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Londons neue Fahrrad-Superhighways

Zielnetzplan der Superhighways

Seit heute gibt es in London die so genannten „Cycle Superhighways„. Die zunächst zwei radial verlaufenden, leuchtend blau markierten Routen sollen insbesondere Berufspendlern in das Zentrum Londons das Radfahren erleichtern. Und so hebt Transport for London (TfL) auch insbesondere den Komfort und die Sicherheit der neuen Rad-Highways hervor:

Direct and continuous – The routes will be clearly marked from start to finish so you’ll have no trouble following them. You’ll also see information along the way about journey time and links to other cycling routes.

Comfortable – We’ll be improving road surfaces along the route so you can pedal more comfortably.

Easy to find – Each highway will have a clear and unique identity.

Safe – Signals, road markings and continuous cycle lanes at junctions will help you keep safe.

Ganz so gut scheinen die Superhighways allerdings bislang noch nicht zu funktionieren. So werden die Spuren an Endstellen – also gerade dort, wo es für Radfahrer besonders gefährlich werden kann – von den Autos mitgenutzt. Zudem scheinen die Beschilderungen nicht so eindeutig zu sein, wie es beworben wird. Der BBC hat einen Selbstversuch unternommen und Radfahrer befragt, die zu einem geteilten ersten Urteil kamen. Die London Cycling Campaign kritisiert zudem, dass an Kreuzungen, den Hauptunfallschwerpunkten zwischen Radfahrern und Autos bislang keine Änderungen vorgenommen wurden. Dennoch wird von den Radfahrern Londons die Einrichtung der Superhighways grundsätzlich positiv bewertet, denn immerhin sind die Superhighways durch den besonderen blauen Belag deutlich angenehmer zu fahren, als herkömmliche Radspuren.
Bis 2015 plant TfL weitere 10 solcher Superhighways einzurichten.

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2 Kommentare
  1. schöner Artikel! Insgesamt sehr interessant zu sehen, mit welcher Vehemenz London plötzlich beginnt den Radverkehr zu fördern. Bislang galt man eher als lebensmüde, wenn man dort Rad gefahren ist. Beim eigenen Besuch im Februar konnte man aber schon einiges von der neuen Infrastruktur entdecken, z. B. auch einige aufgeweitete Fahrradboxen vor den Autos an Ampeln. Bin gespannt, wann da in Berlin die ersten kommen…

    Was man viell. noch ergänzend hinzufügen sollte: Die Stadt London lässt sich die Fahrradrouten von einer englischen Bank mitfinanzieren (Barclays), die dafür im Namen der „Super Highways“ mit auftaucht. Und die Maßnahmen gehen einher mit dem Ende Juli startenden Fahrradverleihsystem mit 400 Stationen und 6.000 Rädern (auch von Barclays mit zig Mio. EUR mitfinanziert): http://news.bbc.co.uk/local/london/hi/tv_and_radio/newsid_8293000/8293273.stm

    Als Ergänzung ein sehr ausführlicher Erfahrungsbericht mit Diskussion vom London Cyclist Blog, wo auch die Qualität der Super Highways etwas angezweifelt wird: http://www.londoncyclist.co.uk/features/is-there-anything-super-about-the-cycle-superhighways/

  2. […] noch genutzt, oder stillgelegt), könnte man doch eine dedizierte Fahrradtrasse errichten. Denn die Barclay’s Cycle Superhighways sind auch nicht das Wahre, denn sie laufen entlang der stark befahrenen Straßen und damit immer […]

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