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Urbane Mobilität →

urbanophil macht mobil, Teil I – unterwegs in Sachen urbaner Mobilität

Es wurde schon vor kurzem in einem Beitragskommentar angekündigt: urbanophil wird zukünftig auch das Thema ‚urbane Mobilität‘ intensiver diskutieren. Nicht, das wir das Thema bislang noch überhaupt nicht auf der Agenda hatten, aber nun haben wir unseren internen Themen-Kategorien (die öffentlich rechts unter ‚Tags‘ auftauchen) bewusst dieses Stichwort hinzugefügt.

Um was wird es also gehen, bzw. über was haben wir bereits berichtet? Da das Themenfeld recht vielschichtig ist und der Autor beim Verfassen dieses Beitrages in einen kleinen Schreibrausch geraten ist, wurde beschlossen, den Beginn dieser neuen urbanophilen Epoche mit einer kleinen „urbanophil macht mobil“ – Beitragsserie zu zelebrieren, Stück für Stück, Tag für Tag. Zur Sprache kommen werden zahlreiche Gründe dafür, dass sich die urbane Mobilität in den nächsten Jahrzehnten relativ fundamental verändern wird – und auch verändern muss. Beschrieben werden bereits statt findende Entwicklungen, hin zu mehr Radverkehrsplanung und -förderung, der Boom von Fahrradverleihsystemen, der Bedarf an flexiblen und multimodalen Mobilitätsoptionen, aber auch die Notwendigkeit der Autoindustrie den Antrieb der Fahrzeugflotten auf Elektroantriebe umzustellen.

Bereits auf urbanophil berichtet haben wir z.B. über Aktivitäten von google, die in den USA einen Routenplaner nicht nur für Autos und Fußgänger bereitstellen (wie in Deutschland), sondern seit kurzem auch für Radfahrer. Auf dem im Moment etwas eingeschlafenen Seitenableger-Blog digiphil berichteten wir über ein Projekt, welches die umfangreichen digitalen Daten des Fahrradverleihsystems ‚Bicing‘ in Barcelona in digitale Bewegungs- und Aktivitätsmuster der Stadt verwandelte (s. auch Video zu diesem Beitrag). Auch die ‚Renaissance der Tram‚, in diesem Fall unter dem Aspekt des Haltestellendesigns, war bereits Thema bei uns. Vor kurzem haben wir dann darüber diskutiert, dass die in den letzten Jahren boomenden Mobilitätsangebote wie Carsharing und Fahrradverleihsysteme nicht in die bislang geltenden Kategorien von Individualverkehr (IV) und Öffentlichem Verkehr (ÖV) passen, sondern das für diese neuen hybriden Formen eine neue Begriffskategorie definiert werden müsste, Öffentlicher Individualverkehr (ÖIV) oder motorisierter öffentlicher Individualverkehr (MÖIV) etwa. Am selben Tag wurde auch das Projekt „The Copenhagen Wheel“, über ein elektrisches Hybrid-Bike welches Umweltdaten sammelt, vorgestellt. Des weiteren wurden die vorerst gestoppten Planungen für die A100 in Berlin thematisiert und sogar das Verkehrsnetz der indischen Stadt Dharavi wurde bereits besprochen.

Abseits von definitorischen Abgrenzungen über ÖIV oder MÖIV steht zweifelsohne fest, dass der städtische Verkehr, bzw. die ‚urbane Mobilität‘ in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen und in dieser Folge vor großen Veränderungen steht. Die Gründe dafür sind so zahlreich wie vielschichtig. Das Thema Klimawandel ist öffentlich und politisch derzeit zwar ein großer ‚Treiber‘ von Veränderungen, für den ’städtischen Verkehr‘ sind andere Probleme aber eigentlich viel drängender. Dazu mehr in ‚urbanophil macht mobil, Teil II‚.

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1 Kommentar
  1. und hier ein Link zur Diplomarbeit Mehr Stadt – Mehr Landschaft: http://dl.dropbox.com/u/476824/MehrStadtMehrLandschaft_kurz.pdf, welche sich mit den Umnutzungsmöglichkeiten von Verkehrsräumen der Nachkriegsmoderne in unserer heutigen Zeit unter einer gleichzeitigen Betrachtung der „Denkmalwürdigkeit“ solcher stadtbildprägender Infrastruktur(system)en beschäftigt..
    Die Langfassung kann gerne angefordert werden! Dazu am besten über uns > Galene Haun oder André Ruppert anschreiben.

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