sachlichkeit, war von 1930 bis 1935 Hochschullehrer an der Bauhaus-Universität in Weimar. In Die Bauten Adolf Hitlers fotografiert Hege Albert Speers „Vision von Germania“ als einen Propagandafilm in kühler Perfektion. Zu sehen sind u.a. das Reichsluftfahrtministerium in Berlin, die Reichsautobahn, die Elbbrücke in Dresden, das Haus der Deutschen Kunst. In der NS-Zeit wurde die Architektur zum „Wort aus Stein“ , sie diente politischen Zwecken.
Im Film Das Wort aus Stein werden mit Hilfe einer speziellen Tricktechnik Pläne und Modelle zum nationalsozialistischen Bauen so umgewandelt, dass zukünftige Straßen und Gebäude in Berlin und München plastisch erlebbar werden.“

Die Einführung gibt Ralf Forster.

Die Filme:

  • Das Haus der Deutschen Kunst (D 1934, R: Armin Hausladen, K: Gustav Weiss, 30”)
  • Die Bauten Adolf Hitlers (D 1938, R: Walter Hege, 16”)
  • Das Wort aus Stein (D 1939, R: Kurt Rupli, 19”)
  • Deutsche Arbeitsstätten (D 1940, R: Fritz Brunsch, 20”)

Infos: http://www.dhm.de/kino/kdd_architektur.html
Und natürlich gilt wie immer: wer zum halben Eintrittspreis von 2,50 € (statt 5 €) hineinkommen will, schreibt uns einfach eine Mail mit seinem/ihrem Vor- und Nachnamen bis Mittwoch nachmittag (17 Uhr). Die Adresse ist: urbanophil@gmail.com.

am 25.6. um 20.00 Uhr
Ort: Zeughaus | Unter den Linden 2

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Filme zur nationalsozialistischen Architektur

Heute zeigt das ZeughausKino in seiner Reihe „Kunst des Dokuments – ARCHITEKTUR“ in Zusammenarbeit mit urbanophil die Filme:
– Baustelle Reichsparteitagsgelände 1938/39 (D 1939, 16”)
– Albert Speer spricht über Architektur und Dramaturgie der nationalsozialistischen Selbstdarstellung, Göttingen 1970 (BRD 1970, B: Karl Friedrich Reimers, 53”)
– Brutalität in Stein (BRD 1960/61, R: Alexander Kluge, Peter Schamoni, 13”)

Drei Filme zur nationalsozialistischen Architektur. Baustelle Reichsparteitagsgelände 1938/39 zeigt die Gesamtanlage des von Albert Speer entworfenen 16,5 km¬? großen Geländes. Auf diesem Areal im Südosten Nürnbergs wurden von 1933 bis 1938 die Reichsparteitage der NSDAP abgehalten. Zu sehen ist die Luitpoldarena, eine streng gegliederte Aufmarschfläche mit Rednertribüne; die Kongresshalle, einer der größten erhaltenen nationalsozialistischen Monumentalbauten in Deutschland; das Märzfeld, das Zeppelinfeld und die Lagerbereiche, die als HJ-Lager und als Lager der SS und SA genutzt wurden.
Albert Speer spricht über Architektur und Dramaturgie der nationalsozialistischen Selbstdarstellung dokumentiert ein Gespräch, das 1970 in Göttingen aufgezeichnet wurde und an dem der ehemalige nationalsozialistische Generalbauinspektor für Berlin, Albert Speer, der Kunsthistoriker Karl Arndt und der damalige Geschichtsreferent des IWF Wissen und Medien Karl Friedrich Reimers teilnahmen. Zentraler Gesprächsgegenstand ist der Zusammenhang von faschistischen Riten und nationalsozialistischer Architektur, die der Selbstdarstellung und der Repräsentation von Macht diente.
Brutalität in Stein könnte als Überschrift für alle drei Filme stehen. Auch dieser Film geht der Verbindung von NS-Architektur und Herrschaftsideologie nach. Alexander Kluge drehte ihn 1960 zusammen mit Peter Schamoni, die Uraufführung fand während der Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen statt. Ulrich Gregor schreibt über Details des Films: „Die erhaltenen Überreste des Nürnberger Reichsparteitaggeländes offenbaren die Vorliebe der nazistischen Architekten für schroffe Ecken und Kanten, für schießschartenartige Schlitze, für Treppen, Säulen und Mauern, für kolossale Gänge: Stein gewordene Rigidität, Unterdrückung.“ (ZeughausKino)

wann: 18.6.2009 um 20:00 Uhr
wo: Zeughauskino, Deutsches Historisches Museum (Zeughausgebäude Eingang Spreeseite), Unter den Linden 2, Berlin Mitte

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